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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Lagerfeuer
Majka Offline




Beiträge: 8.884

31.01.2012 21:43
Lumia - Stern des Lichts antworten

Zarania auf der Suche nach dem Licht

Von: Alexisorbas



Einst, hergeschickt von seinem Heimatstern Lumia, dem Planeten des Lichts, sollte Zarania einen ganz bestimmten Auftrag erfüllen auf der Erde. Es hieße, die Menschen und ihr Planet wären bald soweit, nach vielen Jahrtausenden des Schreckens, die Liebe zu finden, zu erkennen und zu verstehen, dass alle Menschen untereinander, aber auch mit jedem kuscheligen Kätzchen, jedem kleinen unscheinbaren süß-riechenden Gänseblümchen, jeder stattlichen stolzen Eiche und jedem runden grauen oder weißen Stein untrennbar verbunden sind, sie aber nicht in der Lage wären, es zu leben, es zu atmen, es zu sein.

Ein Pionier sollte Zarania einmal werden auf der Erde. Ein Krieger des Lichts, ein Visionär und ein Querdenker. Aber was ist passierst? Die Schatten der Menschen und der Erde wurden immer größer und größer und Zarania sah das Licht nicht mehr in sich selbst, das er doch eigentlich in sich tragen sollte – als Kind Lumia´s. Und wenn ein Kind kein Licht mehr in sich selbst erkennen kann, wie es schimmert und leuchtet, so können auch alle anderen Kinder der Erde es an ihm nicht sehen. Saft- und kraftlos, sinn- und ziellos fiel Zarania zu Boden, schrie, weinte und verzweifelte.

Wo ist die bessere Welt, die keimen sollte, wie die Obersten Lichtkrieger Lumia´s versprochen hatten? Denn Zarania war nicht der Einzige, der sein Licht auf der Erde erstrahlen lassen sollte. Viele Lichter Lumia´s, die sich als solche zu erkennen gaben, redeten nur, lamentierten, jammerten und gaben vor, wie weit sie ihr Licht schon verbreiten könnten. Die meisten derjenigen wollten Lumianer gerne sein, waren es aber nicht. Sie bemühten sich, so zu sein, aber erlagen immer wieder Verblendungen und Illusionen. Einige wenige echte Lumianer erreichten Zarania und begleiteten seinen Weg eine Zeit lang. Das half ihm zwar sehr, aber auch das konnte ihm nicht die Energie geben, die Zarania auf seinem bisherigen Weg auf der Erde verloren hat. Zarania´s Familie auf Lumia versuchte ständig, ihm Signale zu geben, damit er den Weg wieder finden kann, von dem er anscheinend völlig abgekommen ist – und wie er an seine Energien wieder kommen könne. Sie versuchten, mit ihm zu sprechen, ihm Mut und Hoffnung zu schicken, ihm Kraft zu geben. Doch er erhörte sie nicht. Er fühlte sich weder als Mensch noch als Lumianer. Somit war er nicht in der Lage, einerseits Wurzeln zu schlagen auf der Erde, andererseits seine Antennen weit in den Himmel wachsen zu lassen.

Dabei war die Erde ein so schöner Planet, auch wenn es dort viele hässliche Kriege gab. Kleine und große Kriege – bei jedem Menschen in sich selbst tief drinnen und in jedem Land. Zarania mochte die Erde, vor allem das Rauschen der Bäume hatte es ihm angetan. Im Wald, inmitten der zeitlosen kräftigen Riesen, die ihre Wurzen so weit in die Erde schlagen konnten, war es ihm möglich seine Energiereserven wenigstens zeitweise wieder aufzuladen. Auch das Vorbeiziehen der Wolken und der Vögel, wenn er in den blauen Himmel blickte, bereitete ihm große Freude. Aber nachdem er seine letzten Energiereserven verlor, hatte er auch daran keinen Spaß mehr. Alles Schöne war hässlich und auch der Himmel war nicht mehr blau. Das weite rauschende Meer war schwarz und die klare Atemluft war stark verschmutzt. Zarania hatte sich mitreissen lassen vom Sog und vergessen, einzigartig zu sein. Und irgendetwas nahm ihm immer mehr Kraft, die er so dringend benötigt hätte, um sein Licht wieder zu finden.

Irgendwann fanden die Signale Zarania´s Familie aus Lumia doch ihr Ziel. Sie sagten zu Zarania liebe- und verständnisvoll, dass er nicht mehr warten solle – auf gar nichts! Ihm wurde erklärt, dass er als Mensch keinesfalls warten dürfe, z.B. auf andere Lumianer, um ihm den Weg zu zeigen. Als Mensch hätte man alles bereits in sich, was es zu entdecken gäbe – ob mit lumianischen Blut oder ohne. Sie sagten, es ist wie eine Fantasiegeschichte in einem Regenbogenland, in der man alles, was man sich von einer Guten Fee wünscht, sofort geschenkt bekommt. Aber nur, wenn man sich zuerst bereit erklärt, sich auf den inneren Weg zu machen. Der innere Weg führe zuerst zum Herzen. Danach würde man sich selbst kennen lernen dürfen, mit all seinen Stärken und Schwächen. Dieser Weg ist steinig und schwer, auch das räumte seine Familie ein. Aber anders ginge es einfach nicht, um zu sich selbst zu finden und dann auf der Erde Licht zu verankern. Möglicherweise wirst du irgendwann ein Einsamer Krieger sein, sagten sie weiter. Aber wenn du dich selbst liebst, wird es dir dabei nicht schlecht gehen, auch wenn sich das für dich jetzt befremdlich anhören mag.

Das frustrierte Zarania noch viel mehr. Von nun an kam es ihm so vor, auf seinem persönlichen Lebensweg, im Innen wie im Außen, einen Schritt vor und zwei Schritte zurück zu gehen. Wenn er glaubte, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, machten sich alsbald Zweifel breit. Zweifel, das Ziel erreichen zu können. Zweifel, ob er in der Lage wäre, alles, was er vor hatte umsetzen zu können. Er hatte so viele Pläne und Visionen im Kopf. Seine Kreativität war unerschöpflich. Aber es gelang ihm einach nicht, sie auf der Erde zu manifestieren. War er Himmel hoch jauchzend und euphorisch wegen seiner Fantasie und Vorstellungskraft, so wurde er jedes Mal wieder unsanft zu Boden geworfen und war zu Tode betrübt.

Aber es gab einen See, der ihn immer wieder auffing. Der See der Tränen. Er war sein Verbündeter und war immer da, wenn er sich nicht gut fühlte. Irgendwann liebte er diesen See so sehr, dass er darin immerzu baden wollte – bis er eines Tages fast darin unterging. Zarania merkte jetzt schmerzlich, dass er diesen See der Tränen schon ab und zu aufsuchen, aber nicht süchtig danach werden dürfe. Das kostete ihm immer mehr und mehr Kraft und Energie, die er ohnehin zu wenig in sich trug – zumindest glaubte er dies, da er felsenfest davon überzeugt war.

Fortsetzung folgt (vielleicht)…

Copyright: Alex / 2012Spirit

Quelle: http://www.2012spirit.de/

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Liebe Grüße
Majka

Anja Offline




Beiträge: 560

01.02.2012 10:20
#2 RE: Lumia - Stern des Lichts antworten

Herzlich(t)e Grüße
Anja

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