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Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

23.08.2010 21:20
Buchtipp: "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer antworten

Vorweg, ich habe dieses Buch noch nicht gelesen, will es mir aber zulegen.



ISBN: 3462040448

Das Buch ist von einem US-Bestseller-Autor und literarischem "Wunderkind".
Als er mit seiner Frau sein erstes Kind bekam, wollte er wissen, wo das Fleisch eigentlich herkommt und ob man es unbedenklich essen kann.
Er ist heute Vegetarier.

Zitat: "Ich liebe Steaks. Aber meine Liebe hat Grenzen."

Hier ein Text-Auszug von Stern.de

Geburt seines Sohnes brachte Foer zum Nachdenken

Vegetarische Phasen hatte der 33-Jährige immer wieder einmal. Sein Vater pflegte deshalb oft zu fragen, ob es "irgendwelche kulinarischen Einschränkungen" gebe, wenn er seinen Sohn zum Essen erwartete. Doch erst mit der Geburt seines Sohnes spürte der Schriftsteller die Verantwortung für die richtige Ernährung. Zudem hatte der Autor durch den zugelaufenen Vierbeiner George seine Tierscheu überwunden. Foer begann, all das zu recherchieren, was mit dem Verspeisen von Tieren zusammenhängt. Nach drei Jahren Vorarbeit hatte er mehr als genügend Material, um sein bunt zusammengewürfeltes Buch aus biografischen Anekdoten, Berichten von Biobauern und Mitarbeitern aus Großschlachtereien, aus unbeantworteten Briefen an Lebensmittelkonzerne, Reportagen von seinen Undercover-Einbrüchen in Geflügelfarmen und einer Fülle statistischer Fakten zu schreiben.

Er ruft in Erinnerung, dass 99,9 Prozent der Masthühner, 95 Prozent der Schweine und 78 Prozent der Rinder aus Intensivhaltung stammen. Er schreibt, dass fast ein Drittel der Landoberfläche dieses Planeten für Viehzucht genutzt werden, und dass die landwirtschaftliche Nutztierhaltung erheblich mehr zur globalen Erwärmung beiträgt als alle Autos dieser Welt. Und er weist darauf hin, dass allein für die Ernährung eines einzigen Amerikaners rund 21.000 Tiere sterben müssen.

Foer belässt es nicht bei den abstrakten Zahlen. Bewusst appelliert er auch an die Gefühle seiner Leser. Bei der Schilderung der Tötung von Tieren aus Massentierhaltung lässt er nicht das kleinste grausame Detail aus. Er warnt vor dem Entstehen resistenter Erreger durch die Beifütterung mit Antibiotika, vor mutierten Viren, die in kranken Nutztieren ihre ideale Brutstätte finden, und vor den gnadenlosen Raubzügen in den Meeren, die für ihn einem Vernichtungskrieg gleichkommen.

Sich vegetarisch, oder wenigstens bewusst zu ernähren, darin sieht der US-Autor vor allem Verantwortungsbewusstsein für die Erde: "Es gibt keinen guten Weg, um sechs Milliarden Menschen mit 50 Milliarden Tieren zu ernähren. Also müssen wir es lassen." Damit macht er sich zum Fürsprecher einer "neuen Generation guter Menschen" ("Spiegel", die auch in Deutschland wächst. "Ich vermute, dass Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was sie essen, sich auch Gedanken über andere Sachen machen", erklärte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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