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Dieses Thema hat 18 Antworten
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 Wohnstube
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Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

24.05.2009 09:08
Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
Hier kommt der Artikel von Eltern.de, den ich vorhin schon erwähnt habe:

Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out?

Wird die Mutterschaft heute zu wenig anerkannt? Sind Nur-Hausfrauen wirklich unglücklich? Wieso glauben viele, schlecht ausgebildete Erzieherinnen könnten Kinder besser versorgen als die eigene Mutter? Was denken Sie über die provokanten Thesen des Frühpädagogen und Psychologen Dr. Martin Textor? Kommentieren Sie diesen Artikel - wir sind gespannt auf Ihre Meinung!
Macht es eine Frau glücklich, Mutter zu sein?

Ein Kind wird geboren. Zwischen ihm und seiner Mutter entsteht die engste Beziehung, die man sich vorstellen kann. Das erfüllt die Mutter bis in die tiefsten Schichten ihres Wesens mit Glücksgefühlen. Noch nie fühlte sie sich so gebraucht! Nur: Darf eine Frau heute noch so empfinden? Ist ein Kind nicht eine enorme Belastung? Schlafentzug, Stress, der schlaffe Bauch nach der Geburt, die Kosten, die Pause im Beruf, die entgangenen Urlaube?

Immer weniger Menschen können sich heute noch vorstellen, dass man als junge Mutter wirklich glücklich sein kann. Dass ein Paar die mit dem Kind verbundenen Einschränkungen freiwillig in Kauf nimmt. Eine junge Mutter macht sich heut schon fast lächerlich, wenn sie behauptet, sie könne sich in der Erziehung ihres Kleinkindes besser verwirklichen als in ihrem Beruf.
Ist die Fremdbetreuung tatsächlich das Beste fürs Kind?

Kurz: Mutterschaft als Teil der Weiblichkeit ist out. Na gut, vielleicht nicht ganz: Ein, zwei Jahre mit Baby zu verbringen ist sehr schön - selbst Film- und Popstars genießen das ja. Aber: Spätestens nach drei Jahren sollte frau zurück an ihren Arbeitsplatz! Und die Sprösslinge in den Kindergarten - dort werden sie schließlich von Fachkräften erzogen und gebildet. Da kann keine Mutter mithalten. Oder?

Tatsächlich haben wir es hier mit zwei Mythen zu tun. Der erste: Junge, nicht erwerbstätige Mütter können zu Hause nicht glücklich sein. Der zweite: Fremdbetreuung ist generell besser als Familienerziehung.

Für Mythos 1 kennt jeder von uns Gegenbeispiele. Und Mythos 2? Der ist wissenschaftlich längst widerlegt, denn:

* Die Qualität der Kinderbetreuung in Deutschland ist zumeist mittelmäßig. Genauso, wie es "schlechte" Familien gibt, gibt es auch "schlechte" Kindergärten.
* Der Einfluss von Kindertagesstätten und Schulen auf die Kinder ist groß. Aber der Einfluss der Familie ist größer - etwa doppelt so hoch, wie Studien zeigen.

Wieso glauben wir eigentlich, Kleinkinder könnten in einer Gruppe mit rund 25 Kindern durch eine Erzieherin mit mittlerem Bildungsabschluss sowie zweijährigem Fachschulbesuch und eine zumeist noch schlechter qualifizierte Zweitkraft intensiver gefördert werden als durch ihre Eltern?

Das soll die Kindertagesbetreuung keineswegs abqualifizieren: Für jedes Kind ist der Kindergartenbesuch empfehlenswert, weil es hier neue (Lern-)Erfahrungen machen kann, weil es gruppenfähig wird. Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen und Migrantenkinder profitieren besonders von der sprachlichen Förderung.
Sind Väter und Mütter heute nur noch Versorger?

Es geht um etwas anderes: Für Eltern wird es immer normaler, Erziehung und Bildung zu delegieren. Viele Mütter und Väter beschränken sich heute auf die Betreuung, das heißt, sie sorgen fürs Essen, für die Wäsche, für Freizeitaktivitäten.
Die Mutterschaft, traditionell zentraler Teil der Weiblichkeit, wird abgewertet

Doch damit wird die Mutter- und Vaterrolle auf Teilaspekte reduziert. Die verbreitete Erziehungsunsicherheit trägt sicher ihren Teil dazu bei. Wer sich nicht mehr auf seine Intuition verlässt, ist froh, wenn er Aufgaben an "Fachleute" übertragen kann - an Kindergarten, Schule, Sportverein, Sprachkurs.

Auf der einen Seite wird die Mutterschaft, traditionell ein zentraler Teil der Weiblichkeit, gegenüber dem Beruf immer weiter abgewertet - auf der anderen Seite wird sie zunehmend ihrer erzieherischen und bildenden Komponenten entkleidet.

Die Folgen: Die enge Beziehung zum Kleinkind lockert sich bald, Konflikte häufen sich, Eltern und Kind leben sich rasch auseinander. Eines der traurigsten Ergebnisse der ersten PISA-Studie war, dass in Deutschland Jugendliche viel weniger mit ihren Eltern sprechen als in anderen Ländern.
Kann nur die Hausfrau für ein harmonisches Miteinander sorgen?

Und noch ein wichtiger Teil der Frauenrolle verliert an Bedeutung: die Haushaltsführung. Eine Hausfrau ohne Kinder zu sein heißt inzwischen, ganz am Ende der gesellschaftlichen Rangskala zu stehen. Wer Kinder hat und einen Beruf, findet dagegen immer weniger Zeit, zum Beispiel selbst etwas zu kochen - da wundern wir uns über die Zunahme von Essstörungen!

Die mangelnde Wertschätzung der Haushaltsarbeit führt schließlich dazu, dass in Familien immer mehr das fehlt, was man Gemütlichkeit nennt. Das Leben der einzelnen Familienmitglieder, auch der Kinder, spielt sich zunehmend im eigenen Zimmer ab - oder außerhalb der Wohnung. Gemeinsame Aktivitäten (selbst das Fernsehen miteinander) werden zur Ausnahme.
Sind die Frauen selbst schuld an den Problemen vieler Familien?

Dieser Artikel soll kein Plädoyer für eine Rückkehr ins 19. Jahrhundert sein. Und schon gar keine Schuldzuweisung an die Frauen. Eher eine Zustandsbeschreibung - und eine Anregung, beim Erziehen wieder stärker der eigenen Intuition zu vertrauen und dem Kind mehr Freiraum für eine selbstbestimmte Entwicklung zu lassen.

Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, ein Kind könne "gemacht" werden. Und das Bewusstsein wiedererwecken, dass das Zuhause ein gemütliches Heim sein kann, in dem Menschen sich geborgen fühlen, viel miteinander reden und Zeit gemeinsam gestalten. Und dafür sollten alle in der Familie verantwortlich sein, nicht mehr nur die Frauen!

_______________________________________

Auf Eltern.de habe ich das auch kommentiert:

Toller Artikel! Ich kann nicht begreifen, dass in Politik und Medien ständig Stimmung gemacht wird,Kinder immer früher aus dem Haus zu geben. Ich habe doch keine Kinder dafür bekommen, dass sie größtenteils von Fremden erzogen werden. Kinder brauchen die Bindung zum Elternhaus. Und eine Mutter, die auch mal Zeit hat, frisch zu kochen und nicht nur Fertiggerichte anzurühren.
Ich kann auch das Argument mit der gesellschaftlichen Isolation zu Hause nicht nachvollziehen. Es gibt überall Anlaufstellen für Eltern wie Spielgruppen, Schwimmkurse für Babies... Isoliert bleibt nur, wer sich nicht um Anschluss bemüht.
Ich bin allerdings nicht generell dagegen, dass Mütter arbeiten, ich arbeite selbst stundenweise von zu Hause aus. Aber die Dosis macht das Gift. Wenn ich mir zuviel Arbeit aufbürde, dann merke ich selbst, dass ich gereizt werde. Es kann mir keiner erzählen, dass ein umfangreicher Beruf, nebst Haushalt, Kinderbetreuung und Partnerschaft, leicht und entspannt nebenher zu managen ist.
LaLune ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2009 12:16
#2 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Hallo Lady

Im Prinzip geht es ja nicht um die Kinder, sondern darum dass die Wirtschaft die Frauen als billige Arbeitskräfte entdeckt hat. Jetzt redet man den Müttern ein dass sie arbeiten gehen müssen, Mutter sein alleine trägt nicht zum wirtschaftlichen Wachstum bei. Daher wird der Druck wohl eher noch grösser. Dass damit die Probleme hausgemacht und noch grösser werden, steht da ausser Frage.

lg Renée

Majka Offline




Beiträge: 8.773

24.05.2009 13:00
#3 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Ich gehöre zu den "Rabenmüttern" - ich kannte es nicht anders. In den Ostblockländern war es gang und gäbe, dass Frauen gearbeitet haben, dass die Kinder in die Krippe kamen etc. Es war halt so. Ich war in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Ich habe mich darauf gefreut, wieder arbeiten zu können.
Wir waren sechs Kinder und meine Mutter hat auch gearbeitet... ich weiß nicht, ob es mich irgendwie gekennzeichnet hat...

In dem Artikel sehe ich eher viele Glaubenssätze durchsickern, es geht doch nicht alles gegeneinander aufzustellen. Eine Erzieherin ist eine ausgebildete Kraft, warum wird so etwas angezweifelt? Genervt war ich als Mutter auch oft, das ist ja ohne Frage, das ist doch keine Frage der Qualifizierung, oder?
Es gibt Frauen, die sich mit der Mutterrolle total ausgefüllt fühlen, es gibt aber auch solche, die Kinder haben (wollen) und daneben auch noch arbeiten wollen.
Wie soll man das bei alleinstehenden Müttern oder Vätern sehen? Wie hoch hätte die Sozialhilfe sein müssen, dass sie gar nicht arbeiten gehen müssen und hat der Staat überhaupt Interesse daran?
Auch früher (vor dem ersten u. zweiten Weltkrieg) war es nicht so selten, dass Frauen arbeiten gingen... Und die reichen Familien hatten ja sowieso (mindestens) eine Erzieherin für die Kinder.

Ich würde das System mit Kitas und Tagesmüttern/Vätern eher ausbauen und dafür sorgen, dass jede Familie die Möglichkeit hat, die Kinder betreuen zu lassen, wenn sie der Auffassung ist, das wäre für das Kind erforderlich. Die Frage, ob die Mutter dabei arbeiten geht oder nicht, wäre für mich total nebensächlich. Das soll jeder für sich selbst entscheiden können.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Ferry Offline




Beiträge: 295

24.05.2009 14:05
#4 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
In Antwort auf:
Ich würde das System mit Kitas und Tagesmüttern/Vätern eher ausbauen und dafür sorgen, dass jede Familie die Möglichkeit hat, die Kinder betreuen zu lassen, wenn sie der Auffassung ist, das wäre für das Kind erforderlich.


Dazu würde ich mal die Kinder befragen ob sie dann die Liebe ihrer Mutter nicht vermissen.
Kinder brauchen auch eine gesunde soziale Führung und nicht das was der Staat in seinen Regeln Betreuerinnen beibringt um damit die Kinder zu vergiften.
Wenn die Väter genügend verdienen um ihre Frauen und Kinder ausreichend versorgen zu können, dann braucht keine Frau zur Arbeit gehen.
Und selbst wenn sie es will, dann muss genug Geld zur Verfügung stehen und durch den Mann da sein, um sich eine Kindererzeiherin welche im Sinne der Eltern agiert zu leisten.

So eine Massenkindergrippe welche politisch angehaucht erzieht und lenkt lehne ich ab.
Ferry
Majka Offline




Beiträge: 8.773

25.05.2009 07:30
#5 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
In Antwort auf:
Wenn die Väter genügend verdienen um ihre Frauen und Kinder ausreichend versorgen zu können, dann braucht keine Frau zur Arbeit gehen.


Lieber Ferry,
wenn mir das jemand anbieten würde, würde ich ablehnen. Ich mag meine Arbeit und ich liebe mein Kind. Und darüber hinaus, habe ich mehr verdient als mein Ex.
Eine Zeitlang dolmetschte ich paar Vorträge im Technischen Museum in Prag, zu dem Zeitpunkt gab es keinen, der auf meinen Sohn aufpassen konnte (er war 4), also nahm ich ihn einfach mit. Der war aber stolz darauf, seine Mamma auf der Bühne zu sehen und winkte mir immer wieder zu. Ein Mitarbeiter hat ihm danach das Museum gezeigt: das hat er bis heute nicht vergessen, er durfte alle Autos und Loks und was weiß ich noch berühren, sich hineinsetzen etc. Ich gebe zu, es war dann etwas schwierig, ihm zu erklären, dass sowas nicht geht, wenn wir als "normale" Besucher in irgendeinem Museum waren.

Sonst war mein Kind war in allen Kindergärten sehr zufrieden, manchmal musste ich sogar längere Zeit warten, bis er das Spiel beendet und sich von seinen Freunden verabschiedet hatte.

Vielleicht sollten wir uns darüber unterhalten, wie die Kinderbetreuung aussehen mag? Was brauchen die Kinder wirklich? Inwieweit werden sie von Eltern gefordert, bzgl. des Sozialverhaltens, wie ist es bei Einzelkindern?
Einfach sachlich, ohne Emotionen.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

25.05.2009 09:38
#6 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
Mir ging es bei dem Thema weniger um eine Einzelentscheidung sondern mehr um das allgemeine politische Klima. Ich erlebe auf Wahlveranstaltungen so oft, dass Politiker aller Fraktionen unisono für mehr Kinderkrippen etc. Worte schwingen, und hier in Bayern wird das auch flächendeckend ausgebaut.
Und wenn man sich nicht dem allgemeinen Trend anpasst und das toll findet, gilt man als faul, seltsam, konservativ, was weiß ich. Ich glaube schon, dass wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen, wie Renée geschrieben hat, einerseits, dass in die Rentenkassen eingezahlt wird, andererseits, um das Bruttosozialprodukt sprich Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Was Ferry glaube ich gemeint hat, ist, dass jede Frau die Freiheit haben sollte, um zu entscheiden, ob sie arbeiten will oder sich lieber ihren Kindern widmen. Vor dem Hintergrund fände ich auch die sogenannte Herdprämie nicht verkehrt, auch wenn das überall gleich wieder schlecht geredet wurde. Da hätten die Frauen eine Art "Gehalt" als Hausfrau bekommen. Die Kinderkrippen und das Personal kosten den Staat ja auch viel Geld. Das können sie auch den Leuten geben, die ihre Kinder selbst betreuen wollen.

Und ich muss ja auch arbeiten, sonst würde es mit dem Geld nicht gehen. Mein Mann ist halt kein Aufsichtsratsvorsitzender oder Ex-Nationalspieler, sondern verdient ein ganz normales Angestelltengehalt. Ich habe nur Glück, dass ich von daheim arbeiten kann und bei meinen Kindern sein kann. Was stressig genug ist, da ich oft um 6 Uhr früh aufstehe, damit ich noch einen Artikel schreibe, bis die Kinder um 7 Uhr aufwachen.

Bei mir selber war es so, dass meine Mutter gleich 8 Wochen nach meiner Geburt wieder gearbeitet hat. In den ersten zwei Lebensjahren hat mich meine Oma betreut, da war alles noch in Ordnung. Dann wurde die Oma krank und ich kam zu wechselnden Tagesmüttern. Die hatten allesamt nicht wirklich Lust, sich mit mir zu beschäftigen und waren mehr oder weniger unfreundlich, kaum dass meine Eltern aus der Türe waren. Eine alte Frau hat mich z.B. vor ihren Wellensittich geparkt, und den sollte ich dann stundenlang brav anschauen...
Ich hatte zu meinen Eltern auch wenig Bindung, weil sie entweder nicht da waren, und wenn sie mal da waren, dann waren sie müde oder gestresst. Dafür haben sie eine 200m² Villa, zwei Mercedes SL und ein eigenes Schwimmbad...
Ich habe das alles nicht, aber dafür bin ich bei meinen Kindern.
Ferry Offline




Beiträge: 295

25.05.2009 11:03
#7 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

In Antwort auf:
Was Ferry glaube ich gemeint hat, ist, dass jede Frau die Freiheit haben sollte, um zu entscheiden, ob sie arbeiten will oder sich lieber ihren Kindern widmen.


Genauso ist es- erst wenn das gesamte Umfeld passt dann kann ein Kind kommen!
Das ist meine gelebte persönliche Erfahrung und wir bekamen erst mit dreißig unser Kind.

Zunächst sollte der Erzeuger eines Kindes dieses auch so erhalten und betreuen können wie es das Recht eines jeden Kindes ist und der dazu gehörigen Mutter ist.
Auch die Frau sollte, wie der Mann so er einer ist- dabei darauf achten und wissen das Kinder kommen können wenn man Sex hat und nicht verhütet.
Mal von Krankheiten ganz abgesehen.

Jede Frau hat das Recht mit zu entscheiden ob sie ein Kind haben will oder nicht, da sie es auch nicht alleine basteln konnte.
Wenn nicht so soll sie sich keinen Mann suchen sondern bei Beathe Use einkaufen.
Was auch für den Mann gilt der nur an das Eine ohne die Folgen daraus denken kann.

Wenn sie aber Kinder möchte so muss sie wissen das diese vor allem anderen eine Mutter brauchen und nicht eine Ersatzmutter welche keine Liebe zu dem Kind haben kann wie es eine Mutter haben sollte.
Oder ein müdes Etwas welches keinen Sinn mehr für ihr Kind hat wenn sie müde von der Arbeit heimkommt, dann den Vater noch bedienen soll und sich selbst erholen muss.

Ein Kindergarten ist nur dazu da ein Kind für den Staat herzurichten und die Mutter in den Wirtschaftsprozess einzubringen um sie abzuzocken.
Wenn die Eltern es sich nicht leisten können eine Frau zu Hause beim Kind zu belassen, dann sollten sie keines bekommen.
Besonders in der heutigen Zeit kann man sich auch vor einer Schwangerschaft verantwortungsvoll schützen, wenn beide Elternteile vernatwortungsvoll aufgeklärt und belehrt wurden von ihren Eltern.

Wir sehen heute was aus Kindern wird wenn sie abgeschoben werden, keine Mutterliebe kennen und mal selbst genauso denken bei ihren Kindern.
Es kann bei manchen Kinderngartenkindern auch gut gehen, nur sollten dazu auch solche Kinder mal ehrlich ihre Meinungen äußern, sowie es Lady hier getan hat.
In Antwort auf:
Ich hatte zu meinen Eltern auch wenig Bindung, weil sie entweder nicht da waren, und wenn sie mal da waren, dann waren sie müde oder gestresst. Dafür haben sie eine 200m² Villa, zwei Mercedes SL und ein eigenes Schwimmbad...


Aber die Konsumgüter sind dann alles Dinge welche dann einen Kind vorgehalten werden wenn es mal sagt "ich hatte keine Bindung zu meinen Eltern und keine Liebe"- - dann hört es sofort wir haben es ja nur für dich getan und das ist eine Lüge die sich selbst bestraft wenn das Kind seinen Eltern ausweicht in späteren Jahren.
Aber dann ist da Kind undankbar den Eltern gegenüber....
Oder man hört ich musste ja arbeiten da der Vater zuwenig verdient hat - das interessiert kein Kind und damit wird beim Kind nur das Konsumdenken angeregt oder es steigt aus und will so ein Leben seinen Kindern einmal nicht bieten.

Das ist meine persönliche Meinung ohne darauf zu schauen wer es hier im Forum so oder so handhabt - also nicht wieder persönliche Angriffe dahinter erkennen wollen, es sind Tatsachen die tagtäglich gelebt werden.

Meine Frau hat gerne bei den Kindern ihre Zeit verbracht, das Haus gepflegt und für ihre Familie gesorgt mit dem Geld was ich verdient habe und ihr gab um genau das damit zu machen.
Aber sie war eine Rumänien und die denken über Familien eben anders.
Sie hatte eine höhere Schule und war Karateeuropameisterin, also Vorausetzungen um selbst eine Karriere zu starten.
Daher bauten wir eine Firma auf und genossen mal unsere Liebe ohne Kind.
Doch als wir uns entschlossen ein Kind zu wollen, verzichtete sie auf dies Alles und nachdem unser Kind erwachsen war und heiratete,- verzichtete sie auch auf mich.
Sie wollte einen jüngeren Mann und bekam ihn dann auch.
Auch ihr Geld aus der Firma.
Heute führt sie eine Pizzaria und wir sind gute Freunde und ich bin sie problemlos losgeworden und wir haben einen glücklichen Sohn mit Enkelsohn.

Mein Sohn war ein Einzelkind und hat über Freunde aus seinem Umkreis den Kontakt zu anderen gelernt und meine Frau war dabei wenn er Parties oder Treffen mit seinen Schulfreunden hatte, oder in Rumänien bei den Großeltern seine Freunde traf und sie hat nicht irgendwo Geld verdienen.
Und sein Kind ist ebenfalls mit Mutter aufgewachsen die zeitweise arbeitet und die Großeltern dann für das Kind da waren - aber Kindergarten gab es niemals.

Auch hier gilt Ursache und Wirkung wie überall im Leben.

Ferry


Anja Offline




Beiträge: 559

26.05.2009 00:04
#8 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Zitat von Majka

Vielleicht sollten wir uns darüber unterhalten, wie die Kinderbetreuung aussehen mag? Was brauchen die Kinder wirklich? Inwieweit werden sie von Eltern gefordert, bzgl. des Sozialverhaltens, wie ist es bei Einzelkindern?
Einfach sachlich, ohne Emotionen.


Für mich ist diese Frage interessant!

Und in dem Beitrag die Idee, der Intuition jedes Einzelnen zu vertrauen, also aufs eigene Gefühl zu hören.

Nach meinem Erleben sind Kinder am zufriedensten, wenn die Eltern zufrieden sind. Eine Mutter, die einfach auch in ihrem Beruf aufgeht und sich dies erlaubt und für ihr Kind ebenso sorgt und in ihm aufgeht, die wird sicher Wege finden, beides zu vereinen. Und diesen Frauen das zu ermöglichen mit wirklich kindgerechten Betreuungsmöglichkeiten, das finde ich wichtig.

Und die Akzeptanz der Mütter, die eben genau hierin ihre Berufung finden, sich ganz dem Erziehen und Betreuen ihres Kindes widmen zu wollen. Jedem eben, was seine Intuition sagt auch zu erlauben und ermöglichen.

Eine Mutter die arbeiten gehen "muss" weil der Vater einfach nicht ausreichend verdient. Und dann sich zerrissen fühlt. Oder Eltern, die nicht gelernt haben auf ihr Gefühl zu hören und sich nicht in ihre Kinder hinein versetzen können, die "Erstazdrogen" benötigen um zu fühlen, wie eben Häuser oder teure Autos etc., und dafür ihr Kind "abschieben" ohne darauf zu achten, wie es ihm damit ergeht- Wie denn auch, wo sie sich selber kaum spüren. Dort beginnen denke ich erst die Probleme für ein Kind.

Kindgerecht ist dann bestimmt nicht immer das, was in allen Kindergärten angeboten wird. Und da noch zu investieren finde ich eine Diskussion wert. Also ich sehe Sinn im Kindergarten, habe meine Kinder auch hingegeben und das ohne das "arbeiten müssen". Für mich war es der Ort an dem meine Kinder Erfahrungen sammeln konnten, die sie bei mir nicht machen konnten. Und sie haben es alle 3 sehr genossen. Allein die mannigfaltigen Spielmöglichkeiten und die anderen Kinder.

Es ist dies "entweder Mutter oder Kindergarten" ein bißchen schräg. Mein kleiner Bruder hat den Kindergarten gehasst. Und meine Mutter nahm ihn wieder raus. Ich habe mir immer gewünscht dahin gehen zu dürfen, ich bin die Ältere. Damals durfte ich nicht, meine Mutter bekam keinen Platz für mich weil sie nicht arbeitete und meinen kleinen Bruder bekam. Ich kam dann in eine "Malschule" so nannte sich das. Es war eine private Organisation und ich weiß heute noch, wie ich es geliebt habe, dorthin zu gehen. Und das ist 40 Jahre her

Es gibt denke ich wieder einmal keine Pauschalantwort.

Majka Offline




Beiträge: 8.773

26.05.2009 12:18
#9 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
Danke, Anja, du sprichst mir aus dem Herzen.
Ich bin die jüngste von sechs Kindern, also brauchte ich gar nicht in den Kindergarten gehen, ich wurde von meinen älteren Geschwistern mit-betreut... Ach, wie ich die Nachbarskinder um den Kindergarten beneidete! Sie hatten dort so tolle Spielsachen und den Schaukel, der Garten war so groß und und und... alles eben, was die Kinderaugen so toll finden.
In der ersten Klasse kannten sich die meisten Kinder schon aus dem Kindergarten. Mit einigen von ihnen kannte ich mich zwar auch, aber es war eben anders.
Das merk ich mir bis heute - fast 50 Jahre danach.

Ich sehe heute noch meinen Sohn, wie er "seine Tante" in der Kindergrippe liebte und wie ich warten musste, bis sie sich voneinander verabschiedeten. Die Erzieherinnen in den Kitas (Männerdomäne ist es bestimmt nicht ) haben keine andere Aufgabe, als sich den Kindern zu widmen. Die Mutter muss NEBEN den Kindern auch noch den Haushalt, Kochen, Putzen, Waschen, Einkaufen und wer weiß noch was sonst schaffen. Es ist ein harter Job. Daher würde ich es jeder Mutter gönnen, dass sie ihre Kinder für ein paar Stunden am Tag in eine Krippe/Kindergarten geben kann bzw. dass sie sich eine Aushilfe leisten kann, damit sie MEHR Zeit für ihre Kinder haben kann.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Anja Offline




Beiträge: 559

26.05.2009 12:22
#10 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Noch ein Nachtrag:

Elternzeit, die sich Eltern teilen können. In meiner Gruppde der Familienbildungsstätte ist eine Mutter jetzt wieder arbeiten gegangen. Nach 8 Monaten. Sie stillt noch und ihr Mann hat jetzt die Elternzeit. Sitzt zwischen uns schnatternden Weibern und ist so hingebungsvoll mit seiner Tochter. Er meinte, seine Frau würde die 3er-Belastung grad ganz gut wuppen, arbeiten, das Kind und er *lach* So herrlich dieser Mann.

Ja, also mein Nachtrag gilt der Frage, wieso eigentlich nur die Frage nach den Müttern. Kam mir noch so.

Anja

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

26.05.2009 13:24
#11 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Kinderkrippe halte ich persönlich noch für zu früh, um die Kleinen aus dem Haus zu geben. Wenn es nicht anders geht und die Mutter alleinerziehend ist, okay. Aber ich würde unseren Kleinen mit 2 Jahren noch nicht aus dem Haus geben wollen. Für ihn ist es auch einfach noch zu früh. Letzte Woche musste ich ihn mal 1 1/2 Stunden zu einer gaanz lieben Nachbarin geben, weil ich zum Frauenarzt musste, und es nicht geht, wenn er auf dem gynäkologischen Stuhl auf meinem Arm klebt. Jedenfalls war er danach ganz rot geheult und hat den restlichen Tag an mir geklammert.

Unsere Große mit 3 1/2 wollte von selber in den Kindergarten, weil da alle ihre Freunde hin sind. Sie geht in der Regel auch gerne hin. Wobei ich sagen muss, dass wir die geringste Buchungszeit mit 3 1/2 Stunden haben, ich hole sie also Mittags wieder ab. Sie macht auch Fortschritte mit Sprechen oder Malen, ihre Hasen sehen neuerdings auch wie Hasen aus. Daheim wollte sie nie malen.

Ein anderes Kind in unserer Straße ist an vier Tagen der Woche von 8-17 Uhr und am Freitag von 8-16 Uhr im Kiga weil die Mutter arbeitet, und zeigt ernste Verhaltensstörungen. Ob nur deshalb, weiß ich nicht. Ich finde es jedenfalls für so ein kleines Kind noch viel zu lange.
Unsere Große klammert auch erst mal wenn sie aus dem Kiga da ist und belegt mich mit Beschlag. Auch die Ferien tun ihr gut. Manche Mütter geben ihre Kinder ja in die Feriengruppe, wohl weil sie arbeiten müssen. Finde ich nicht so toll, wenn die Kinder nie eine Auszeit oder Familie pur haben.

Allgemein denke ich allerdings, dass die Strukturen vom Kiga eher Mädchen entgegen kommen. Das ganze Basteln; Malen etc. Und es sind auch meist weibliche Erzieherinnen, die die Kinder betreuen. Ich bin mit unserem Sohn einmal in der Woche in einer Spielgruppe, wo er sich zwar freut, wenn er zu "Häschen hüpf" hüpfen darf, aber ihn bockt das Basteln etc. überhaupt nicht.

Ich würde übrigens nicht arbeiten, wenn ich nicht müsste und merke auch, dass ich an den Arbeitstagen gereizter bin, einfach, weil der Druck größer ist. Vielleicht würde mir mein Job irgendwann fehlen, aber damit er mir fehlt, war ich noch nicht lang genug ohne.
Als Selbständige kriegt man ja kein Geld, wenn man nix tut, anders als bei Angestellten, die bezahlten Urlaub, Elternzeit etc. nehmen können.


Heuler Offline




Beiträge: 1.692

26.05.2009 16:40
#12 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Witzig, gerade habe ich an die frage gedacht, wie das denn überhaupts gehen soll, kinder mit Karriere zu vereinen- da taucht dieser Thread auf!

Vor ein paar Tagen sha ich einen Dokumentarfilm (Mein halbes Leben), in dem man auch eine junge Modedesignierin sah. Sie sagte, sie hätte sehr gern Kinder, doch "wie soll sich das alles ausgehen- wenn ich schon Mühe habe, mich selbst durchzubringen!" Ich seh das oft so, dass Frauen mit dem Kinderkriegen natürlich einer Art Stress ausgesetzt sind- mit 60 kann man nicht mehr Mutter werden, Vater schon Im Beruf wird größtmögliche Flexibilität verlangt- umziehen, Jobwechsel, Umlernen etc. Kann sich ein Kind in so einer Umgebung - sagen wir mal mit häufigen Ortswechseln- geborgen fühlen? Oder, will man als Mutter das denn? Man möchte seinem Kind den besten Lebensstandard bieten, dabei aber selber möglichst wenig Abstriche machen, klar dass man sich da erstmal ein wenig "hochgearbeitet" haben muss und genug verdienen. Da ist man dann meistens aber auch nicht mehr sooooo jung, und eine Schwangerschaft hat natürlich später viel mehr Risiken etc.
Das mit der Kinderkrippe-ich denke mir, dass das nicht jede Mutter will, ihr Kind gleich so früh soviel "alleinlassen".
Außerdem ist da ein Druck der Gesellschaft-das man als frau ein Kind bekommen sollte, das man nur dann erfährt was Frausein wirklich bedeuted etc. Viele haben bestimmt auch Angst, etwas zu versäumen, wenn sie diese Erfahrung nicht machen- und ja, natürlich versäumt man dann etwas! Aber als Frau hat man den stress, dass man noch Kinder bekommen "muss", solange vil die äußeren Lebensumstände noch relativ unsicher sind oder im Aufbau begriffen usw.

Andererseits-die Frauen bekamen schon immer Kinder in extrem schwierigen Zeiten, und auch die bekamen sie groß

Zum Thema Hausfrauen: eine Art Gehalt wäre toll,damit dieser beruf mal die Anerkennung bekommt, die er verdient. Nur kann ich mir vorstellen, dass es da dann auch viel Missbrauch geben könnte.
Und ganz klar, jede Frau sollte selbst entscheiden können, wie sie ihre Erfüllung findet-mit Job oder ohne.

Anja Offline




Beiträge: 559

26.05.2009 23:46
#13 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Liebe Lady,

mein ganz persönliches Gefühl deckt sich sehr mit Deinem. Ich finde es auch zu früh ein Kind in die Krippe zu geben. Kindergarten als Bereicherung und nicht als Pflicht und nur ne begrenzte Zeit am Tag. Ich finde es für Jungs in nem Waldkindergarten besonders klasse! Mein Großer hatte diese Möglichkeit nicht und galt schon im Kindergarten als aufällig, nach dem Motto "na viel Spaß wenn der zur Schule kommt" Fand ich nicht so prickelich. Nur weil er sich gern und viel bewegte.

Aber ich sehe eben auch diese Mütter, die einfach leiden wenn sie "nur" zu Hause sind. Ich habe das nicht so empfunden für mich aber ich kann die Not dieser Mütter fühlen. Und auch diese Sorge nun als Raben-Mutter zu gelten. Ich hab keine Ahnung wie sich das für alle gleich gut lösen lässt, finde es aber bei dem Elternpaar sehr gut, wie sie das für sich lösen. Da ist jetzt eben der Vater präsenter.

Naja, meine Großen sind nun groß und ich hab Zeit und Chance um mich jetzt nochmal so richtig rein zu schmeissen ins Berufsleben. Mein Kleiner, der 12 jährige, lebt beim Vater. Also ich lebe keine "normale" Mutter-Sohn-Beziehung mit ihm. Deshalb weiß ich auch, wie bunt und dennoch eng Beziehungen zwischen Eltern und Kindern gelebt werden können.

Ferry Offline




Beiträge: 295

27.05.2009 07:10
#14 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten
Ich sehe dabei nur Eines sehr klar und es fällt mir auf wenn ich mein Herz frage-

Kinder sind scheinbar eine Belastung in dieser Spaßgesellschaft, Behinderung des eigenen Lebensstiels und müssen an andere weitergereicht werden, wobei wir aus unserer Ichbezogenheit heraus anderen deren Freiheit damit einschränken und belasten.

Kinder kommen oft dann wenn einer der beiden Partner es will und der andere dabei gerne dazu bereit liegt, damit er den Partner nicht verliert wenn er nein sagt.
Selten kommt es zu einem Wunschkind das überlegt ist.

Schicksal eines Kindes: Weitergereicht an Kindergarten, dem Vater allein oder der Mutter allein, den Großeltern......

Daher kommt es dann, wenn die Eltern mal alt werden und zu einer Belastung für ihre Kinder werden könnten, bekommen sie was sie einst angebaut haben - sie werden weitergereicht an ein Altersheim, in die Einsamkeit und Vergessenheit......

Beide,- Kinder wie alte Menschen können dabei nicht selbst entscheiden, da es immer über ihre Köpfe passiert.
Bei den Einen sagt man die wissen es noch nicht und verstehen es nicht und bei den Anderen sie wissen es nicht mehr.
Die Veruracher der Abschiebungen finden dann immer eine passende Entschuldigung für sich selbst um das Gewissen totzuschalten.
Ursache und Wirkung.

Ich persönlich wollte als Kind niemals in einen Kindergarten und ging auf die Barrikaden als dieser Gedanke mal bei meinen Eltern aufkam.
Wo es nur Vorschriften und Regeln gibt, keinen aus der Familie - nein- und ich wäre von dort sicherlich davon gerannt, wie ich es immer dann gemacht habe wenn ich etwas nicht wollte.
In der Schule hab ich auch meinen Ranzen gebackt wenn es mir nicht mehr gefallen hat und bin gegangen, ebenso in Arbeitsverhältnissen welche ihre Grenzen erreicht hatten.
Für mich gab es keine Kündigungszeit in einer Firma und ich war einfach dahin.

Also es gibt solche und solche Kinder und auf die Märchen der Erwachsenen "im Kindergarten hast du viel Spielzeug, viele Freunde und eine liebe Tante bla,bla,bla -
darauf fuhr ich nie ab.

Ich habe allen Erwachsene sowie anderen Kindern um mich mißtraut und fällte immer meine eigenen Entscheidungen, welche ich dann auch rigoros durchzog.
Wenn ich dabei draufzahlte so machte ich auch das mit mir selbst aus und ging niemals zu meinen Eltern raunzen. Ich wusste schon als Kind was richtig und falsch ist.
Ich bin allein unterwegs gewesen von dem Moment als ich laufen konnte und dort wo ich hingehen wollte und das war sicher weder ein Kindergarten, eine Schule oder sonst ein Institut und da wäre ich einfach abgerissen davon.

Das weiß ich von meiner Mutter und die ließ mich einfach frei da sie keine andere Wahl hatte.
Ich sagte einfach ich geh spazieren und war dahin - meist mit einigen meiner jüngeren Geschwister oder mit ausgesuchten Freunden.
Ich bekam sonst einen hysterischen Anfall wenn mich jemand beeinfussen wollte und dabei konnte ich als KInd sehr zielgerichtet und auch böse sein.
Ein Indigokind eben und da hätte sie keine Chance gehabt mir etwas aufzuzwingen was ich nicht ein-sehen konnte.
Wenn gar nichts mehr anders ging, dann fiel ich halt bis zu meinem 5 Lebensjahr in Ohnmacht nachdem ich alles kurz und klein geschlagen hatte.
Heute lass ich einfach alles liegen und stehen und geh meinen Weg, wenn etwas nicht so ist wie ich es als richtig empfinde.

PS: Also wenn die Mütter einfach nur leiden da sie bei ihrem Kind bleiben sollten - dann sind sie keine Mütter und sollten halt keine Kinder in die Welt setzen - aber auch keine erzeugen lassen um sie dann umzubringen auf Staatskosten. Wir reden hier von unselbstständigen, wehrlosen Geschöpfen welche weder hier her wollten noch wissen was ihnen geschieht.
Weil die Frau - oder irgend ein Mann ihren Spaß wollen- muss so ein Wesen dann von Beginn an leiden.
Und genau das hab ich auch meinen Eltern mal gesagt als sie meinten ich müsse dies oder das tun in ihrer verkorksten Welt der verdrehten Regeln und Vorschriften.
Sonst wird nichts aus dir - ich wurde mehr als sie jemals waren und bin mir dabei selbst treu geblieben.

So machen wir es mit Tieren, mit Kindern und alten Menschen.
Und wie schön - die wehren sich alle nicht!
Ferry
Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

27.05.2009 09:21
#15 RE: Ist Kinderbetreuung durch die Mutter out? antworten

Zu den Wunschkindern: Manchmal kommen Kinder auch, wenn sie nicht geplant sind. Und das ist manchmal auch gut so, denn wenn unsere Tochter nicht von selbst gekommen wäre, hätten wir uns vielleicht nie dazu aufgerafft. Und somit nie erfahren, wie schön es ist, ein Kind zu haben. Man muss erst mal ein Haus bauen, im Beruf etwas erreichen, und dann dürfen erst die Kinder kommen, so denken doch viele. Nur ist es dann auch oft zu spät. Und wenn 40-jährige Kinder kriegen, und sie dann mal 60 sind, wenn das Kind 20 ist, finde ich das auch nicht so gut.
Natürlich ist es aber auch nicht toll, wenn ein Kind ungeplant passiert, und das Kleine dann möglichst schnell in den staatlichen Erziehungsapparat abgeschoben wird, weil es im Grunde eine Belastung darstellt. Wenn schon Mutter, dann schon richtig. War jedenfalls meine Einstellung.

Allgemein denke ich, dass in unserer Gesellschaft schon ein wenig die Tendenz da ist, Kinder schnell zu delegieren, wie Du geschrieben hast (damit meine ich jetzt niemand von dem Board persönlich, eher als allgemeine Tendenz). Wie gesagt, wenn kleine Kinder schon den ganzen Tag aus dem Haus müssen, damit sich die Mutter im Beruf "selbst verwirklichen" kann, finde ich das persönlich nicht richtig. Ich habe auch mal als einzige bei einer Veranstaltung mit der bayrischen Familienministerin Barbara Stamm beim Thema Krippen protestiert und gesagt, ich hätte keine Kinder dafür bekommen, um sie möglichst früh aus dem Haus zu geben. Ich will, dass das erste Lächeln meiner Kinder mir gilt, nicht der Erzieherin in der Krippe.

Krippen scheiden bei mir absolut aus. Kindergarten sehe ich zweischneidig. Wenn es dem Kind Spass macht und es nicht lange außer Haus ist, dann ist es für mich schon okay. Unserer Tochter macht es eben Spass, weil sie dort ihre Freundinnen hat. Bei unserem Sohn warte ich noch, ob er Lust darauf bekommt oder nicht. Wenn nicht, ist das für mich auch völlig okay. Gezwungen wird keiner.

Ich fand als Kind selber übrigens Kindergarten besser als die Tagesmütter. Im Kindergarten waren die Erzieherinnen zwar auch nicht besonders motiviert, aber dafür hatte ich da meine Freunde. Ob ich lieber bei meiner Mutter geblieben wäre, kann ich so nicht beantworten. Es war mir als Kind klar, dass es diese Option nicht gibt und dass ich außer Haus muss. Außerdem war meine Mutter meist gereizt und gestresst, wenn sie da war. Von daher bin ich ihr dann lieber aus dem Weg gegangen.



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