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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Rätselhafte Phänomene
Majka Offline




Beiträge: 8.785

05.01.2012 14:50
Übersinnliche Vorahnung antworten

Präkognition: Haben Psychologen Beweise für übersinnliche Vorahnung gefunden?

Ithaca/ USA - In einer Reihe von Experimenten scheinen US-amerikanische Psychologen Beweise für übersinnliche Präkognition gefunden zu haben. In neun Testreihen untersuchte das Team um Dr. Daryl Bem von der "Cornell University" (CU) die Idee, dass unser Gehirn die Fähigkeit besitzt, nicht nur die Vergangenheit zu reflektieren, sondern auch zukünftige Ereignisse vorauszusehen.

Laut "PsychologyToday.com" sind die Ergebnisse der Experimente viel versprechend und übertreffen den von Skeptikern oft angezweifelten und kritisierten wissenschaftlichen Anspruch bisheriger Tests etwa mit sogenannten Zener-Symbolkarten. Schon bald sollen die Ergebnisse der Studien in einem der renommiertesten psychologischen Fachzeitschriften, dem "Journal of Personality and Social Psychology" publiziert werden.

In seinen Experimenten nutzte Dr. Bem bereits bekannte psychologische Phänomene - kehrte deren Chronologie jedoch um. So gründet eines der Experimente beispielsweise auf dem bekannten Phänomen, dass es leichter fällt, sich zukünftig Wörter zu merken, wenn wir diese zuvor eingeübt wurden.

Hierzu wurden 100 CU-Studenten eine Liste mit bekannten Wörtern vorgelegt. Für jedes Wort hatten die Studenten drei Sekunden lang Zeit, um es sich zu merken und zu visualisieren. Danach sollten sich die Teilnehmer an so viele Wörter der Liste wie möglich erinnern und diese aufschreiben. Danach wählte ein Computer die Hälfte der Wörter aus der Liste nach dem Zufallsprinzip aus. Diese Wörter sollten die Studenten erneut mehrmals als Erinnerungsübung abschreiben.

Das erstaunliche Ergebnis des Experiments zeigte, dass die Studenten mit höherer Wahrscheinlichkeit sich im vorigen Erinnerungstest an genau jene Wörter besser erinnerten, die sie erst später erneut aufgrund der zufallsgenerierten Computervorgabe abschreiben sollten.

In einem weiteren Experiment drehte Bem die Chronologie des psychologischen sogenannten Priming-Tests um, in dem normalerweise die Versuchspersonen innerhalb kürzester Zeit die Darstellung eines Bildes oder Fotos positiv oder negativ bewerten sollen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass mit dem Bild extrem kurzzeitig eingeblendete Wörter (sublimal priming) die Reaktionsgeschwindigkeit und die Richtigkeit der Zuordnung bei derartigen Tests deutlich erhöhen können. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass unser Hirn diese Wörter unterbewusst wahrnimmt, obwohl sie viel zu kurz eingeblendet werden, um bewusst wahrgenommen zu werden.

Interessanterweise beeinflusst sogar die Übereinstimmung des beschreibenden Wortes mit dem Bildinhalt die Schnelligkeit unserer Reaktion auf das Bild. Wird beispielsweise das Wort "fröhlich" zu dem Foto eines jungen Kätzchens eingeblitzt, so erhöht sich die richtige Bewertung des Bildes deutlich im Vergleich zu jenen Versuchen, in welchen gemeinsam mit der jungen Katze das Wort "hässlich" eingeblendet wird. Psychologen gehen davon aus, dass das unterbewusste Wahrnehmen des Wortes "schön" uns unterbewusst darauf einstellt, auch ein schönes Bild zu sehen und eine entsprechende Reaktion verzögert wird, wenn Wort- und Bildeigenschaft nicht übereinstimmen.

In Bems Versuch wurde das sublimal eingeblendete und beschreibende Wort nun jedoch nicht "vor" bzw. zeitgleich mit dem zu kategorisierenden Bild sondern erst eingeblendet, "nachdem" die Testperson ihre Wahl bereits getroffen hatte.

Die Versuchsergebnisse zeigten auch hier, dass die Probanden das Bild schneller richtig einschätzen konnten, wenn das Bild von einem passenden Wort gefolgt wurde. Es hatte also den Anschein, als wisse das Gehirn noch während das Bild gezeigt wurde, welches Wort eingeblendet werden wird.

Auch die weiteren Tests von Dr. Bem belegten die beobachteten Effekte und legen nahe, dass selbst gewöhnliche Menschen in der Lage sind, zukünftige Ereignisse vorherzusehen.

Allerdings, so schränkt "PsychologyToday.com" zunächst ein, seien die Unterschiede zu Normalergebnissen nur geringfügig und lägen in einer Vielzahl der Versuche nur leicht über der Zufallsquote. Dennoch gebe es gute Gründe, Bems Ergebnisse nicht einfach aufgrund kleiner, dafür aber höchst beständiger Effektgrößen beiseite zu legen.

Zum einen habe Bem in seinen Experimenten festgestellt, dass es bestimmte Personen gibt, bei welchen die Effekte deutlich stärker waren als bei anderen. "Angesichts teilweise doppelt so hoher Trefferquoten bei dieser Gruppe scheint es nahezuliegen, dass diese Personen gegenüber den beschriebenen PSI-Effekten deutlich empfindsamer sind als andere."

Zum anderen seien kleine Effektgrößen gerade in der Psychologie, aber auch in anderen Wissenschaftsdisziplinen nicht ungewöhnlich. Wenn auch niedrig, so lägen Bems Werte doch höher als so manche wissenschaftlich anerkannten Effekte, etwa der Verbindung zwischen der Einnahme von Kalzium und Knochenmasse, Passivrauchen und Lungenkrebsrisiko oder gar dem Verwenden von Kondomen und HIV-Prävention.

Hinzu sei es anhand von Experimenten durchaus bekannt, dass die Effekte während der Anfangsphasen von Untersuchungen, während derer die Wissenschaftler erst beginnen zu verstehen, warum sich Effekte überhaupt einstellen und zu welcher zeit sie am wahrscheinlichsten auftreten, noch niedrig sind.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.785

05.01.2012 14:55
#2 RE: Übersinnliche Vorahnung antworten

Studie zu übersinnlicher Vorahnung sorgt für Empörung unter Wissenschaftlern

Ithaca/ USA - Eine vom angesehenen Fachmagazin "Journal of Personality and Social Psychology" zur Veröffentlichung akzeptierte Studie des ebenfalls angesehenen US-Psychologen Dr. Daryl J. Bem sorgt erwartungsgemäß schon vor ihrer Publikation für einen empörten Aufschrei in der Gemeinde konservativer Naturwissenschaftler - behauptet Bem doch, in seinen Studien einen wissenschaftlichen Nachweis dafür erbracht zu haben, dass unser Gehirn die Fähigkeit besitzt, nicht nur die Vergangenheit zu reflektieren, sondern auch zukünftige Ereignisse vorherzusehen.

Nachdem eine Vorabveröffentlichung der Studie in Wissenschaftskreisen publiziert wurde, hat deren angesetzte Veröffentlichung in einem der höchst angesehenen Psychologie-Journale in den vergangenen Wochen teilweise für Empörung, jedoch zumindest zu hitzigsten Diskussionen unter Kollegen und Wissenschaftsvertretern gesorgt.

In seiner Studie beschreibt der emeritierte Professor von der "Cornell University" (CU) insgesamt neun Experimente, die er in den vergangenen zehn Jahren durchgeführt hatte und deren Ergebnisse und dabei beobachteten Effekte nahe legen, dass selbst gewöhnliche Menschen in der Lage sind, zukünftige Ereignisse vorherzusehen - bewusst oder unbewusst.

Das ist eine absolute Verrücktheit. Ich kann es nicht glauben, dass eines der wichtigsten Journale eine solche Arbeit akzeptiert. (...) Das ist eine große Peinlichkeit für den gesamten Forschungszweig", ereifert sich beispielsweise der ebenfalls emeritierte Psychologieprofessor von der "University of Oregon" Ray Hyman gegenüber der "New York Times".

Der Chefredakteur des Fachmagazins, der Psychologe Charles Judd von der "University of Colorado", verteidigt hingegen die Entscheidung zur Veröffentlichung: "Vier Gutachter haben die eingereichte Studie überprüft und ihre Kommentare zu dem Manuskript abgegeben. Hierbei handelt es sich um vertrauenswürdige Kollegen und alle vier haben entschieden, dass der Artikel die Standards unseres Journals erfüllen."

Indes geht der Hyman sogar soweit, Bem einen Schwindel zu unterstellen - Bem habe schließlich einen großartigen Sinn für Humor: "Ich würde nicht ausschließen, dass es sich hierbei um einen ausgefeilten Scherz handelt."

Deutlich seriöser setzten sich hingegen die Kritiker von Bems Studie in der ebenfalls im Fachmagazin veröffentlichten Kritik mit den Ergebnissen und deren Interpretation auseinander. Die Autoren um Eric-Jan Wagenmakers von der "Universiteit van Amsterdam" haben Bems umfangreiche Datensätze einer erneuten statistischen Überprüfung unterzogen und sehen darin keinen Beweis für die Fähigkeit zur Vorahnung. Die angewandten Statistik-Methoden und -techniken seien demnach zu schwach, zu dehnbar und erlauben zudem nicht nur die eigene, sondern auch die Verwirrung anderer Forscher, so die Kritik.

Entsprechende Kritik geradezu "vorhersehend" hat Bem seine Experimente nach bester wissenschaftlicher Praxis jedoch absichtlich derart angelegt, dass die auch von anderen Wissenschaftlern wiederholt werden können. Dieser Aufforderung sind tatsächlich auch schon drei einige Kollegen gefolgt, erklärten jedoch, dass sie nicht in der Lage waren, Bems Ergebnisse zu reproduzieren. Weitere von Bem unabhängige Überprüfungen seiner Experimente stehen derweil noch aus: "Ich habe hunderte von Anfragen nach meinen Daten und Materialien erhalten, die meine Experimente überprüfen wollen", so Bem.

Quelle: www.grenzwissenschaft-aktuell.de

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Liebe Grüße
Majka

Nijemeti Alexander Offline



Beiträge: 511

07.01.2012 05:20
#3 RE: Übersinnliche Vorahnung antworten

Da wird Zähneknirrschen und Zähneklappern herrschen. Diskussion ist immer gut. Der Most muss gären bevor er zum guten Wein wird.

Majka Offline




Beiträge: 8.785

08.01.2012 17:31
#4 RE: Übersinnliche Vorahnung antworten

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Liebe Grüße
Majka

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