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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Wohnstube
Majka Offline




Beiträge: 8.785

17.01.2010 22:42
Grundeinkommen antworten

Hallo, ihr Lieben,
schon öfters habe ich in verschiedenen Rundmails über das Thema Grundeinkommen gelesen - finde die Idee eigentlich gut, nur kann ich mir nicht vorstellen, wie es finanziert werden soll. Vielleicht weiß ich nur zu wenig über die Materie.

Das Thema wird in den Eso-Kreisen viel diskutiert und jetzt soll es auch im Fernsehen vorgestellt werden. Ich werde mir die Sendung auf jeden Fall anschauen.

*********

Extra 3
Geld für alle!

Mittwoch, 20. Januar, 23.30 Uhr im Ersten

Gibt es eine bessere Welt?


US-Städte verwahrlost, Dubai pleite, Spekulanten im Gold- und Zinsrausch, Unternehmer in der Kreditklemme. Die deutsche Kanzlerin ist sauer auf ihre Banker, der Bundespräsident besorgt. Die "Bad Boys" agieren - die "Bad Banks" reagieren.

Was hat sich seit der globalen Finanzkrise eigentlich geändert - außer, dass die Staaten unglaublich viel ärmer geworden sind und die Schaffenden um ihre Jobs bangen? Warum scheinen alle nationalen und internationalen Regeln nicht zu greifen? Die Experten streiten über Folgen der Finanzkrise und über neue Chancen. Die Politiker laborieren an den Symptomen.

Frage nur: Ist unser Finanzsystem im Kern überhaupt "gut und funktional"? Gehen wir mit unserem Geld richtig um? Und taugen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeit" noch als praktische Symbole für den Weg in eine bessere Welt?

Die beiden ARD-Reporter und -Präsentatoren Tobias Schlegl und York Pijahn machen sich auf die Suche nach Alternativen. Gibt es realistische Möglichkeiten, den Zyklus der Krisen zu mildern, gar zu sprengen?

Dabei treffen sie zum Beispiel Götz Werner. Der Unternehmer formte eine milliardenschwere Drogeriemarktkette und vertritt heute vehement das "Bedingungslose Grundeinkommen": "1.500 Euro für jeden ohne Einschränkungen von der Geburt bis zum Tod, denn heute leisten Maschinen so viel, dass jeder am Leben teilnehmen kann." Vision, Illusion, Spinnerei? Wohl kaum: Unter Titeln wie "Grundeinkommen", "Grundsicherung" oder "Bürgergeld" vereinen sich Politiker der Linken und SPD ebenso wie Vertreter der CDU und FDP. Und Finanzexperten haben nachgerechnet: Das Modell ist finanzierbar.

Schlegl und Pijahn besuchen auch Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von neuen, ergänzenden Währungen wie dem "Chiemgauer" und dem "Sterntaler" in Bayern. Diese "andere Währung" soll nicht nur die regionale Wirtschaft fördern, sie soll auch einen gesellschaftlichen und sozialen Beitrag leisten. Wie sieht das in der Praxis aus? Und was bringen solche Währungen tatsächlich? Der frühere belgische Zentralbanker und Hedge-Fonds-Gründer Bernard Lietaer hält nur noch eine Währung für zukunftsfördernd, die allein die Produktion und den Konsum fördert und regelt. Beispiele gefällig? Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 schafften viele deutsche und österreichische Gemeinden neuen Wohlstand durch die Einführung einer "zweiten Währung". Und ohne eine Pflegewährung wäre die japanische Altersversorgung wohl schon lange zusammengebrochen.

Deshalb suchen und finden Tobias Schlegl und York Pijahn Antworten auf ihre Fragen nicht nur in Deutschland. Sie setzen sich mit anderen, existierenden Konzepten in Ländern wie Kuba oder den Vereinigten Arabischen Emiraten auseinander.

York Pijahn reiste nach Dubai, weil in der islamischen Welt das Konzept des "islamischen Geldwesens" immer populärer wird. Hierbei darf das Geld nicht für riskante und oft zweifelhafte Spekulationen benutzt werden. Die Investitionen müssen nachvollziehbar sein. Alle Partner sollen gemeinsam von ihnen profitieren. Zinslose Finanzierung: Beim "islamischen Geldanlegen" werden ethische Prinzipien vor den Profit gestellt, ein Prinzip, das einst auch im Christentum galt.
Tobias Schlegl reiste nach Havanna. Dort wollte er erfahren, was die Regierung nach dem Ende des Sozialismus in der "alten Welt" gelernt hat. Eine neue Wirtschaftspolitik versucht die selbstständigen Bauern zu fördern und Eigeninitiative zu unterstützen. Oswaldo Martinez, der Vorsitzende des Wirtschaftsauschusses im kubanischen Parlament, gibt Auskunft über die neue Politik. Anhand selbstständiger Bauern in Bayeros zeigt der Film die Auswirkungen. Ein alter, neuer "dritter Weg" zwischen Sozialismus und Kapitalismus? Auch andere Länder in Lateinamerika denken an einen "Aufbruch".

Die Dokumentation "Geld für alle! Gibt es eine bessere Welt?" zeigt unkonventionelle Ideen und praktizierte Modelle zur Krisenabwehr - jenseits der aktuellen Diskussion über Bankenaufsicht, Bonuszahlungen und transparente Finanzprodukte.

Ein Film von Ulrich Stein und Christian Gramstadt

Wiederholungen:

21.01, 00.30 Uhr, das Erste

23.01, 19.02 Uhr, EinsExtra

24.01, 04.10 Uhr, EinsExtra

_______________

Liebe Grüße
Majka

Renate Offline




Beiträge: 931

23.01.2010 23:40
#2 RE: Grundeinkommen antworten

Liebe Majka,

zum Thema Geld, bessere Welt, usw. fällt mir folgendes ein:
Ich meine einfach es ist eine Zeit in der das Finanzsystem kracht, weil alles fast nur noch auf Geld und immer mehr ausgerichtet ist.
Andere WErte sind oft in den Hintergrund getreten, die aber wichtig wären. Ganz viele Leuten richten ihr Augenmerk nur noch darauf
wie sie schnell sehr reich werden können ohne Rücksicht auf Verluste. Dazu zählen die Manager die spekulieren und Leute entlassen
um die Aktien noch höher zu treiben wenn sie Personalkosten sparen, genauso wie die Verbrecher die andere ausrauben oder sogar töten
nur um an Geld zu kommen. Es gibt natürlich noch viel mehr Beispiele.
Ich meine einfach es muss jetzt krachen, damit wieder andere Werte in den Vordergrund treten. In einem Seminar hörte ich mal, alles
was nicht stimmig ist mehr wird untergehen mit der Zeit. Ein System das nicht mehr stimmt muss eskalieren bevor es zusammen kracht.
Vielleicht ist es einfach als Chance zu sehen, anders zu denken, andere Dinge wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.

Der zweite Aspekt ist aber auch, dass es nicht die Natur des Menschen ist sich mit dem zufrieden zu geben was alle anderen auch haben.
Sosnt hätte ja auch der Komunismus funktioniert. Da sollten ja alle gleich sein, aber es gab immer welche die gleicher sein wollten und
und die wird es immer geben.

Ich meine einfach man braucht nicht eine extra-Währung um das zu regeln, sondern es ist wichtig mit sich selbst ins Reine zu kommen.
Ich denke wer mit sich im Reinen ist, in sich ruht und mit sich zufrieden ist, der braucht auch nicht soviel. Ich kenne Menschen, die
früher gerne viel Geld ausgegeben haben, und als sich ihre Werte geändert haben, sie mehr das lebten was sie leben wollten, kamen sie
auch mit weniger aus weil die Frustkäufe weg gefallen sind. Dann braucht man auch weniger Geld.

Dennoch ich weiß nicht ob sich wirklich mal was ändern wird. Irgendwie regiert Geld die Welt schon immer. Sah mal eine Sendung über
frühere Zeiten. Da gab es die sogenannten Schuldsteine. D.h. wenn ein Reicher jemand umgebracht hat dann stiftete er so einen Stein
und kam davon. Ein Armer der das Geld nicht hatte so einen Stein zu stifen, wurde zum Tode verurteilt. Nur ein Beispiel von vielen.

Ich denke es wird sich was bessern durch die derzeitige Eskalation und die weltweite Wirtschaftskrise und ich hoffe es werden andere
Werte wieder wichtiger sein als Erfolg, Geld, Karriere, Skrupellosigkeit, aber ich denke ganz werden sich die Menschen niemals ändern.
Vielleicht ist es aber auch eine Lernaufgabe für den Planeten Erde, die man annehmen sollte?

Renate

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