Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Übersicht | Suche | Anmelden | Login | Online ? | Mitglieder | Chat | FAQ


 

 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 214 mal aufgerufen
Bei Antworten informieren
 Wohnstube
Majka Offline




Beiträge: 8.773

19.01.2012 21:57
Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Aufruf von WIKIPEDIA:

Zitat
Die Freiheit des Internets ist in Gefahr.

Der zurzeit im US-Kongress diskutierte Gesetzesantrag SOPA (Stop Online Piracy Act) bedroht die Existenz von Wikipedia. Mit der Begründung, Urheberrechte schützen zu wollen, sind Maßnahmen vorgesehen, deren Anwendung Zensur bedeutet.

Die englischsprachige Wikipedia war am 18. Januar aus Protest gegen dieses Vorhaben abgeschaltet. Auch die deutschsprachige Wikipedia ist vom Gesetzesvorhaben betroffen.
Wie viele andere Websites auch machen wir daher klar:

Das Internet darf nicht zensiert werden!

_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

19.01.2012 21:58
#2 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Protest gegen SOPA - Nun bröckelt die Front

Quelle: www.taz.de

Nach dem Online-Protest gegen zwei US-Netzsperren-Gesetze zeigt die Front der Unterstützer Risse, gibt sich aber nicht geschlagen. Die Netzaktivisten wollen weiterkämpfen.

WASHINGTON/BERLIN dpa | Der erste Internet-Streik mit einem Blackout der englischen Wikipedia zeigt Wirkung. Die politische Unterstützung für zwei umstrittene US-Gesetze, die im Kampf gegen Raubkopien im Internet drastische Maßnahmen wie Netzsperren vorsehen, bröckelt.

Das Online-Lexikon Wikipedia ist unterdessen zur Erleichterung vieler Nutzer wieder voll erreichbar. Ihre Betreiber riefen aber zu weiterem Kampf gegen die Gesetze auf - jetzt vor schneeweißem Hintergrund, nachdem die Seite einen Tag lang schwarz war.

Auch viele andere Websites wie Google beteiligten sich am Mittwoch an dem Protest, auch wenn nur wenige offline gingen. Einen koordinierten Widerstand in dieser Größenordnung hatte es im Internet noch nie gegeben.

Die Kritiker argumentieren, dass die Gesetzesinitiativen - SOPA (Stop Online Piracy Act) im Repräsentantenhaus und PIPA (Protect IP Act) im Senat - die offene Struktur des Internets gefährden. Mit der geplanten Infrastruktur könnten missliebige Inhalte zensiert und Internet-Anwender gegängelt werden, lautet der Vorwurf.
"Große Sorgen über unbeabsichtigte Konsequenzen"

Mehrere US-Senatoren beider Parteien überdenken inzwischen ihre bisherige Unterstützung für die Gesetze. Sechs Republikaner baten den demokratischen Mehrheitsführer in der Kongresskammer, Harry Reid, den Gesetzgebungsprozess zu verlangsamen, um den Entwurf zu überarbeiten, wie die Washington Post am Mittwoch berichtete. "Wir hören immer deutlicher von Wählern und Betroffenen, dass sie sich große Sorgen über unbeabsichtigte Konsequenzen machen", schrieben die Senatoren.

Der republikanische Senator Marco Rubio, der unter den Initiatoren der PIPA-Gesetzgebung war, zog seine Unterstützung zurück. Der Autor des SOPA-Gesetzes, der republikanische Abgeordnete Lamar Smith, bekräftigte allerdings, dass er sein Vorhaben weiter vorantreiben werde.

Im Laufe des Tages warf auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sein Gewicht in die Waagschale. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sich schlecht durchdachte Gesetze der Entwicklung des Internets in den Weg stellen", schrieb er. Das Online-Netzwerk ist mit seinen 800 Millionen Nutzern ein Schwergewicht der Internet-Branche. Binnen weniger stunden klickten 455.000 Nutzer bei Zuckerbergs Facebook-Eintrag auf die Schaltfläche "Gefällt mir".

Bei Wikipedia wurde am Mittwoch anstelle der üblichen englischsprachigen Einträge eine dunkle Seite mit einer Protest-Erklärung angezeigt. Google platzierte unter seinem Suchfenster den Link zu einer Online-Petition gegen das Gesetz. Für Nutzer in den USA war das bunte Google-Logo mit einem schwarzen Viereck verdeckt. Die Homepage der Blog-Plattform WordPress war voller schwarzer Blöcke mit der Aufschrift "zensiert". Selbst die für lustige Katzenbilder bekannte Spaßseite "icanhazcheezburger" zeigte eine Protesterklärung.
Auch Obama dagegen

In Deutschland sah man aus Solidarität unter anderem auf der Website der Grünen und der Piratenpartei schwarz. An den Zensur-Warnungen waren im vergangenen Jahr auch Netzsperren-Pläne in Deutschland gescheitert. Hierzulande standen allerdings nicht Urheberrechtsverletzungen im Fokus, sondern der Kampf gegen die Kinderpornografie. Die illegalen Inhalte sollen jetzt direkt gelöscht werden, damit Netzsperren nicht mehr notwendig sind. Die Musik- und Filmindustrie setzt sich allerdings auch in Europa weiterhin für Sperren gegen Raubkopien im Netz ein.

In den aktuellen US-Gesetzentwürfen ist unter anderem vorgesehen, den Zugang zu ausländischen Websites zu sperren, wenn dort illegal geschützte Werke angeboten werden. Dabei sollen die Internet-Provider beanstandete Websites über eine Manipulation des Domain Name Systems (DNS) quasi unerreichbar machen. Das DNS ist ein wichtiger Baustein in der Architektur des Netzes und übersetzt kryptische IP-Nummern in gängige Web-Adressen wie zum Beispiel nytimes.com.

Kritisiert wurden die Gesetzesinitiativen zuvor auch von der US-Regierung unter Präsident Barack Obama, der im Repräsentantenhaus aber keine Mehrheit mehr hinter sich hat.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

05.03.2012 23:58
#3 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Die Zensur im Internet hat viele Gesichter.
Eines davon kann auch das ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement - mehr dazu bei Wikipedia) sein, das von mehreren Organisationen, darunter z.B. Amnesty International oder auch Avaaz als Aushebung der Menschenrechte angesehen wird. Es erhob sich eine große Protestwelle dagegen - weltweit - vor allem bei den jungen Menschen, die sehr gut fühlen, wie der Freiheiten immer mehr "unauffällig" ausgehebelt werden.




Wer möchte, kann sich zu dem Aufruf von Avaaz anschließen.


Zitat
Liebe Freundinnen und Freunde,

In nur wenigen Tagen wird die Europäische Kommission einen letzten Rettungsversuch für ACTA starten. Doch wenn wir jetzt einschreiten wird dieser weltweiter Angriff auf unsere Internetfreiheit in sich zusammenfallen.

Wir sind dem Erfolg so nah -- unsere 2.4 Millionen-starke Petition hat Politiker in ganz Europa verblüfft und die Zensoren ins Stocken gebracht. Jetzt ist die Europäische Kommission in der Defensive und hofft, dass der Gerichtshof ACTA grünes Licht geben wird, indem sie eine sehr eng definierte juristische Frage stellt, deren Antwort gewiss positiv ausfallen wird.

Doch wenn wir nun alle unsere Stimme erheben können wir sicherstellen, dass der Gerichtshof alle rechtlichen Auswirkungen ACTAs untersucht und ein Gutachten veröffentlicht, dass die Wahrheit über ACTAs Angriff auf unsere Rechte offenlegt. Unterzeichnen Sie die dringende Petition an Kommissionspräsident José Manuel Barroso um den Gerichtshof aufzurufen, die ganze Wahrheit zu erzählen:

http://www.avaaz.org/de/acta_time_to_win_eu/?tta

Die Europäische Kommission hat ACTA fünf Jahre lang im Geheimen mit Konzernen ausgehandelt, doch in den vergangenen fünf Wochen haben wir die Debatte um ACTA in die Öffentlichkeit getragen. Nun kämpft die Kommission darum, ACTA mit dem Segen des höchsten Gerichtshofs der EU am Leben zu erhalten. Und weil die Kommission gut in bürokratischen Manövern geschult ist wird sie unter Umständen nur eine eng definierte Frage einreichen, die verhindert, dass das Gericht ACTAs Auswirkungen auf unsere Redefreiheit, Privatsphäre und Demokratie untersucht.

Wir haben Regierungen in Polen, Deutschland, Bulgarien und anderen Ländern gezwungen, die Ratifizierung auszusetzen. Und wenn wir jetzt diesen Kampf in der Europäischen Kommission gewinnen können wir ACTA für immer stoppen. Wenn die EU ACTA nicht ratifiziert wird ACTA nie ein welweites Abkommen werden und die Verhandlungsführer müssen noch einmal von vorne anfangen um ein Abkommen zu schaffen, das wirklichen Missbrauch stoppt aber unsere Rechte schützt.

Lassen Sie uns die Kommission und den Gerichtshof dringend dazu aufrufen, ACTA eine vollständige und faire Anhörung zu geben und sicherzustellen, dass die ganze Wahrheit über diese Bedrohung unserer Freiheiten ans Licht kommt. Unterzeichnen Sie jetzt und leiten Sie die Email an alle weiter:

http://www.avaaz.org/de/acta_time_to_win_eu/?tta

Millionen von uns haben sich für Internetfreiheit eingestzt und gemeinsam haben wir die US-Zensurgesetze aufgehalten -- ein großartiger Erfolg! Doch mit ACTA ist die Bedrohung zurück, und diesmal weltweit. Wir haben geschafft, was niemand für möglich hielt und die Ratifizierung des Abkommens auf Eis gelegt. Beenden wir nun was wir angefangen haben und begraben wir ACTA für immer.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Alex, Pascal, Laura, Alice, Ricken, Dalia, Diego und das gesamte Avaaz-Team

PS: Sehen Sie sich die Berichterstattung über die Übergabe unserer 2.4 Millionen-starken Petition am Dienstag ans Europäische Parlament an -- wir haben für einiges Aufsehen gesorgt!
Anti-Piraterie-Abkommen: 2,5 Millionen Menschen unterschreiben gegen Acta (Süddeutsche)
http://www.sueddeutsche.de/digital/anti-...-acta-1.1295825

EU-Parlament: 2,4 Millionen Unterschriften gegen ACTA (Die Presse)
http://diepresse.com/home/techscience/in...ften-gegen-ACTA



P.S. Bin sehr erfreut, dass insbesondere junge Menschen auf die Barrikaden gehen.
Sie tun es auch für uns Ältere, die sich schon manchen "Schweigepflaster" auflegen ließen.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Maerchenhexe Offline




Beiträge: 947

07.03.2012 07:21
#4 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Wenn man sich die Acta-Beiträge von Anonymous auf youtube anguggt kriegt man das Grausen, weiß aber auch genau, welchen Interessen mal wieder bedient werden.

Majka Offline




Beiträge: 8.773

07.03.2012 13:13
#5 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Gestern in den ZDF-Nachrichten wurde versucht, das ACTA "schmackhafter" zu machen. Aber ein ziemlich mauer Versuch, nach meiner Auffassung war es auch ihre Absicht, nicht überzeugend zu wirken.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

10.04.2012 11:54
#6 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Die Versuche, das Internet zu kontrollieren, halten weiter an. Hier die Initiative von Avaaz, diese Bemühungen zu stoppen:

Zitat

Liebe Freundinnen und Freunde,

Jetzt gerade versucht der US-Kongress heimlich ein neues Gesetz zu verabschieden, das das Ausspionieren des gesamten Netzes erlauben würde -- und sie hoffen, dass die Welt es nicht merkt! Wir haben schon einmal geholfen, ihre Netz-Attacke zu vereiteln, tun wir’s nochmal.

Mehr als 100 Kongressabgeordnete unterstützen einen Gesetzesentwurf (CISPA), der Unternehmen und der US-Regierung das Recht geben würde, jeden von uns so lange sie wollen und ohne richterliche Anordnung auszuspionieren. Zum dritten Mal versucht der US-Kongress, unsere Internet-Freiheit anzugreifen. Doch wir halfen, SOPA und PIPA zu stoppen -- und jetzt können wir dieses neue Schnüffelgesetz im Keim ersticken.

Unsere weltweite Welle des Protests spielte eine wichtige Rolle beim Schutz des Internets vor Regierungen, die gern alles, was wir online tun, überwachen und kontrollieren würden. Gemeinsam können wir dieses Gesetz für immer begraben. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie die Email an alle Internetnutzer, die sie kennen, weiter:

http://www.avaaz.org/de/stop_cispa/?vl

Unter dem Cyber Intelligence Sharing and Protection Act (CISPA) haben Firmen, die wir für Internetzugang nutzen, das Recht, Informationen über das, was wir online tun, zu sammeln. Diese dürfen mit der Regierung geteilt werde, ohne, dass wir darüber informiert würden -- und eine pauschale Immunitätsklausel schützt sie davor, wegen Bruchs der Privatssphäre oder anderer illegaler Handlungen belangt zu werden. Dies ist ein ungeheuerlicher Angriff auf die Vertraulichkeit, auf die wir alle uns beim Emailen, Skype-chatten, bei Suchen im Internet und vielem mehr verlassen.

Doch wir wissen, dass der US-Kongress die Reaktion der Welt fürchtet. Dies ist nun schon das dritte Mal, dass Abgeordnete es auf unser Internet abgesehen haben und klammheimlich drakonische Gesetz verabschieden wollen. Jedes Mal ändern sich Name und Inhalt des Gesetzes, in der Hoffnung, dass die Bürger keine Notiz nehmen. Organisationen wie die Electronic Frontier Foundation, die für Internet-Freiheit eintreten, haben den Gesetzesvorschlag bereits wegen seiner Beeinträchtigung von grundlegenden Rechten verurteilt. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle Alarm schlagen.

Unterzeichnen Sie die Petition an den US-Kongress gegen CISPA. Sobald wir 250.000 Unterschriften erreichen, überreichen wir unseren Aufruf an die 100 Abgeordneten, die das Gesetz unterstützen:

http://www.avaaz.org/de/stop_cispa/?vl

Die Internet-Freiheit ist täglich Bedrohungen durch Regierungen auf der ganzen Welt ausgesetzt -- doch die USA sind am besten positioniert, die Rechte von Internetnutzern anzugreifen, weil ein Großteil der Infrastruktur des Netzes sich dort befindet. Unsere Bewegung hat ein ums andere Mal bewiesen, dass die weltweite öffentliche Meinung helfen kann, Bedrohungen für unser Internet abzuwenden. Wir können erneut gewinnen.

Voller Hoffnung,

Emma, Rewan, Ricken, Antonia, Lisa, Morgan, Mia, Pascal und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Sopa kehrt zurück als Cispa: US-Internetrechtler warnen vor der neuen Gesetzesvorlage (NZZ)
http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/so...1.16291110.html

CISPA: Neues US-Gesetz bedroht Datenschutz im Internet (Der Standard)
http://derstandard.at/1333528332115/SOPA...utz-im-Internet



Bis jetzt haben fast 600 000 Menschen ihre Unterschrift unter den Aufruf gesetzt.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.773

11.12.2012 19:16
#7 RE: Protest gegen US-Zensur im Internet antworten

Es gibt wieder neue Bemühungen von autoritären Regierungen (Russland, China, Arabische Emirate), die Macht der Information im Internet unter ihre "Fittiche" zu bekommen, denn die heutige Situation ermöglicht vielen Bürgern sich (unabhängige) Informationen einzuholen. Wissen ist Macht. Für diejenigen, die gerne Kontrolle ausüben, bedeuten unabhängige Informationen für breite Öffentlichkeit eine Gefahr. Es ist daher kein Wunder, dass sie immer wieder versuchen, nur die Informationen zu erlauben, die aus ihrem "Info-Topf" kommen.

Heute kam Avaaz mit einem Aufruf und bitte um Unterstützung, um die Freiheit im Internet beizubehalten. Da wir in den letzten Jahren selbst erfahren durften, wie der Slogan "Big Brother ist Watching You" tatsächlich zum Alltag wird, sollten wir über die Internet-Freiheit und freien Zugang zu Informationen selbst bestimmen.

Hier der Aufruf von AVAAZ:

Zitat
Liebe Freundinnen und Freunde,

in diesem Augenblick drängen autoritäre Staaten bei einem UNO-Treffen auf stärkere Internet-Kontrolle durch Regierungen und wollen dies in einem verbindlichen weltweiten Abkommen verankern -- wenn sie Erfolg haben, könnte das Internet weniger offen, teurer und weitaus langsamer werden. Wir haben noch 2 Tage, um sie zu stoppen.

Das Internet ist ein spektakuläres Beispiel von Bürgerengagement -- wir können uns miteinander vernetzen, unsere Meinung äußern und Druck auf Politiker und Unternehmen ausüben. Das ist vor allem so, weil das Internet bisher von Nutzern und Non-Profit Organisationen verwaltet wurde und nicht von Regierungen. Aber jetzt versuchen Länder wie Russland, China und die Vereinigten Arabischen Emirate eines der wichtigsten Telekommunikations-Abkommen namens ITR umzuschreiben, um das Internet unter ihre Kontrolle zu bringen -- das Web würde dann von den Interessen der Regierungen geformt und nicht von uns, den Nutzern. Tim Berners Lee, einer der “Väter des Internets” hat gewarnt, dass dies die Online-Zensur erhöhen und sogar in unsere Privatsphäre eindringen würde. Aber wenn wir mit einer überwältigenden Petition jetzt Einspruch erheben, können wir den Einfluß der Länder stärken, die mit uns gegen diesen Machtentzug kämpfen.

Wir haben Angriffe wie diese bereits gestoppt und wir können es erneut tun, bevor das Abkommen diese Woche verabschiedet wird. Eine Welle des Widerstandes gegen ein neues ITR baut sich bereits auf -- unterzeichnen Sie die Petition und machen Sie den Regierungen damit klar, dass sie die Hände von unserem Internet lassen sollen! Und dann leiten Sie diese E-Mail an jeden weiter, den Sie kennen -- sobald wir 1 Millionen Unterzeichner erreichen, wird es direkt an die Delegierten bei ihrem gemütlichen Treffen übergeben:

http://www.avaaz.org/de/hands_off_our_in...bytHaab&v=20046

Das Treffen um den ITR (International Telecommunication Regulations) zu überarbeiten, wurde von der UNO-Organisation International Telecommunications Union (ITU) einberufen. Normalerweise würde es nicht viel Aufmerksamkeit erhalten, aber Russland, China, Saudi Arabien und andere Länder versuchen das Treffen zu nutzen, um die Kontrolle des Internets durch Regierungen zu erhöhen mit Vorschlägen, die es erlauben würden, dass unser Internetzugang leichter abgeschaltet werden kann, die unsere Privatssphäre gefährden, die Überwachung und Datenblockierung legalisieren sollen und neue Gebühren für Inhalte im Netz einführen könnten.

Im Moment hat unser Internet kein zentrales Regulierungsorgan, aber verschiedene Nonprofit-Organisationen arbeiten zusammen um unterschiedlichen technologischen, kommerziellen und politischen Interessen gerecht zu werden und das Internet am Laufen zu halten. Das aktuelle Modell ist sicherlich nicht ohne seine Mängel. Amerikanische Dominanz und Unternehmenseinflüsse zeigen den dringenden Bedarf für Reformen, aber Veränderungen sollten sicherlich nicht von einer undurchsichtigen Behörde, welche nur von Regierungen geleitet wird, diktiert werden. Sie sollte durch einen offenen und transparenten, von uns Bürgern geführten Prozess entstehen -- und die Interessen von uns Nutzern ins Zentrum stellen.

Die ITU macht extrem wichtige Arbeit -- sie erweitert bezahlbahren Zugang für arme Länder und sichert Netzwerke -- aber es ist nicht der richtige Ort um zu entscheiden, wie das Internet operiert. Lassen Sie uns sicherstellen, dass das Internet frei und von der Öffentlichkeit verwaltet bleibt und der ITU und der Welt zeigen, dass wir angesichts dieses Angriffs auf unser Internet nicht Schweigen werden. Klicken Sie unten, um zu unterzeichnen und leiten Sie diese E-Mail anschliessend in Ihrem Freundeskreis weiter:

http://www.avaaz.org/de/hands_off_our_in...bytHaab&v=20046

Avaaz Mitglieder sind bereits zuvor zusammen gekommen, um das freie Internet zu schützen -- und haben gewonnen. Über 3 Millionen von uns haben die USA aufgefordert, einen Gesetzesentwurf zu stoppen, welcher es Regierungen erlaubt hätte, jegliche Webseite zu schließen. Das haben wir erreicht, indem wir mitgeholfen haben, das Weiße Haus dazu zu bewegen, seine Unterstützung dafür fallen zu lassen. In Europa hat das europäische Parlament geantwortet nachdem 2.8 Millionen von uns sie dazu aufgerufen haben ACTA aufzugeben, ein weiterer Angriff auf unser Internet. Gemeinsam können wir es jetzt wieder tun.

Mit Hoffnung,

Pascal, Ian, Paul, Luca, Caroline, Ricken, Kya and the rest of the Avaaz team

Weitere Informationen:

Autoritäre Staaten drängen auf Internet-Kontrolle (Spiegel)
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolit...e-a-871816.html

Russland versucht erneut, das Netz zu übernehmen (Zeit)
http://www.zeit.de/digital/internet/2012...-dubai-endspurt



P.S.
Wenn jemand wie ich in einem totalitären Regime groß geworden ist, reagiert wohl etwas empfindlicher auf derartige Bemühungen.

_______________

Liebe Grüße
Majka

«« Organspenden
 Sprung