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Dieses Thema hat 5 Antworten
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Majka Offline




Beiträge: 8.785

16.12.2011 13:18
Schimpansen antworten

Schimpansen nutzen Nahrung gezielt als Medizin

Paris/ Frankreich - Eine Untersuchung der Nahrung frei lebender Schimpansen bestätigt altes Volkswissen, wonach kranke Tiere selbst genau wissen, was sie fressen müssen, um wieder gesund zu werden - zeigte sich doch, dass eine Vielzahl der von den Tieren konsumierten Pflanzen keine Nährstoff-Funktion bedienen, jedoch medizinische Eigenschaften wie etwa antibakterielle Wirkungen aufzeigen. Die Erkenntnisse der aktuellen Studie deuten daraufhin, dass der Ursprung der Medizin schon vor dem Menschen selbst anzusiedeln ist.

Wie die Forscher um Shelly Masi vom "Muséum national d'Histoire naturelle" in Paris aktuell im Fachmagazin "Physiology & Behavior" berichten, konnten sie zeigen, dass sich die Menschenaffen durch ihre Nahrung sozusagen selbst behandeln. "Wir glauben, dass diese Form der Selbstbehandlung schon von unseren frühen Vorfahren betrieben wurde und mit einer hohen sozialen Toleranz und dem Mangel an einer Spezialisierung des Magens auf pflanzliche Kost einherging", so Masi.

Nach den Untersuchungen der Nahrung einer Gruppe aus mehr als 40 frei lebenden Schimpansen im Kibale Nationalpark in Uganda, setzten die Forscher die Verfügbarkeit und Inhaltsstoffe der verzehrten Pflanzen mit der sozialen Interaktion der Tiere untereinander in Verbindung. Die gleichen Informationen trugen die Wissenschaftler auch über wilde Gorillas im Dzanga-Ndoki National Park in der Zentralafrikanischen Republik zusammen. Ein Vergleich zeigte, dass die Schimpansen rund doppelt so viele Nahrung ohne nährstofflichen Wert zu sich nehmen als die Gorillas. Tatschlich sind Gorillamägen aber auch angepasster und sehr viel besser in der Lage, schädliche Stoffe zu entgiften und zu verwerten, was die Notwendigkeit einer Selbstmedikation, wie die Schimpansen und Menschen betreiben, weniger notwendig macht.

Genau wie Menschen, so sind auch Schimpansen besonders soziale Wesen, die durch dieses Verhalten voneinander lernen - unter anderem eben auch, was genießbar ist und was nicht. "Ältere und erfolgreichere Individuen sind für den Rest der Gruppe meist ein Vorbild und ihr Verhalten wird von den im Rang niedrigeren Tieren kopiert. Erstere sind es auch, die am meisten für die Weitergabe von Nahrungstraditionen verantwortlich sind."

Anhand ihrer Analyse haben die Forscher in ihrer Arbeit auch die Schimpansenapotheke aufgeschlüsselt, in der sich unter anderem Pflanzenstoffe mit anti-bakterieller, anti-malarialer, anti-diarrhealer sowie anti-tumoraler und entwurmender Wirkung finden.

Zudem konnten die Wissenschaftler beobachten, dass die Tiere gezielt nach jenen Teilen der Pflanzen suchten, die entsprechende Stoffe beinhalteten und diese selbst dann bevorzugten, auch wenn zugleich auch nährstoffreichere Nahrung im Angebot war.

In einer von Masis Ergebnissen unabhängigen Studie konnten Forscher des "Utah State University's Department of Wildland Resources" um Juan Villalba und Serge Landau vom israelischen "Volcani Center" ein ähnliches Verhalten auch bei wilden und zahmen Ziegen nachweisen. Diese saugten mit Vorliebe etwa an Pflanzen mit anti-parasitären Inhaltsstoffen wie etwa Schirmakaziengewächsen, was bei den Tieren umgehend zu einer Ausscheidung von Würmern im Kot und Urin der Tiere führte und so offenbar den erwünschten Erfolg erzielte.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.785

05.01.2012 14:12
#2 RE: Schimpansen antworten

Schimpansen wissen um die Informationen ihrer Artgenossen

Leipzig/ Deutschland - Schimpansen in freier Wildbahn warnen unwissende Gruppenmitglieder häufiger vor einer Gefahr als solche, die bereits alarmiert sind. Für die Verhaltensforscher stellt die Fähigkeit, neue Informationen mit anderen zu teilen, einen wichtigen Schritt auf dem evolutiven Weg zur Sprache dar, den der gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse vermutlich bereits vor sechs Millionen Jahren beschritten hat.

Viele Tiere stoßen in Gegenwart von Raubtieren oder anderen Gefahren Alarmrufe aus. "Dies geschieht häufiger bei Anwesenheit von verwandten oder befreundeten Tieren", erläutert die Pressemitteilung der Forscher (eva.mpg.de). "Bisher gab es jedoch keine Belege dafür, dass Schimpansen dabei auch den Wissensstand anderer Gruppenmitglieder berücksichtigen."

Doch genau dieses Verhalten haben nun Forscher um Catherine Crockford von der britischen University of St. Andrews und Roman Wittig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig anhand frei lebender Schimpansen im Budongo Wald in Uganda beobachtet und dabei herausgefunden, dass diese offenbar erkennen, welches Tier über welches Wissen verfügt. Demnach gaben die Schimpansen Alarmrufe zur Warnung vor einer Giftschlange häufiger in Gegenwart von unwissenden als in Gegenwart von bereits informierten Gruppenmitgliedern.

"Die Fähigkeit zu verstehen, was ein Anderer weiß oder glaubt, besitzt vermutlich nur der Mensch. Verschiedene Studien zur 'Theory of Mind', dem Wissen um das Bewusstsein anderer, fanden bislang jedoch nur mit Zootieren statt und führten zum Teil zu kontroversen Ergebnissen. Meist war dabei unklar, ob Schimpansen die Aufgabe nicht lösen konnten oder diese nicht verstanden. Ein Problem, das bei frei lebenden Schimpansen in ihrem natürlichen Umfeld nicht besteht."

In ihren versuchen konfrontierten die Wissenschaftler die Tiere mit Attrappen gefährlicher Giftschlangen. "Diese gut getarnten Schlangen liegen oft wochenlang am selben Fleck. Es lohnt sich also, wenn der Schimpanse, der sie entdeckt, seine Gruppenmitglieder vor der Gefahr warnt", sagt Catherine Crockford.

Die Forscher beobachteten das Verhalten von 33 verschiedenen Schimpansen, die jeweils eines von drei Schlangenmodellen gesehen hatten. Es zeigte sich, dass Alarmrufe häufiger dann ausgestoßen wurden, wenn der Rufer sich in der Gesellschaft von Gruppenmitgliedern befand, die die Schlange entweder selbst noch nicht gesehen oder frühere Warnrufe nicht gehört haben konnten. "Schimpansen scheinen den Wissensstand anderer zu berücksichtigen und stoßen freiwillig einen Warnruf aus, um die anderen über eine Gefahr zu informieren, von der sie nichts wissen", sagt Wittig. "Gruppenmitglieder, die die Gefahr bereits kannten, wurden seltener informiert".

Damit belegen die Forscher erstmals, dass die Tiere Alarmrufe nicht nur absichtlich, sondern auch häufiger ausstoßen, wenn sich die Zuhörer der Gefahr nicht bewusst sind. "Schimpansen verstehen offenbar, dass sie etwas wissen, was ihr Gegenüber nicht weiß. Sie verstehen ebenfalls, dass sie den anderen informieren können, indem sie eine ganz bestimmte Lautäußerung von sich geben", so Wittig.

Einige Wissenschaftlern sehen in genau dieser Fähigkeit, dem Bereitstellen von fehlenden Informationen für andere Gruppenmitglieder einen wichtigen Schritt in der Evolution von Sprache: Warum sollte man jemanden über etwas informieren, wenn man nicht vorher erkannt hat, dass derjenige diese Information benötigt?

Bisher war nicht klar, wann in der Evolution der Affenartigen (Hominoiden) oder der Menschenartigen (Hominiden) dieser wichtige Schritt gegangen wurde. Die Studie zeigt nun, dass der gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse diesen Weg möglicherweise vor 6 Millionen Jahren beschritten haben könnte.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

15.01.2012 19:12
#3 RE: Schimpansen antworten

Ich kann hier auch mal wieder guten Gewissens auf Gut Aiderbichl verweisen, die ja ein wirklich wunderschönes Affen-Refugium haben.
Habt ihr das Video gesehen, als die Schimpansen das erste mal endlich wieder und teils überhaupt das erste Mal nach draußen konnten?
Ich muss jedes Mal wieder weinen!

Auf der Seite von Gut Aiderbichl könnt ihr das Video nach wie vor sehen und zu jedem einzelnen ihrer Affen die Lebensgeschichte. Das berührt - garantiert!

Julia Offline




Beiträge: 1.409

15.01.2012 20:54
#4 RE: Schimpansen antworten

Hallo

ja als ich das im TV mit den Schimpansen sah...oh wow...was für eine Berührung...diese innige Freude welche entgegen schwallte von ihnen in diesem Augenblick ihrer Freiheit in die Natur hinaus.

______________________

Gruss Julia

Engelsstaub Offline




Beiträge: 8

16.01.2012 00:35
#5 RE: Schimpansen antworten

ich habe das vidio auch gesehen.es ist sehr beeindruckend.[daumenhoch]

Niemand kann einem anderen
die Tränen trocknen,
ohne sich selbst
die Hände nass zu machen.

Shy Offline




Beiträge: 507

26.01.2012 11:14
#6 RE: Schimpansen antworten

Hallo Ihr lieben,

habe das Video auch gesehen...es hat mich sehr berührt...

Es ist immer wieder erschreckend das die Menschen in der Lage sind einem Tier das eigentlich nur die Freiheit kennen sollte...diese weg nimmt...

LG Shy

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Ich liebe dich nicht, weil ich dich brauche
aber ich brauche dich, weil ich dich liebe....

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