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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 275 mal aufgerufen
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 Wohnstube
Seiten 1 | 2
Majka Offline




Beiträge: 8.773

29.11.2009 10:31
Advent antworten



In unserer Wohnstube könnte es die kommenden vier Wochen etwas weihnachtlich aussehen.

Machen wir uns hier die Adventszeit voll von Lichter und Vorfreude auf die Weihnachtszeit,
verschönert mit kürzeren oder längeren Geschischten
- lustig, romantisch oder anders - einfach mit viel menschlicher Wärme und Herz.

Möge euch alle diese besondere Stimmung die ganze Zeit begleiten.

Einen WUNDER-vollen Advent!


_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

29.11.2009 10:38
#2 RE: Advent antworten



Advent

von Hilde Fürstenberg

Im Tale sind die Blumen nun verblüht
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
In Eis verwandelt ist der blaue See.

Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
Und in des Winters Kälte angstvoll gehen,
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.

Es leuchtet fern und sanft aus einem Land,
Das einstens voll von solchen Lichtern war,
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

Verändert hat die Welt sich hundertmal
In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual
Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!


_______________

Liebe Grüße
Majka

Elke Offline




Beiträge: 2.637

29.11.2009 17:43
#3 RE: Advent antworten

Ich wünsche uns allen ebenfalls eine schöne Adventszeit.

Renate Offline




Beiträge: 927

29.11.2009 18:43
#4 RE: Advent antworten

Hallöchen,

wünsche euch allen eine wunderschöne Adventszeit.

Ich bin in der Zeit immer besonders ausgeglichen stelle ich fest - warum - keine Ahnung.
Ich habe gestern meine bestellten Adventskränze abgeholt. Die lasse ich in einem Gartencenter immer machen, die das toll
hinkriegen. Bin wieder begeistert. Einer ist in meinem persönlichen Zimmer, einer im Wohnzimmer. Heute hatten wir Gäste
und Adventskaffee, da freut es mich dann besonders den Tisch schön zu decken und dekorieren mit dem Adventskranz in der
Mitte.

Ich mag den Advent total gerne und sicher geht es einigen von euch genauso oder?

Renate

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

01.12.2009 13:13
#5 RE: Advent antworten

Wünsche Euch ebenfalls eine schöne und vor allem stress-freie Adventszeit. :-)

Ich wiederhole gerade eine Lektion, die Ferry letztes Jahr auch in Bezug auf Advent angerissen hatte: Freundlich "Nein" zu sagen, um den Stress zu reduzieren. Man muss nicht auf jede Weihnachtsfeier, auch wenn einen die Leute sooo gern mögen, man muss nicht auf jeden Christkindlsmarkt, und nicht jeden Auftrag annehmen, den irgendjemand um drei Minuten vor Abgabetermin einem noch reindrücken will. Man muss auch nicht zehn verschiedene Plätzchensorten backen, sondern nur soviele, wie man guten Gewissens schafft. Und das Haus muss auch nicht aussehen wie von der "Schöner Wohnen im Advent" Titelseite.
Jedes Jahr vor Weihnachten häufen sich solche Sachen mysteriöserweise. Ein bißchem Abschied vom Perfektionismus und davon, alle Erwartungen erfüllen zu müssen, führt zumindest bei mir zu ein bißchen mehr Besinnlichkeit.

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

01.12.2009 16:36
#6 RE: Advent antworten

Einen wunderschönen Advent wünsch ich euch!

Heute ist der erste Dezember, langsam komme ich in Wheinachtsstimmung...am 1. advent war davon noch nichts zu spüren, es war extrem warm draußen, und als die erste kerze brannte war ich geradezu überrascht ^^ Es gab auch noch keine Kekse und keien besinnlichkeit. Aber ich versuche jetzt jeden Tag ein bisschen Zeit nur für mich aufzuwenden, um zu meditieren etc., was ich jetzt schon lange nicht mehr gemacht habe-wegen "streß"

Majka Offline




Beiträge: 8.773

04.12.2009 16:02
#7 RE: Advent antworten




Gedanken einer Kerze


«Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton - sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.

Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton - unangerührt, vergessen, im Dunkeln - oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.

Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen....

Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch - und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.

Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.
Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir, einer winzigen, kleinen Kerze.»


_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

06.12.2009 12:53
#8 RE: Advent antworten

Und wieder paar Tage näher zu Weihnachten, auch wenn es sich bei uns wettermäßig gar nicht so anfühlt. Es regnet und der Tag ist nebelig trüb. Doch das Lichtlein im Herzen brennt.


Einen schönen zweiten Advent, ihr Lieben.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

06.12.2009 13:03
#9 RE: Advent antworten



Die Geschichte über St. Nikolaus


In der reichen Stadt Patara lebte vor langer, langer Zeit ein Knabe, dessen Name war Nikolaus. Vater und Mutter starben leider an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Die Eltern hinterließen ihm großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Ländereien, Schlösser und Paläste. Auch Pferde, Schafe, Esel und andere Tiere besaß er. Doch er war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Seine Angestellten wollten ihn aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit ihm auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.

Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen. Auch die Tiere spürten, dass er traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde, wollte er sich schlafen legen. Da stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Eine davon ergriff er und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag vor seiner Tür und wollte nur Brotsamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten sie ihm nicht. Es geschah, dass der Arme starb. Er wurde von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen".

Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte Nikolaus. Ich bin schön gekleidet und lebe im Überfluss. Die Bettler draußen beim Stadttor habe ich vergessen. Morgen will ich früh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich er sich zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie ihn erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine. Eilig löste er die schwere Goldkette vom Hals, zog den Ring vom Finger und gab es ihnen. Er schlüpfte aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte alles. Glücklich ging er nach Hause. Er war wieder fröhlich.

Nikolaus ließ auf seine Kleider Taschen aufnähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles. Mit 12 Jahren wurde Nikolaus weit weg in die Schule gebracht. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.

Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große Not. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.

Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. Ich bin Nikolaus ein Diener Christi, antwortete er. Da führte man ihn ins Gotteshaus und ernannte ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, stand sein alter, grauer Esel vor der Tür. Von da an wurde er sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe. In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.

An seinem Geburtstag kleidete er sich jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der war gefüllt mit Äpfel, Nüssen, Mandarinen und Honigkuchen. Er schritt durch die Strassen und verteilte die Gaben und machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Und als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, dass er sich von den Kindern trennen sollte.

Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352.
Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.



_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

11.12.2009 17:20
#10 RE: Advent antworten

Diese Geschichte hatten wir hier schon vor zwei Jahren - von Lady gepostet.
Ich liebe sie, kann sie jedes Jahr aufs Neue lesen.

Apfent
Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine. Aber die ist mit Beleuchtung. Und man schreibt sie mit K.!

Drei Wochen bevor das Chrischtkindl kommt, stellt der Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen. Viele Krippen sind dodal langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords dolle Figuren drin. Ich habe einmal den Josef und das Chrischtkindl auf unseren Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben. Aber es war ihnen zu heiß.

Das Chrischtkindl ist ganz schwarz g'wordn und den Josef hat's in lauter Drümmer zerrissn. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig g'flogn und das war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, daß nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind in der Krippe herumsteht, schaut es nicht so gut aus. Aber ich habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielkiste und der Josef ist jetzt der Donald Duck. Als Chrischtkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, daß er in der Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Chrischtkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Chrischtkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin noch ein Chrischtkindl. Hinter dem Chrischtkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Brontosaurier hab ich hingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir allein zu langweilig.

Links neben dem Stall kommen gerade die Heiligen Drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dann dodal hin. Jetzt haben wir nur noch Zwei Heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz. Eigentlich wollte ich ja Vier Heilige Drei Könige, doch der Spiderman muß ja im Stall auf die deppperten Schafe aufpassn, weil der alte Schäfer hat's auch nicht mehr gemacht und is kapuddgegangen. Normal haben die Heiligen Könige einen Haufen Zeug für's Chrischtkindl dabei, nähmlich Gold, Weirauch und Pürree. Von den unseren hat einer anstadd Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzd auch schön.Der andre hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weirauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Chrischtkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

Hinter den Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut, weil er ja nicht stehen kann und mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt.Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäbbchen hingestellt. Es hat eine Pizza und drei Weißbier für die Oma dabei und reißt gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum luurt hinter dem Baum ein Bommel als Ersatzwolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll.

Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mir ein schönes Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so:

"Apfent, Apfent, der Bärwurz (Schnapps) brennt.
Erst trinkst oan,dann zwoa,na drei und vier,
dann hauts di mit dem Hirn an'd Tür."

Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

Im Apfent wird auch gebastld. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind und das Chrischtkindl hängt sie später an den Chrischtbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub is dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hineinschnauft.

Einmal habe ich vorher in den Goldstaub Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuss darin gewälzd hat, tat er einen Nieserer, daß es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuss nicht.

Die Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwieder und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, daß bei dem Goldstaub irgendwas nicht stimmt und die Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamd ein lustiger Apfentsabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens eine Puppe oder sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen drauf und zum Schluss schreibe ich dem Chrischtkindl, es soll einfach soviel kaufen, bis das Geld ausgeht.

Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheid und irgendwann bringt das Chrischtkindl gar nix mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer was gekriegt. Und wenn ich groß bin und Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber was und bin überhaupd nicht mehr bescheiden. Dann kann sich das Chrischtkindl von mir aus ärgern, bis es schwarz ist, aber das ist es ja eh schon, aber dann ist es mir wurscht.

Bis man schaut, ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nix mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat.

Aber eines is gewiess:

Der Apfent kommt immer wieder!

_______________

Liebe Grüße
Majka

Morgaine999 Offline




Beiträge: 554

12.12.2009 23:51
#11 RE: Advent antworten

Dies wurde mir am 1. Advent gegeben:

Ich grüße euch
ihr Lieben

das Lichtlein vor euch zum 1. Advent
berührt euer Herz

auch dort geht das Licht nun an
und zeigt euch
was ihr noch fort räumen könnt
an nicht zugelassenen Gefühlen
so seht
wie die Dunkelheit flieht.

nehmt euch die Zeit
jeden Abend
und lasst Frieden
einkehren
in euer Herz.

und dann kann das zweite Licht
gezündet werden
und es zeigt euch auf
wie klein ihr euch machtet
durch Angst.

nehmt euch die Zeit
jeden Abend dann
und es zeigt euch eure wahre Größe
die Macht die ihr nutzen könnt
so dass ihr fortan
an euch glauben könnt.

Und dann erleuchtet die dritte Kerze
euer Herz
und zeigt euch
wo ihr euch selbst
nicht geliebt habt.

nehmt euch die Zeit
jeden Abend dann
und erlöst euch
und seid einfach
Liebe.

Wenn ihr die letzte der vier Kerzen anzündet
in eurem Herzen,
dann ihr seht wie die Dunkelheit
gewichen ist
dann gebt
auch anderen
Hoffnung!

Seid heilendes Licht

Sananda

Majka Offline




Beiträge: 8.773

13.12.2009 16:39
#12 RE: Advent antworten

Liebe Morgain, das ist so ein schöner Text! Vielen Dank fürs Posten!
... und heute zünde ich das dritte Licht an und lass mir zeigen, wo ich mich noch nicht geliebt habe.

Euch allen eine wunderschöne dritte Adventswoche!

_______________

Liebe Grüße
Majka

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

13.12.2009 16:47
#13 RE: Advent antworten

Das ist wirklich ein sehr schöner Text. Vielen Dank dafür!

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

17.12.2009 09:20
#14 RE: Advent antworten

A netts Gedichtla in fränkischer Mundart.

Die Christbaumspitz - Fränkische Mundart
(a Gschicht vo daham)


Dös is fei wahr und is ka Witz
Die G'schicht fo unsrä Christbaumspitz.
Dös war a schene Spitz jawull
Fo auß'n silbri und inna hull
Drum hot mei Frau g'sagt "Gouder Fritz
Gib mä fei obacht auf die Christbaumspitz!"

Und i hob grod den christbam putzt
Und hät mi werkli bold dahutzt
Und wals pressiert hot do drum eben
Lang i mit meiner Händ' danebn.
Der Mensch macht monchmal sella Schnitz - Am Bud'n liegt die Christbaumspitz.

Die Frau die wor grad net zur Stell
Drum hob i denkt, et's handelst schnell
Die Hinterseid'n war lädiert
Drum hob is g'scheit mit Leim o'gschmiert
Hob's wieder naufpappt auf ihr'n Sitz
Gleich hie am Bam die Christbaumspitz.
Wer's g'wußt hätt, der hätt's deutli g'sehn,
doch i hob gonix g'sacht desweng.

Doch bei der B'scherung - des war dumm
Mir stena under'm Christbaum rum
Und weii mei Frau singt"Einsam wacht",
dou hat's auf amal komisch kracht.
I merk, weii i ganz plötzli schwitz,
am Bod'n liegt die Christbaumspitz.

I hob blous mit die Achseln zuckt
Und hob an maner Krawatt'n krukt
Und hob g'sagt
"Dou is schould blous dei unheimlich Singerei,
die kräftig Tön, die ham's zahout,
Warum bläckst'n immer a su laut?
Du schnulzt ja viel zu viel Lakritz,
siegst, et's is hie, die Christbaumspitz".

In Werglikeit is anders g'west,
der Leim der hat sie langsam g'lest
und hat halt nimmer a su pappt,
drum hot die Spitz sich g'lockert g'habt
und schuld dro war die Aff'nhitz
und i mit meiner Christbaumspitz.

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

19.12.2009 18:36
#15 RE: Advent antworten

Noch was zum Schmunzeln. Ein Text von Stenkelfeld: "Weihnachten im Oktober"

Montag, 7. Oktober

Schönster Altweibersommer. Noch einmal sich Menschen in T-Shirt und Sandalen in den Straßencafes und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Innenstadt. Dann plötzlich um 10.47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "5 Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich." Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert SK-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

15:07 Uhr

Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert nunmehr mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.

16:02 Uhr

Die Filialen von Penny und Ihrkauf bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber auf Grund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 10. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

Dienstag, 8. Oktober, 7:30 Uhr

Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während 2 Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachstwünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleißenden Schein von 260000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschaun, immerhin haben jetzt auch Spar, Coop und SK den Ernst der Lage erkannt.

Mittwoch, 9. Oktober, 9:00 Uhr

Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

9:12 Uhr

SK kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.

10:05 Uhr

Bei Ihrkauf verirren sich dutzende von Kunden in einem Wald von Weihnachtsbäumen.

12:00 Uhr

Neue Dienstanweisung bei Coop. An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein 'Frohes Fest' gewünscht. Der Spar-Markt kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an.

Donnerstag, 10. Oktober, 7:00 Uhr

Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

8:00 Uhr

In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark: "Weihnachten bis zum Äußersten" und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD 'Weihnachten mit Mireille Matthieu' über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

Freitag, 11. Oktober, 8:00 Uhr

Anwohner der Ladenstraße versuchen mit Hilfe einer einsweiligen Verfügung, die nun auch vom Spar-Markt angedrohte Musikoffensive 'Heilig Abend mit den Flippers' zu stoppen.

9:14 Uhr

Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor 'Adveniat', der gerade vor Karstadt zum großen Weihnachtsovatorium ansetzen wollte.

9:30 Uhr

Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.

Sonnabend, 12. Oktober

Die Fronten verhärten sich. Die Strategien werden zunehmend aggressiver.

10:37 Uhr

Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Coop-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.

12:00 Uhr

Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Coop die Fußgängerzone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst.

14:30 Uhr

Teile der Innenstadt sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen. Menschen wie du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.

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