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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Rätselhafte Phänomene
Majka Offline




Beiträge: 8.781

04.10.2010 22:33
Stonehenge antworten

Die Theorien und Hypothesen, was Stonehenge in der Geschichte Englands bedeutete, sind sehr unterschiedlich. Viele haben jedoch einiges gemeinsam: es war wohl ein Ritualplatz und wohl auch ein Wissenszentrum, eine bronzenzeitliche "Sternwarte", ein Observatorium. Die neuesten archäologischen Entdeckungen deuten darauf hin, dass Stonehenge nicht nur für die Kelten von Bedeutung war, sondern offensichtlich auch im "Ausland" bekannt war.
Darüber berichtet ein Artikel bei www.grenzwissenschaft-aktuell.de.


"Junge von Stonehenge" stammte vom Mittelmeer

London/ England - 2005 entdeckten Archäologen in einem Grab, rund fünf Kilometer vom Stonehenge entfernt, die 3.500 Jahre alten sterblichen Überreste eines Jugendlichen. Eine aktuelle Analyse belegt nun, dass der Junge jedoch nicht aus England stammt, sondern am Mittelmeer aufwuchs.

Neben dem Skelett fanden die Archäologen im Grab des Teenagers 90 Bernsteinperlen, die einst zu einer Kette zusammengefasst waren. Der Ort des Grabes und die Grabbeigabe deuten auf eine sozial hochgestellte Position des Jungen hin.

Anhand chemischer Analysen unterschiedlicher Formen von Sauerstoff und Strontium, wie sie im Trinkwasser und lokalem Gestein vorkommen und sich im Zahnschmelz finden, der sich in den Kinder- und Jugendjahren bildet, glauben die Forscher um Professor Jane Evans von der "British Geological Survey" (BGS) sagen zu können, dass der bronzezeitliche "Junge mit der Bernsteinkette" am Mittelmeer aufwuchs.

Auch die Beigabe in Form der Bernsteinkette deute auf die Interpretation der sozialen Stellung des Jungen hin, da diese keine gewöhnliche Grabbeigabe darstelle, bestätigt auch Dr. Andrew Fitzpatrick von der "Wessex Archaeology" gegenüber der BBC. Die Archäologen glauben, dass der Bernstein von der Ostsee stammt.

Bereits zuvor hatten Zahnschmelzanalysen des sogenannten "Bogenschützen von Stonehenge" gezeigt, dass dieser einst in der deutschen Alpenregion aufgewachsen war. Gemeinsam mit den aktuellen Untersuchungen festigt sich somit die Vorstellung der Archäologen von Stonehenge als einem europäischen Pilgerzentrum.
Warum die Menschen der Bronzezeit die weiten Reisen ins südwestliche England auf sich genommen haben, wissen die Forscher noch nicht genau.

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Vielleicht waren die Menschen der Bronzezeit reiselustiger und beweglicher, als in unseren Schulbüchern gelehrt wird. Reiselust und "Fremdenverkehr" sind offensichtlich keine Erfindung der Neuzeit.

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

02.09.2011 15:07
#2 RE: Stonehenge antworten

Archäologen finden Grabkammer im Stonehenge-Steinbruch

Carn Menyn/ Wales - Im Steinbruch von Carn Menyn in den Preseli-Bergen in Wales, aus dem die sogenannten Blausteine für den Bau der ersten Phase des imposanten Steinkreises von Stonehenge stammen, haben Archäologen eine bislang unbekannte Grabkammer entdeckt.

Von nun geplanten Radiokarbondatierungen (C14) erhoffen sich die Archäologen weitere Belege für eine Verbindung zwischen dem Steinbruch und Stonehenge. Im Innern der einstigen Grabkammer, die sich ganz in der Nähe eines bereits bekannten Gangrabes befindet, fanden die Forscher neben organischem Material auch zwei ehemals aufrecht stehende Steine. Auch sie stellen einen direkten Bezug zur Architektur von Stonehenge auf, deren erste Bauphase ebenfalls Paare von Blausteinen beinhaltete.

Lange Zeit galt die Theorie, dass die Stonehenge-Blausteine aus dem rund 240 Kilometer entfernten Steinbruch in den Preseli-Bergen stammen als gesichert. Seit einigen Jahren jedoch spekulieren einige Archäologen auch über eine alternative Theorie, wonach die Steine auch von einem etwa näher gelegenen Ort an der Westküste England stammen könnten. Der neue Fund scheint nun jedoch erneut die alte Theorie der Preseli-Berge als Ursprung der Blausteine von Stonehenge zu bestätigen.

Archäologen vermuten, dass die zahlreiche Quellen, die sich ebenfalls rund um den walisischen Steinbruch befinden, für rituelle Heilungen genutzt wurden und auch der Grund dafür waren, weshalb es trotz auch in der Heimatgrafschaft von Stonehenge, Wiltshire, vorhandener Steine, gerade die Blausteine aus Wales zum Bau der ersten Bauphase von Stonehenge verwendet wurden.

Die Archäologen gehen bislang davon aus, dass es sich bei dem neu entdeckten Grab wahrscheinlich um das einer wichtigen und hochgestellten Persönlichkeit handelt, die möglicherweise für den Transport der Steine verantwortlich war, berichtete die BBC.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

16.12.2011 16:03
#3 RE: Stonehenge antworten

Sonnenkult: Archäologen lüften Geheimnisse um Stonehenge

Birmingham/ England - Archäologen haben auf dem Areal rund um den imposanten Steinkreises von Stonehenge in der südenglischen Grafschaft Wiltshire zwei große Gruben entdeckt, die gemeinsam mit dem heute noch sichtbaren Steinkreis am Firmament ausgerichtet sind. Die neuen Funde deuten daraufhin, dass die Anlage schon lange Zeit vor der Errichtung der ersten Steine nach der Sonne ausgerichtet und wahrscheinlich zur Bestimmung jahreszeitlicher Feste genutzt wurde.

Positioniert innerhalb des sogenannten Stonehenge-Cursus, ein sich über fast drei Kilometer hinweg lang gestrecktes und einst von Wällen eingefasstes Erdwerk in der Nähe der Steine, sind die beiden Gruben auf den Sonnenaufgangspunkt zur Sommer-Sonnenwende (Mittsommer) über dem sogenannten Heel Stone, einem markanten Stein außerhalb des Eingangs zu Steinkreis selbst, ausgerichtet.

Für die Archäologen des internationalen Teams um Professor Vince Gaffney von der "University of Birmingham" und dem Wiener "Ludwig Boltzmann Institute for Archaeological Prospection and Virtual Archaeology" stellen die Funde erstmals einen direkten Bezug zu Ritualen und der Beobachtung von Himmelsphänomenen dar, wie sie wahrscheinlich auf dem Stonehenge-Areal einst praktiziert wurden.

Neben den Gruben haben die Forscher auch zwei bislang unbekannte Öffnungen im Wall des Stonehenge-Cursus entdeckt, die sie für mögliche Ein- und Ausgänge halten, durch die Prozessionen innerhalb des fast 100 Meter breiten Cursus die Anlage betreten und verlassen haben könnten.

"Das ist das erste Mal, dass wir derartiges in Stonehenge gefunden haben und es ermöglicht uns einen sehr viel komplexeren Blick auf die Rituale, die möglicherweise innerhalb des Cursus und in der umgebenden Landschaft praktiziert wurden. Die Funde legen zudem nahe, dass - obwohl Stonehenge selbst zweifelsohne das wichtigste Monument der Anlage darstellte - der Steinkreis nicht der einzige oder wichtigste Ort ritueller Handlungen und Vorstellungen gewesen war. Wahrscheinlich war das gesamte Areal schon zu deutlich früheren Zeiten als bislang gedacht eine wichtige heilige Stätte", so Gaffney.

In der gesamten Umgebung um den Steinkreis finden sich zahlreiche weitere Anlagen, darunter Hügelgräber, aber auch das nicht weit entfernte "Woodhenge", eine Kreisanlage, die einst mit Holzpfählen markiert und möglicherweise überdacht war, sowie mögliche Prozessionswege, die auch den Fluss Avon miteinbezogen. Die Ergebnisse der neuen Ergründung des Stonehenge-Areals sollen nun dabei helfen, eine neue Sicht auf die einstigen Aktivitäten und somit ach die Verbindung der damaligen Gesellschaften mit der Umwelt ermöglichen. Aufgrund der neuen Entdeckungen vermuten die Forscher, dass der Cursus der Zeremonialplatz für Prozessionen zur Feier des längsten Tages im Jahr darstellte.

Schon zuvor hatten Archäologen erkannt, dass Stonehenge selbst auch zur Beobachtung astronomischer Phänomene errichtet und verwendet wurde, wie sie den Jahresablauf der landwirtschaftlich geprägten Gesellschaften bestimmten.

"Unsere neuen Funde bestätigen die Vorstellung, dass alle Anlagen auf dem Stonehenge-Areal mit den Ritualen, wie sie im Steinkreis selbst durchgeführt wurden, abgestimmt waren. Prozessionen innerhalb des Cursus könnten sich bei Sonnenaufgang am längsten Tag des Jahres von der östlichen Grube Richtung Westen bewegt haben, um - dem Weg der Sonne folgend - bei Sonnenuntergang die westliche Grube zu erreichen. Beobachter der Zeremonie könnten diese von 'Heel Stone' aus verfolgt haben, anhand dessen die beiden Gruben ausgerichtet waren", vermutete Gaffner. Möglicherweise waren die Gruben selbst mit stehenden Steinen, Pfählen oder gewaltigen Feuern markiert.

"Vermisst man die Wegstrecke zwischen den beiden Gruben, so könnte eine solche Prozession genau gen Mittag die Hälfte des Cursus durchschritten haben. Zu dieser Zeit hätte die Sonne dann direkt über dem Steinkreis gestanden", erläutert auch der Archäologe Dr. Henry Chapman. "Das ist mehr als nur ein Zufall und belegt dass die Länge des Cursus und die Position der beiden Gruben (mit dem Steinkreis abgestimmt) und von großer Bedeutung waren."

Während der Stonehenge-Steinkreis selbst in der späteren neolithischen Periode und zur Bronzezeit sicherlich das wichtigste Monument in der Landschaft war, war er jedoch von zahlreichen heiligen Orten und Bauten umgeben, die zur Zeit der Errichtung der ersten Steine bereits alt waren.

Ein weiterer Fund des Teams der britischen und österreichischen Archäologen ist eine hufeisenförmige Anordnung von Pfahllöchern, nordöstlich des Steinkreises. Gemeinsam mit einem weiteren Henge-ähnlichen Monument, das erst vor einem Jahr entdeckt wurde (...wir berichteten) und einer Reihe weitere kleinere Monumente, könnte diese Anlage als Schreine gedient haben, wie sie von Besuchern des kultischen Zentrums genutzt wurden.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




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05.08.2012 18:32
#4 RE: Stonehenge antworten

Mit dem Besuch von Stonehenge hat sich mein langjähriger Traum erfüllt.
Die Steine, eigentlich der gesamte Ort wirkte auf mich sehr kraftvoll, rein und leicht.
Die Engländer nennen die Steine "Blue Stones", womit sie andeuten wollen, dass sie "fremd" sind. Das ganze Monument ist umzäunt, so dass man sie in etwa 10 Meter Entfernung betrachten kann. Ich fand es eigentlich sehr angenehm, denn so können die Blausteine in ihrer ganzen Kraft und Gesamtheit wirken.
Innerlich war ich tief gerührt, es kamen etliche Bilder hoch, die mit irgendwelchen Kultfeierlichkeiten zu tun hatten. Es war als ob ich dort schon mal gelebt hätte, die Steine wirkten auf mich sehr vertraut - es war wie eine Rückkehr nach vielen vielen Jahren...

Auf den Steinen hockten mehrere Krähenvögel, meiner Meinung nach waren es Dohlen. Es war als ob sie eine Verbindung zwischen den Dimensionen, der materiellen und der feinstofflichen, die an diesem Ort stattfindet, verdeutlichen wollten.

Leider hat meine Kamera an dem Tag den Dienst versagt - also musste das Handy her. "Komischerweise" habe ich die Fotos auf sehr klein eingestellt, wie ihr sehen könnt. In zwei Wochen bekomme ich die Bilder, die mein Sohn gemacht hat, diese da sind also nur eine kleine Kostprobe.

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Liebe Grüße
Majka

Angefügte Bilder:
SP_A0132.jpg   SP_A0133.jpg   SP_A0135.jpg   SP_A0134.jpg   SP_A0136.jpg   SP_A0137.jpg   SP_A0139.jpg   SP_A0140.jpg   SP_A0138.jpg  
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Majka Offline




Beiträge: 8.781

10.09.2013 16:56
#5 RE: Stonehenge antworten

In diesen Tagen erschien in The Guardian ein Artikel über die neuesten Entdeckungen bei archäologischen Untersuchungen in Stonehenge.
Die Gesellschaft "English Heritage", die dieses Denkmal verwaltet, hat darüber informiert, dass ein fehlendes "Puzzle-Stück" gefunden wurde, warum Stonehenge auf Sonnenwende ausgerichtet sei. Die ganze Landschaft - so die Entdeckungen - ist nämlich auf durch Gletscher auf die Sonnenwendachse ausgerichtet, daher wäre es nur natürlich, dass es auch für Stonehenge so kam, alles nur "Zufall", behaupten die Archäologen, keinesfalls gewollt - also kein Sonnentempel oder Observatorium oder etwas in der Art.
Diese Sonnenwendachse soll das Besondere sein, was die Urzeitmenschen gesehen haben und weshalb sie dort das Monument erbaut haben - eine Verbindung zwischen Himmel und Erde.

Eine - für mich persönlich erfreuliche Info - kam hinzu: Die Bundesstraße, die an Stonenehenge direkt vorbei führt und eine Unterbrechung zu der "Avenue" - der Prozessionsstraße - unterbricht, soll begrünt werden und die Anbindung des Steinmonuments an die Umgebung wiederhergestellt werden. Dabei soll ein neues Besucherzentrum etwa 2 km weiter errichtet werden. Das würde bedeuten, dass die Besucher auch wie in einer Prozession zum Stonehenge erst zu Fuß kommen müssten, wie seinerzeit über die Prozessionsstraße - eine tolle Idee.

Ein kurzer Artikel dazu gibts bei grenzwissenschaft-aktuell.
Hier ist der Originalartikel bei The Guardian: Stonehenge was built on solstice axis, dig confirms

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

10.09.2014 18:43
#6 RE: Stonehenge antworten

Nach den neuesten Meldungen haben Archäologen in der Umgebung von Stonehenge insgesamt 17 bisher unbekannte Bauwerke entdeckt. Diese neuesten Entdeckungen sollen in eine Dokumentation von BBC "Operation Stonehenge: What Lies Beneath", an der auch ZDF und ORF beteiligt sind, einfließen, die über die 11.000 Jahre langen Geschichte von Stonehenge erzählt.
Der ganze Artikel ist bei grenzwissenschaft-aktuell zu finden.

Da freu ich mich schon darauf.

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Liebe Grüße
Majka

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