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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Lebens-Mittel im Neuen Zeitalter
Majka Offline




Beiträge: 8.773

30.03.2011 22:08
Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

EU gestattet Einfuhr radioaktiv belasteter Lebensmittel aus Japan
Grenzwerte für nuklearen Unfall in Kraft gesetzt


Quelle: Umweltinstitut München

In der EU gilt für die Cäsium-Gesamtaktivität in Milch, Milchprodukten und Säuglingsnahrung ein Grenzwert von 370 bq/kg. Alle anderen Lebensmittel dürfen einen Wert von 600 bq/kg nicht überschreiten. Allerdings beschloss der Europarat nach der Atom-Katastrophe von Tschernobyl, dass im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation höhere Radioaktivitätsgrenzwerte für Nahrungsmittel und Futtermittel in Kraft gesetzt werden könnten (siehe Verordnung (Euratom) zur Festlegung von Höchstwerten an Radioaktivität in Nahrungsmitteln und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer anderen radiologischen Notstandssituation). Diese Regelung sollte die Ernährung der Bevölkerung im Falle eines Supergaus sicherstellen.

Tabelle: Höchstwerte für Nahrungsmittel im Falle eines nuklearen Unfalls (in Bq/kg)- siehe o.g. Link


Höhere Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan
In ihrer Verordnung vom 25. März 2011 legte die EU-Kommission nun fest, dass Nahrungsmittel auch aus radioaktiv belasteten Präfekturen Japans eingeführt werden dürfen. Diese Lebens- und Futtermittel müssen dabei nicht die üblichen Grenzwerte einhalten, sondern nur noch die Höchstwerte, die für den nuklearen Notstand festgelegt wurden.

Dieses Vorgehen ist absurd. Denn von einem Ernährungsnotstand kann bei einem Lebensmittelimportanteil von 0,05 Prozent aus Japan wohl kaum die Rede sein. Die EU-Kommission nimmt also völlig unnötig eine gesundheitsgefährdende radioaktive Belastung ihrer Bevölkerung in Kauf. Statt die Verbraucher zu schützen, werden diese bewusst gefährdet.

Plutonium und Strontium werden nicht überprüft
Darüber hinaus muss lediglich die Einhaltung der Grenzwerte für Jod 131, Cäsium 134 und Cäsium 137 bescheinigt werden. Strontium und Plutonium werden in der aktuellen Verordnung nicht erwähnt.

Lebensmittel aus Japan meiden
Die Katastrophenverordnung bietet keinen ausreichenden Schutz vor radioaktiv verseuchten Lebensmitteln. Es ist schwer zu verstehen, warum die EU ohne Not die ohnehin nicht strengen Grenzwerte erhöht. Das Umweltinstitut München und andere unabhängige Experten empfehlen seit Langem strengere Grenzwerte: 30 bis 50 Bq/kg bei Nahrung für Erwachsene und 10 bis 20 Bq/kg für Kinder, Stillende und Schwangere. Babynahrung sollte 5 Bq/kg nicht überschreiten. Die aufgenommene Strahlung sollte soweit möglich minimiert werden.

Das Umweltinstitut München empfiehlt daher dringend, Produkte aus Japan zu meiden!

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

30.03.2011 22:10
#2 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Gemeinsame Presseerklärung von Foodwatch und Umweltinstitut München:

Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan erhöht:
Bundesregierung informiert Öffentlichkeit nicht


Berlin/München, 29. März – Die Verbraucherorganisation foodwatch und das Umweltinstitut München e.V. haben die Informationspolitik der Bundesregierung über die Lebensmittelsicherheit nach der Reaktorkatastrophe in Japan kritisiert. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verweist seit Tagen auf „verstärkte Kontrollmaßnahmen“ und „spezielle Schutzstandards“ – sie informiert die Öffentlichkeit jedoch nicht darüber, dass die EU-weit geltenden Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus den betroffenen Regionen Japans am vergangenen Wochenende deutlich erhöht wurden.

War bisher eine kumulierte Radioaktivität von Cäsium-134 und Cäsium-137 von maximal 600 Becquerel/Kilogramm zulässig, traten am vergangenen Wochenende bis zu 20-fach höhere Obergrenzen von bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm für bestimmte Produkte aus Japan in Kraft.

Zwar gibt es in Europa derzeit keinen Anlass zur Sorge über hochbelastete Produkte aus Japan im Handel – dies rechtfertigt jedoch weder die lückenhafte Informationspolitik der Bundesregierung noch die Heraufsetzung der Grenzwerte. „Die Ministerin redet nur von verstärkten Kontrollen und verschweigt, dass gleichzeitig die Sicherheitsstandards für japanische Lebensmittel gesenkt wurden. Frau Aigner enthält der Öffentlichkeit wichtige Informationen vor – so gewinnt sie sicher nicht das Vertrauen der Bürger“, sagte Thilo Bode, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch. „Es ist absurd, in der jetzigen Situation Grenzwerte für japanische Lebensmittel zu erhöhen, um sie in die EU einführen zu können“, erklärte Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München.

Beide Organisationen sprachen sich dafür aus, einen kompletten Importstopp zu verhängen.„Unsere Solidarität gehört derzeit den Opfern der Katastrophe in Japan und diese Maßnahme wäre bestimmt kein großer Schaden für die japanische Wirtschaft “, so Christina Hacker vom Umweltinstitut München. Ohnehin seien die Einfuhrmengen für Lebensmittel aus Japan nach Europa nur sehr gering.

Für Lebensmittel und Lebensmittelimporte gelten für Cäsium-134 und Cäsium-137 üblicherweise Höchstwerte von 370 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte sowie von 600 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel (EU-Verordnung 733/2008). Mit der Eilverordnung 297/2011, in Kraft getreten am 27. März 2011, hat die Europäische Kommission diese Grenzen für Produkte aus den betroffenen japanischen Regionen deutlich heraufgesetzt: auf 400 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung, auf 1000 Becquerel/Kilogramm für Milchprodukte und auf 1250 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel. Bestimmte Produkte wie Fischöl oder Gewürze dürfen diesen Wert sogar um das Zehnfache übersteigen, also bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm belastet sein – ein 20-faches des bisherigen Limits.

Hintergrund für die Anhebung ist die nach der Tschernobyl-Katastrophe im Jahr 1987 erlassene EU-Verordnung 3954/1987. Demnach können im Falle eines „nuklearen Notstandes“ die Höchstgrenzen für die zulässige radioaktive Belastung von Lebensmitteln angehoben werden, um einer Nahrungsmittelknappheit vorzubeugen. „Diese Regelung jetzt in Kraft zu setzen, ist absurd, denn es gibt in Europa keinen nuklearen Notstand und erst recht keine Nahrungsmittelknappheit. Importe aus Japan spielen für die Versorgungssicherheit der europäischen Bürger überhaupt keine Rolle“, sagten Thilo Bode und Christina Hacker.

Links:
- foodwatch: http://www.foodwatch.de
- Umweltinstitut München: http://www.umweltinstitut.org

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

30.03.2011 22:14
#3 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Es hat wohl dazu geführt, dass im Heute-Journal darüber berichtet wurde, vor allem was bestrahlte "Lebens"-Mittel im menschlichen Körper bewirken.

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Liebe Grüße
Majka

Renate Offline




Beiträge: 927

31.03.2011 00:51
#4 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Hallo Majka,

ich würde - wenn ich erkennen kann woher die Lebensmittel stammen - ganz sicher keine Lebensmittel aus Japan kaufen.
Sah heute kurz was über einen Fischmarkt in Tokio, dass da weniger Fisch gekauft wird, auch vom Ausland.
Aber in punkto Fisch zum Beispiel. Meine Heilpraktikerin sagte was, darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.
Fische schwimmen bekanntlich nicht immer in den gleichen Gewässern sondern sie wandern und die Meere sind weit.
D.h. wenn man also Seefisch isst, und ihn nicht aus Japan direkt importiert, könnte er trotzdem verstrahlt sein,
weil er vielleicht mal in den Gewässern vor Japan war auch wenn er anderenorts gefangen wurde. Also es geht mir
hier nicht um Panikmache, aber kann doch sein oder?
Was meinst du / meint ihr dazu?

Gruß Renate

Nijemeti Alexander Offline



Beiträge: 511

31.03.2011 10:35
#5 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Das stimmt, deswegen, kann man Fisch kaufen, was tiefgekühlt ist, meistens sind diese schon längere Zeit gefangen worden, und kucken, dass Fanggebiet im Norden von Antlantik, Nordsee war. Die strahlende Partikel zersetzen sich und dünnen sich im Meerwasser auf, alleine schon durch Atomversuche in den 50-60 Jahren sind die Meere verstrahlt worden zur Genüge, also aßen wir vierzig-fünfzig Jahre lang schon verstrahlte Fische.

Ferry Offline




Beiträge: 295

04.11.2011 21:26
#6 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Genauso ist es - wir erfahren sowieso nicht was um uns so geschieht und dumm wird es nur wenn es so offensichtlich ist wie nun in Japan.
Da hat keiner etwas vertuschen können.

Aber wenn wir denken das uns etwas schadet so wird es dies auch tun.

Jesus meinte, nicht das was in euren Mund eingeht schadet Euch, sondern was aus diesem ausgeht...

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

16.10.2013 22:49
#7 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Das Radioaktiv hochgradig verseuchte Wasser, dass jeden Tag aus dem Fukushima-Reaktor ins Meer strömt, wird durch die Meeresströmungen überall hin vertragen...dazu kommt die Anreicherung der Radioaktivität in den Tieren durch die Räuber -Beute Beziehungen...kleine Fische nehmen Radioaktiv verseuchte Kleinstlebewesen auf und speichern dessen Radioaktivität, diese werden von großen Fischen gefressen, die großen Fische dann von uns. Die radioaktive Belastung sowie die Belastung durch Quecksilber z.B nimmt in der Nahrungskette immer weiter zu...

Ich für meinen Teil esse gar keinen Meeresfisch mehr, nur noch geangelten Süßwasserfisch (krieg ich zwar selten, aber schmeckt umso besser )

Abgesehen von Fukushima..der ganze andere Dreck, den die Leute ins Meer schütten, der Industrieabfall, das Plastik...dann noch die Überfischung! So gut wie alle Arten der üblichen Meerwasser-Speisefische sind schon überfischt...die grauslichen Fangmethoden mit den riesigen Schleppernetzen, wo auch Delfine, Schildkröten und alles andere als "Beifang" stirbt...Wenn ich all das bedenke, kann ich wirklich nur mehr sagen: Meeresfisch, nein danke! Es gibt doch soo viele heimische köstliche Fische!

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Wenn Sie mich suchen: ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. -Genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" (Bernd das Brot)

Majka Offline




Beiträge: 8.773

21.10.2013 00:25
#8 RE: Strahlende "Lebensmittel" aus Japan antworten

Stimmt, Heulerchen, Recht hast du. Ab und zu esse ich Meeresfische sehr gerne, kann auf sie aber auch genauso gut verzichten.

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Liebe Grüße
Majka

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