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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Lagerfeuer
Majka Offline




Beiträge: 8.781

16.12.2011 10:14
Die Glucke und der Ritter antworten

„Die Glucke und der Ritter“ oder „Die Liebe kennt den Weg“

Anne-Kathrin Koch



„Es waren einmal ein Mann und eine Frau, deren Herzen und Seelen gerade in dem Augenblick zueinander fanden, als sie nicht mehr daran glaubten. Ihre Liebe war so stark, dass sie beschlossen, ihr Leben miteinander zu verbringen und ihre Beziehung und ihr Leben der Heilung und der Liebe zu widmen.

Sie genossen die Flitterwochen-Phase, doch irgendwann bemerkten sie, dass sich der Alltag und mit ihm Schatten einschlichen. Andere Gefühle und Gedanken tauchten auf, Erwartungen, Forderungen, Kontrolle, Langeweile, lästige Pflichten, bis hin zu Wut und Ärger darüber, dass der andere nicht mehr so unwiderstehlich, offen, aufmerksam, liebevoll und zuvorkommend war wie am Anfang ihrer Beziehung. Zeitweise fühlte es sich sogar wie ein Fehler an, dieses Bündnis eingegangen zu sein. Es war eng geworden. Jedes Gefühl von Freiheit war verflogen.

In ihrer Verzweiflung bemühte sich jeder auf seine Weise, die tollen Gefühle wieder hervorzuholen und sie irgendwo wieder zu finden.

Die Frau packte ihren ganzen Aktivismus aus. Sie wusste genau, was an ihrem Mann "kaputt" war, was er ändern oder tun könnte, und wie er sich für die Beziehung engagieren müsste. Sie war entschlossen, ihn so lange zu bearbeiten, bis er Einsicht haben und ihrem Standpunkt nachgeben würde. Immerhin gab sie ihr Bestes, um die Beziehung zu retten. Wenigstens tat sie etwas und saß nicht nur untätig rum. Sie wurde sogar hysterisch und zeigte ihm die ganze Palette an Gefühlen, von denen sie sich versprach, ihn insgeheim manipulieren zu können, damit er endlich seinen Beitrag leisten würde. Sie hatte auch Freundinnen, die ihr bestätigten, wie bemüht sie war, obwohl sie hoffnungslos scheiterte. Dabei war sie doch nur die „Glucke“, die ihr „Beziehungsküken“ beschützen und verteidigen wollte - doch sie fand sich selbst unausstehlich.

Der Mann hingegen hielt es für das beste, sich in seinen Bunker zu verkriechen und abzuwarten, bis die Wolken wieder vorbeiziehen würden. Diese Strategie kannte er bereits, und sie hatte ihm bisher einige Regentropfen erspart. Doch dann bemerkte er, dass die Wolken zum Unwetter wurden, und jemand mit aller Gewalt an seinem Bunker rüttelte und ihn anzugreifen drohte. Also schickte er aus seinem Innersten „seinen besten Mann“, einen starken Ritter in dicker Rüstung und mit unverrückbarem Gewicht an den Eingang des Bunkers, um diesen ohne dabei eine Miene zu verziehen, zu jedem Preis und ohne auch nur einen Millimeter zu weichen, verteidigen zu lassen. Seine Waffe war die Unerreichbarkeit. Wie ein Fels erfüllte er seine Mission beharrlich und völlig unbeeindruckt von der aufgebrachten, hysterischen und angriffslustigen Glucke, jedoch jederzeit bereit, die Schlacht zu gewinnen und mit einem Schlag alles zu vernichten.

So hätte es mit der Glucke und dem Ritter wirklich böse enden können. Doch mit Unterstützung gelang es, dass einer von beiden erkannte, dass sowohl die Glucke als auch der Ritter nur innere ängstliche Kinder beschützte. Und wenn weder die Glucke noch der Ritter im Weg stünden, könnten die Kinder einfach miteinander spielen und sich gegenseitig von ihrer Angst befreien.

Also rauften sie all ihren Mut zusammen. Die Frau entließ ihre Glucke in die Freiheit, und scheinbar gleichzeitig entließ der Mann auch seinen Ritter. Und plötzlich standen sie in ihrer ganzen Verletzlichkeit und Berührbarkeit wieder „nackt“ voreinander, und die Liebe konnte endlich der Einladung des Herzens folgen.“




Wer ist in deinem Leben für die "Verteidigung" zuständig? Ob Glucke oder Ritter - beide stehen der Erfahrung der Liebe im Weg. Doch wenn du mutig genug bist, "nackt" zu sein, wird die Liebe euch beide wieder finden.

Ich wünsche euch eine mutige und liebe-volle Weihnachtszeit!
*wuuuusch*
Anne-Kathrin

Quelle: http://www.pov-int.eu

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Liebe Grüße
Majka

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

16.12.2011 17:05
#2 RE: Die Glucke und der Ritter antworten

Da ist schon was dran, zumindest kenne ich viele, auf die das zutrifft. Danke fürs Posten.

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

18.12.2011 16:09
#3 RE: Die Glucke und der Ritter antworten

Kommt mir auch bekannt vor gg.

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Wenn Sie mich suchen: ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. -Genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" (Bernd das Brot)

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