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Majka Offline




Beiträge: 8.781

09.10.2010 23:18
Kommunikation der Delfine antworten

Unterschiedliche Delfinarten suchen gemeinsame Sprache

San Juan/ Costa Rica - Begegnen sich zwei unterschiedliche Delfinarten, so bemühen sich die Tiere darum, eine gemeinsame Sprache zu finden. Diese erstaunliche Beobachtung haben Wissenschaftler aktuell vor der Küste Costa Rica gemacht.

Im Gandoca-Manzanillo Wildpark an der südlichen Karibikküste Costa Ricas kommt es oft vor, dass sich sogenannte Große Tümmler und die mit diesen nur entfernt verwandten Sotalia-Delfine begegnen und sich regelrecht untereinander sozialisieren.

Obwohl beide Arten eigentlich gänzlich unterschiedliche Töne von sich geben, beginnen sie bei diesen Begegnungen, bei welchen es oft auch zu Treibjagden der Tümmler auf die Sotalia kommt, ihren Gesang zu verändern und einander anzugleichen. Für die Forscher legt diese erstaunliche Beobachtung die Vermutung nahe, dass es hier zu einer direkten Kommunikation zwischen den beiden Arten kommt.

"Es würde mich nicht verwundern, wenn die Tiere ihre Signale derart modifizieren können, um so sogar miteinander zu kommunizieren", zeigt sich die Biologin Dr. Laura May-Collado von der "University of Puerto Rico" gegenüber der BBC überzeugt und hat ihre Vorabergebnisse im Fachjournal "Ethology" veröffentlicht.

Bislang verstehen die Forscher noch nicht vollständig, was zwischen den beiden Delfinarten vor sich geht, aber es könnte sich um den ersten Nachweis dafür handeln, dass auch Tiere ihre Kommunikationsweise anpassen, wenn sie auf eine andere Art treffen.

Da die Beobachtung bislang lediglich anhand von Aufnahmen von Delfingruppen zustande kam und nicht die Töne einzelner Individuen erfasst und analysiert wurden, können die Forscher noch nicht genau sagen, ob die beiden Arten tatsächlich miteinander kommunizieren. Auch konnte bislang noch nicht exakt festgestellt werden, ob beide Delfinarten oder nur eine ihre Töne der anderen anpasst. Ebenfalls möglich wäre, dass es sich nicht um eine gemeinsame "Sprache", sondern um eine Veränderung der Tonhöhen in Folge von Stress handelt. Es könnte aber auch sein, dass die Sotalia ihre Töne verändern, um die Großen Tümmler einzuschüchtern und um diese so von den beliebten Hetzjagden abzubringen.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Elke Offline




Beiträge: 2.637

12.10.2010 19:10
#2 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Danke, liebe Majka,
das klingt wirklich sehr interessant.

Majka Offline




Beiträge: 8.781

13.10.2010 22:45
#3 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Immer wieder gerne.

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

22.09.2011 17:49
#4 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Delfine rufen einander beim Namen

St. Andrews/ Schottland - Forscher der "University of St Andrews" haben entdeckt, dass Delfine nicht nur ihren eigenen Namen in Form ihres individuellen Delfingesangs anderen Artgenossen mitteilen, sondern auch andere Delfine bei deren Namen rufen können.

Wie Stephanie King auf einer Konferenz der "Association for the Study of Animal Behaviour" berichtete, untersuchte sie von 1988 and 2004 gemeinsam mit Kollegen 179 Paare frei lebender Großer Tümmler vor der Küste von Floridas. In 10 Fällen konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass die Paare jeweils die Lautsignatur des jeweils anderen imitieren - ganz so, als würden sie einander beim Namen rufen.

Ein solches Verhalten konnte bislang bei noch keiner anderen Tierart dokumentiert werden und konnte von den Forschern nur bei Delfinpaaren - entweder bestehend aus einem Mutter- und einem Jungtier oder zweier gemeinsam wandernder oder jagender Erwachsener - nicht jedoch bei Einzeltieren beobachtet werden.

Selbst die Frequenzveränderung der Lautsignatur wurde von dem Gegenüber korrekt nachgeahmt, jedoch begannen dessen Rufe meist in einer höheren Frequenz oder dauerte nicht ganz so lange, wie der eigentliche "Namensgesang". Aus dieser Beobachtung leiten die Forscher ab, dass die Tiere den Identifizierungsruf des anderen lediglich imitierten.

Zudem beobachteten die Forscher, dass diese Imitation immer nur dann angewendet wurde, wenn die Tiere voneinander getrennt wurden. "Es war fast so, als versuchten sie auf diese Weise wieder zusammenzufinden", so King.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

22.09.2011 17:51
#5 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Studie widerlegt Pfeif-Theorie: Delfine sprechen wie Menschen

Aarhus/ Dänemark - Lange Zeit glaubten Wissenschaftler, dass Delfine ihre Laute durch eine Art Pfeiftechnik, also mittels komprimierter Luft in einem komplexen nasalen System erzeugen. Eine aktuelle Studie dänischer Wissenschaftler hat die Vorstellung nun widerlegt und zeigt, dass die Meeressäuger ihre Laute durch pneumatisch vibrierendes Gewebe erzeugen - ganz ähnlich also wie die Sprache des Menschen, deren akustische Komponente von den schwingenden Tonbändern erzeugt wird.

Die wichtigste Konsequenz dieser Entdeckung ist die Erkenntnis, dass sich somit die Höhen und Tiefen der Delfinlaute nicht mit variierendem hydrostatischen Druck in unterschiedlichen Wassertiefen gravierend verändern, wie es der Fall gewesen wäre, wenn die Tiere "pfeifen", ihre Töne also mittels Luftdruck erzeugen würden. Aufgrund der ähnlichen Anatomie, vermuten die Forscher zudem, dass auch alle anderen Arten von Zahnwalen, der Unterordnung der Wale, zu der Delfine zählen, ihre Töne auf die gleiche Weise erzeugen, wie die untersuchten Großen Tümmler.

Vor dieser Grundlage steigt auch die Hoffnung von Delfinforschern, eines Tages die nachweislich komplexe "Sprache" der Delfine vollständig verstehen und vielleicht sogar mit den Tieren in zwei Richtungen kommunizieren zu können.

Wie die Forscher um Peter Maden von der "Aarhus Universitet" aktuell im Fachjournal "Royal Society Biology Letters" berichten, konnten sie nachweisen, dass die Laute der Delfine nicht von der Größe ihrer nasalen Hohlräume abhängig sind und es sich somit also nicht um Pfeifen handelt. Stattdessen werde der Ton durch vibrierendes Gewebe im Nasenraum mittels Muskelkontraktion und Luftströmen erzeugt. "Das ist die gleiche Art und Weise, wie auch wir Menschen unsere Laute erzeugen, wenn wir sprechen", so Madsen.

Bislang ist bereits bekannt, dass Delfine auf diese Art und Weise Informationen über ihre Identität austauschen und mittels dieser Kommunikation auch über weit entfernte Räume miteinander in Verbindung bleiben.

Schon 2009 hatten Delfinforscher um Jack Kassewitz und John Stuart Reid die Struktur der Delfinlaute anhand sogenannter Cymaglyphen dargestellt und analysiert und zeigten sich zuversichtlich anhand dieser grafischen Vorgaben den "Delfingesang" entziffern zu können. Möglicherweise können die Tiere diese Muster sogar als solche wahrnehmen, (...wir berichteten).

Es sei zwar möglich, Delfinen auch echtes Pfeifen beizubringen, doch glauben die Forscher nicht, dass die Tiere diese Fähigkeit auch in der Natur entwickeln, da das nun entdeckte System zur Lauterzeugung wesentlich effektiver ist."

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

16.12.2011 16:31
#6 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Forschern gelingt erstmals direkte und echte Kommunikation mit Delfinen

Miami/ USA - US-amerikanischen und britischen Wissenschaftlern ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Durchbruch in der Erforschung der Delfinsprache und in der Kommunikation mit den Tümmlern gelungen. Nach intensiven Studien konnten die Forscher acht Objekte den akustischen Mustern der intelligenten Meeressäuger zuzuordnen und so in deren eigener Sprache mit den Tieren zu kommunizieren.

Wie das Team um Jack Kassewitz und John Stuart Reid von "SpeakDolphin.com" berichtet, verstanden Delphine zweier voneinander unabhängiger Delfingruppen der Studie die reproduzierte Bildsprache, woraus die Forscher schlussfolgern, dass Delfine eine universelle "sono-bildhafte"(sono pictorial)-Sprache verwenden.

Den Forschern gelang die Kommunikation mit den Delphinen mittels einfacher und komplexer Sätze, die Substantive und Verben beinhalteten und konnten damit aufzeigen, dass die Tiere sowohl Elemente der menschlichen Sprache verstehen, als auch über eine eigene komplexe visuelle Sprache verfügen, wenn sie etwa angesichts der acht Objekte individuelle Töne zur Echolotortung der Objekte anwendeten und so mit den jeweiligen Substantiven (Hauptwörtern) ein individuelles Geräusch verbanden.

In ihren Untersuchungen konnten die Forscher auf das von Reid entwickelte "CymaScope" zurückgreifen, mit welchem anhand von stehenden Wellen, vergleichbar mit cymatischen Klangbildern, die Laute der Delfine visuell abgebildet, analysiert und katalogisiert werden können (...wir berichteten).

In ihren neuen Experimenten zeichneten die Forscher zunächst die Echolokationslaute der Tiere auf, wie sie von unterschiedlichen Objekten, die die Forscher im Wasser versenkt hatten, reflektiert wurden. Zu diesen Objekten zählten u.a. ein Plastikwürfel, eine Badeente und ein Blumentopf. Kassewitz erkannte dann, dass auch diese Laute Lautbilder beinhalteten. Wurden diese Töne den Delfinen einer Gruppe dann in einem Spiel vorgespielt, so erkannten sie das jeweilige Objekt mit einer Trefferquote von 86 Prozent wieder. In einem nächsten Schritt wurde das Experiment dann an einer zweiten Gruppe von Delfinen Ergebnissen durchgeführt – mit vergleichbarem Ergebnis.

Zuvor schon hatten verschiedene Forscher die Vermutung geäußert, dass Delfine mit Hilfe eines sono-visuellen Sinnes sozusagen Ton-Fotografien etwa von angreifenden Raubtieren erzeugen, die sie ihren Artgenossen als Warnsignal im Falle eines Angriffs übermitteln können. Mit Hilfe des "CymaScopes" konnte diese Theorie nun erstmals bestätigt werden.

"Scant ein Delfin ein Objekt mit seiner hochfrequenten Schallstrahl ab, wie er in Form der charakteristischen Klicklaute auch hörbar gemacht werden kann, so lässt jeder dieser Klicks ein Standbild des Objekts entstehen – ganz ähnlich also einem Foto", erläutert Reid. "Jeder Delfinklick wird also von der Form des Objekts modelliert und zurückgeworfen. Mit anderen Worten: Die reflektierten Pulse beinhalten eine halb-holografische Abbildung des angepeilten Objekts. Ein Teil der reflektierten Töne nimmt der Delfin mit seinem Unterkiefer auf, von wo aus der Schall auf das anliegende Mittel- und Innenohr übertragen wird, wo das Bild erzeugt wird."

Wie genau die Delfine dieses Schallbild jedoch "lesen" ist allerdings immer noch unklar. In ihrer Hypothese vermuten die Forscher, dass jeder Klick-Puls das Bild kurzfristig auf der Tektorialmembran des Innenohrs entstehen lässt, wo es von Flimmerhärchen in ein elektrisches Signal, das der Form des jeweiligen Objekts entspricht, umgewandelt wird. Über die Innenohrnerven könnte dieses Signal dann ins Hirn geleitet werden, das das Signal wiederum als Bild interpretiert.

Das Team postuliert zudem, dass Delfine in der Lage sind, mit Hilfe dieses Klangbildsinnes Objekte sogar in Stereo bzw. 3D wahrzunehmen. Da Delfine oft auch lange Reihen von Klick-Pulsen von sich geben, vermuten die Wissenschaftler zudem, dass es sich dabei um eine Art Video-Playback handeln könnte, in dem die einzelnen Standbilder sogar als bewegter Film abgespielt, bzw. wiedergegeben werden können.

Mit dem "CymaScope" können die Forscher den Vorgang der Wahrnehmung entsprechend übertragender Bilder durch den Delfin sozusagen geometrisch sichtbar machen. "Möglicherweise 'sieht' der Delfin die von den Objekten zurückgeworfenen oder ihm von anderen Delfinen übermittelten in ganz ähnlicher Weise."

Als Ergebnis ihrer Experimente mit dem "CymaScope" haben Reid und Kassewitz gemeinsam mit Forschern um Christopher Brown von der "University of Central Florida" damit begonnen, ein neues Modell der Delfinsprache zu entwickeln, das sie "Sono-Pictorial Exo-holographic Language" (SPEL) nennen. "Der 'Exo-holografische' Teil dieses Akronyms, ergibt sich aus dem Umstand, dass die bildhafte Delfinsprache sich um den Delfin herum ausbreitet, sobald einer oder mehrere Delfine entsprechende Bilder senden oder empfangen." Reid konnte zeigen, dass jeder kleine Teil des Echolokationsstrahls der Delfine alle Daten beinhaltet, die notwendig sind, um das jeweilige Bild auf cymatische Weise im Labor rekonstruieren zu können. Ähnlich, so postuliert der Wissenschaftler, ist dies wahrscheinlich auch dem Delfinhirn möglich.

"Unser neues Modell der Delfinsprache ist eines, mit dem Delfine nicht nur Bilder von Objekten empfangen und senden können, sondern durch das auch völlig neue Bilder erstellt werden können, in dem sich die Tiere die Inhalte dessen, was sie kommunizieren wollen, einfach vorstellen", so die Forscher.

"Möglicherweise ist dieses Szenario für viele Menschen eine Herausforderung, angesichts derer es gilt, uns von unseren symbolischen Denkprozessen zu befreien, um so die Welt der Delfine besser zu verstehen und zu lernen, diese zu respektieren. Wir glauben, dass diese Welt von Bildern und nicht (wie bislang gedacht) symbolisch geprägt ist. Unsere persönliche Befangenheit, unsere Vorstellungen, unser Glaube und unsere Erinnerungen beeinflussen jeder Form unsere Kommunikation und somit auch unsere Beschreibung und unser Verständnis von etwas, das - wie SPEL - gänzlich frei von Symbolen ist. Delfine hingegen, so scheint es, haben die symbolische Sprache der Menschen überwunden und stattdessen eine eigene Form von Kommunikation, jenseits des evolutionären Weges des Menschen, entwickelt."

Ihre Entdeckung vergleichen die Wissenschaftler um Reid und Kassewitz als eine Art "Rosetta-Stein", mit der es nun möglich sein soll, "in die Welt der Delfine auf eine Weise einzutauchen, wie wir sie uns noch vor wenigen Jahren gar nicht vorzustellen wagten. Das alte Sprichwort: 'Ein Bild sagt mehr als tausend Worte', bekommt ganz plötzlich eine völlig neue Bedeutung."

Da viele Wissenschaftler davon ausgehen, dass die Fähigkeit des Menschen zur komplexen sprachliche Kommunikation mit dem vergrößerten Hirnvolumen in Verbindung steht, könnten die Forschungsergebnisse somit auch erklären, warum auch Delfine ein proportional vergleichbar großes Gehirn aufweisen.

"Unsere Forschung liefert auch eine Antwort auf eine der Urfragen der Menschheit", so Kassewitz abschließend. "'Sind wir alleine?' Jetzt können wir diese Frage eindeutig mit einem 'Nein' beantworten. SETI, die Suche nach nichtmenschlicher Intelligenz, wurde nicht im All, sondern direkt hier auf der Erde in der anmutigen Form der Delfine beantwortet."

Quelle mit Bildern: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

23.02.2013 10:58
#7 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Über die Sprache der Delfine berichtet wieder Grenzwissenschaft-aktuell:

Zitat
Delfine imitieren die eigentlich individuellen Ruftöne von Artgenossen. Allerdings tun sie dies ausschließlich angesichts von Familienmitgliedern und Freunden und nicht gegenüber fremden Tieren. Schottische und US-amerikanische Wissenschaftler weisen auf diese Weise einmal mehr die starken sozialen Bindungen nach, zu denen die Tümmler in fähig sind.

Die neue Erkenntnis ist das Ergebnis einer Studie, die eigentlich nur grundsätzlich herausfinden wollte, warum Delfine überhaupt die Töne anderer Artgenossen imitieren. Tatsächlich zeigte sich, dass nur Muttertiere und ihre Abkömmlinge sowie erwachsene männliche Delfine die "Rufnamen" von Tieren imitieren, die sie schon lange Zeit kennen.



Hier weiterlesen: grenzwissenschaft-aktuell.de

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Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

30.07.2014 14:14
#8 RE: Kommunikation der Delfine antworten

Delfine sind wirklich einfühlsame Wesen, wie das Video zeigt:

http://www.etv-hellas.net/videos/2014-03-05.html

Engel der Meere...

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Majka

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