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 Rätselhafte Phänomene
Majka Offline




Beiträge: 8.781

14.10.2010 23:14
Teilung des Meers in der Bibel - neue erklärende Hypothese antworten

Boulder/ USA - Mit Computersimulationen haben US-Wissenschaftler nachgewiesen, dass starke Winde die Wasser eines einstigen Nilarms geteilt haben könnten und belegen damit auf naturwissenschaftliche Weise die Möglichkeit des in der Bibel beschriebenen "göttlichen Wunders" der Teilung der Wasser des sogenannten Schilfmeeres.

Das 2. Buch Mose, das auch als "Exodus" bekannt ist, beschreibt den Auszug der Israeliten aus Ägypten unter der Führung des Mose auf dem Weg in das von Yahwhe versprochene Land Kanaan. Beginnend mit der Geburt Moses, beschreibt es die aufkommenden Konflikte zwischen den in Ägypten versklavten Israeliten mit den Ägyptern. Nachdem Ägypten von den durch Moses vorhergesagten Zehn Plagen heimgesucht wurde, lässt der Pharao das Volk der Israeliten ziehen. Da dieser nach Abzug der Israeliten seine Entscheidung jedoch bereut, lässt er sie von seinem Heer verfolgen und es kommt zu der legendären Teilung und Durchquerung des Schilfmeeres, welches sich hinter den Israeliten wieder schließt und die Truppen des Pharaos in seinen Fluten verschlingt.

In der Bibel heißt es hierzu: "Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen und das Wasser spaltete sich. Die Israeliten zogen auf trockenem Boden ins Meer hinein, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand. Die Ägypter setzten ihnen nach; alle Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter zogen hinter ihnen ins Meer hinein. Um die Zeit der Morgenwache blickte der Herr aus der Feuer- und Wolkensäule auf das Lager der Ägypter und brachte es in Verwirrung. Er hemmte die Räder an ihren Wagen und ließ sie nur schwer vorankommen. Da sagte der Ägypter: Ich muss vor Israel fliehen; denn Jahwe kämpft auf ihrer Seite gegen Ägypten. Darauf sprach der Herr zu Mose: Streck deine Hand über das Meer, damit das Wasser zurückflutet und den Ägypter, seine Wagen und Reiter, zudeckt. Mose streckte seine Hand über das Meer und gegen Morgen flutete das Meer an seinen alten Platz zurück, während die Ägypter auf der Flucht ihm entgegenliefen. So trieb der Herr die Ägypter mitten ins Meer. Das Wasser kehrte zurück und bedeckte Wagen und Reiter, die ganze Streitmacht des Pharao, die den Israeliten ins Meer nachgezogen war. Nicht ein Einziger von ihnen blieb übrig. Die Israeliten aber waren auf trockenem Boden mitten durch das Meer gezogen, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand. So rettete der Herr an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter. Israel sah die Ägypter tot am Strand liegen."

Tatsächlich belegen die Computermodelle von Forschern um Carl Drews von der "US National Center for Atmospheric Research" (NCAR) und Weiqing Han von der "University of Colorado" (CU), dass starke Winde für die Wasserteilung verantwortlich gewesen sein könnten. Die dabei entstehende Landbrücke könnte an der von den Forschern vermuteten Stelle tatsächlich eine sichere Durchquerung des Meeres ermöglicht haben. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler aktuell im Fachmagazin "Plos One" veröffentlicht.

Wie schon in der Bibel beschrieben, könnten nächtliche "starke Ostwinde" das Wasser an einer Stelle zurückgedrückt haben, an der Wissenschaftler heute den Zusammenfluss eines einstigen Arms des östlichen Nildeltas mit einer Küstenlagune, dem einstigen Tanis-See vermuten. "Eine Windstärke von rund 105 Kilometer pro Stunde über rund 12 Stunden könnte demnach ausgereicht haben, um die Wasser in das einstige Flussbett zu drücken und damit an U-förmigen Stelle eine Landbrücke entstehen lassen", so die Forscher. Mit Absterben des Windes wären dann auch die Wassermassen zurückgeflutet.

Die Studie der Forscher basiert auf einer Rekonstruktion der wahrscheinlichen Position und Tiefe des einstigen Nildeltas, dessen Wasserwege sich über die Jahrtausende teilweise deutlich verlagert haben.

"Unsere Simulationen decken sich ziemlich genau mit den Exodus -Beschreibungen", so Drews. "Die Teilung des Wassers kann durchaus mit Strömungsdynamiken erklärt werden. Der Wind bewegt das Wasser in Übereinstimmung mit physikalischen Gesetzen und lässt dabei eine sichere Passage mit Wasser zu beiden Seiten des Weges entstehen, der sich ganz abrupt auch wieder schließen kann." Nun erhoffen sich die Meteorologen durch Aufzeigen des möglichen Ortes der Durchquerung, auch Archäologen Hinweise für weitere Arbeiten geben zu können.


So stellen sich die US-Forscher die Teilung des Wassers vor (Illu.) | Copyright/Quelle: Nicolle Rager Fuller / ncar.ucar.edu

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

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