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Dieses Thema hat 32 Antworten
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Satjamira ( Gast )
Beiträge:

03.06.2007 01:14
#16 RE: Pottwale antworten
Hallo ihr Lieben, ich bin zurück aus den USA, resp. aus Boston. Wir waren dort auf einer Whale watch tour und es spielten an die 10 Wale um uns herum. Sie schienen sich richtig gegenseitig übertrumpfen zu wollen um uns zu erfreuen. Es war ein totales Gaudi. Hier Bilder von Potwalen der auf dem Maul lauter Möwen hat. Immer wenn sie einen Ort umkreisten, wussten wir, dass bald ein Wal auftauchen würde.

Herzlichst
Satjamira

ICH BIN
Teil der seelenmonade 111 - die Drei in Einheit

Angefügte Bilder:
IMG_2122.JPG   IMG_2162.JPG   IMG_2155.JPG  
Als Diashow anzeigen
Regina ( Gast )
Beiträge:

03.06.2007 09:11
#17 RE: Pottwale antworten

Danke, liebe Satjamira für die schönen Fotos.....
sicher ist es ein bleibenes Erlebnis für dich gewesen....

Majka Offline




Beiträge: 8.785

03.06.2007 09:28
#18 RE: Pottwale antworten

Die Wale strahlen viel Leichtigkeit, Freude und Verspieltheit aus, auch wenn sie zu keinen Leichtgewicht-Geschöpfen gehören. Um so mehr eine Anregung für den Alltag: alles mit Leichtigkeit u. Freude angehen!
Danke, liebe Satjamira!

_______________

Liebe Grüße
Majka

Elke Offline




Beiträge: 2.637

03.06.2007 12:22
#19 RE: Pottwale antworten

Herzlichen Dank, liebe Satjamira.

So nah bei den Walen zu sein, muss wirklich ein erhebendes Gefühl sein.

Licht und Liebe
Elke

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

04.06.2007 10:39
#20 RE: Pottwale antworten

Hallo ihr Lieben

Majka, von den Buckelwalen hab ich auch gehört und gelesen. Mein letzter Stand war, dass sie wieder ins Meer gefunden haben. *puh!*

Die Bilder sind echt toll, Satjamira! Ich war vor 15 Jahren mal in Australien mit meinen Eltern und hab leider keine Wale gesehen. Aber mir war auch damals schon klar, dass ich - falls ich welche sehen sollte - am Liebsten sofort ins Meer hüpfen und zu ihnen wollen würde und so ist es noch immer. Es ist unbeschreiblich, was von diesen Tieren alles ausgeht! Auf mich strahlen sie auch eine unendliche Weisheit, Ausgeglichenheit und Tiefe und Bewusstheit aus.

In meinem tollen Buch über Pottwale bin ich leider noch nicht weiter gekommen bisher. Viel zu tun mit allen unseren anderen Tieren. ;-)

Stefan ( Gast )
Beiträge:

05.06.2007 04:50
#21 RE: Pottwale antworten

Liebe Satjamira,

ich freue mich sehr für Dich, dass du diese einmaligen
Geschöpfe live erleben durftest. Das muss richtig
schönes und ein einfühlsames Erlebnis für
Dich gewesen sein.

Alles Liebe wünscht Dir
Stefan

Majka Offline




Beiträge: 8.785

05.06.2007 12:30
#22 RE: Pottwale antworten

Liebe Iku,
in meinem Bücherregal liegen einige Bücher, die ich mir gekauft habe, weil ich sie einfach lesen "musste"... und doch bin ich dazu noch nicht gekommen. Einige warten geduldig auch mehrere Jahre.
Offensichtlich war der Impuls sie zu lesen zu früh da. Aber sie sind bestimmt irgendwann dran!

_______________

Liebe Grüße
Majka

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

05.06.2007 14:48
#23 RE: Pottwale antworten

Herrlich, Majka!
Das kenne ich gut! Bei mir sieht's auch so aus!
Da gibt es Bücher, die musste ich haben und muss sie noch immer haben. Nur zum Lesen komm ich nicht. Aber wie du auch schon sagst - irgendwann sind sie dran!

Majka Offline




Beiträge: 8.785

06.06.2007 09:24
#24 RE: Pottwale antworten

Liebe Iku

_______________

Liebe Grüße
Majka

Elke Offline




Beiträge: 2.637

07.06.2007 18:33
#25 RE: Pottwale antworten

Hallo Ihr Lieben,
meine Tochter war in Sydney mit einem Katamaran auf dem offenen Meer,
um Wale zu sehen.

Gestern hatten sie sehr großes Glück.
Zwei Buckelwale und viele Delfine durfte sie sehen.
Das Ereignis und das Verhalten der Wale war sehr außergewöhnlich, so dass sogar
das Fernsehen es filmte und abends in Australien ausstrahlte.
Wie ich hörte, ist es sehr selten, dass Wale so ausgelassen und oft springen.

Wer Lust hat, kann sich dies gerne auf Video anschauen - s. Link (vorher ist ganz kurz Werbung,
dann geht's los. Leider sieht man nur kurz die Delfine.

http://news.ninemsn.com.au/article.aspx?id=271542

Licht und Liebe
Elke

Satjamira ( Gast )
Beiträge:

08.06.2007 18:22
#26 RE: Pottwale antworten

Leider konnte ich das Programm zum Anschauen nicht laden....

ICH BIN
Teil der seelenmonade 111 - die Drei in Einheit

Elke Offline




Beiträge: 2.637

08.06.2007 19:50
#27 RE: Pottwale antworten

Liebe Satjamira,
das ist ja schade, dass Du Dir das Video nicht ansehen konntest
Unter dem Begriff "Video" kann man sich auch Fotos anschauen.
Geben natürlich nicht das wieder, wie ein bewegtes Bild

Herzlichst
Elke

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

11.06.2007 12:10
#28 RE: Pottwale antworten

WAHNSINN!!! *seufz* Danke Elke für die Links, die sind ja toll!
Meine Güte, sind das tolle Aufnahmen - ich bin ganz hin und weg!

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

09.07.2007 13:04
#29 RE: Pottwale antworten

Hier gibt es großartige Bilder: http://www.wale-delfine.de/bildergalerie...hales/index.htm

Ebenfalls von dieser (http://www.pottwale.de/einf.htm + http://www.pottwale-dasbuch.de/) Seite:

In Antwort auf:
Pottwale - Eine Einführung

Pottwale nehmen selbst unter den größten Tieren dieser Erde noch eine Sonderstellung ein. So werden sie nicht, wie andere Wale, in Unterarten unterteilt. Der Grund ist so einfach wie faszinierend. Sie wandern durch alle Weltmeere. Sie leben in den arktischen Regionen, in den Subtropen in den Tropen und der Antarktis. Sie sind im Mittelmeer ebenso zu finden wie im Golf von Aden, dem indischen, atlantischen und pazifischen Ozean. Besonders von den Männchen ist bekannt, dass sie große Entfernungen überwinden. Aber auch Weibchen wurden beim wandern zwischen den Ozeanen beobachtet. So vermischen sich die Pottwale immer wieder in allen Ozeanen.
Obwohl sie die niedrigste Geburtenrate aller Tiere dieser Erde haben und über Jahrhunderte gnadenlos gejagt und getötet wurden, gibt es auch heute noch eine große, weltweite Population. Da aber hauptsächlich die Männchen aufgrund ihrer Größe und ihrer Masse gejagt wurden, kann niemand sagen, ob diese Walart nicht schon zu den aussterbenden Arten gehört.
Sie leben dort wo die Ozeane tief sind. Trotz der Anzahl und der Verbreitung sind sie nur schwer zu erforschen, da sie die offenen, tiefen Ozeane bevorzugen. Das meiste Wissen um sie haben wir uns von getöteten oder gestrandeten Walen erworben. Ihre Lebensweise, ihr Sozialverhalten, ihre Reaktionen auf Umweltveränderungen, all dies wird erst seit kurzem und unter schwierigen Bedingungen erforscht. Wie sich Pottwale paaren, ihre Kinder gebären oder wie sie fressen wurde noch nie beobachtet. Selbst über ihr Jagdverhalten gibt es nur Vermutungen. Aber auch sonst bietet der Pottwal einige Rekorde, die ihn gegenüber den anderen Walen eine Sonderstellung einnehmen lassen. Es sind die größten Raubtiere dieser Erde.

Männliche Tiere erreichen eine Länge von über 20 Metern und wiegen dabei über 60 Tonnen. Sie haben die größten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mit weniger als 12 Metern erreichen die weiblichen Tieren nur zwei Drittel der Größe und mit 15 Tonnen nur knapp ein Drittel des Gewichts der Männchen.

Sie haben das ausgeprägteste Sozialverhalten aller großen Wale und sie beherbergen in ihrem riesigen Kopf das größte Gehirn, das jemals ein Lebewesen auf dieser Erde gehabt hat. Pottwale sind die vollendetsten Taucher unter den Säugetieren. Männliche Tieren erreichen Tiefen von bis zu 3000 Metern und bleiben dabei über eine Stunde unter Wasser. Sie erzeugen mächtige Klicks mit denen sie sich orientieren und selbst über große Entfernungen verständigen können.
Sie haben im Allgemeinen nur im Unterkiefer Zähne. Diese aber sind, wir ahnen es schon, die größten Zähne im Tierreich mit Ausnahme der Stoßzähne. Sie wachsen bis zu einer Länge von 25 cm und wiegen dann über 1 Kg das Stück. Sie können den Unterkiefer bis nahe 90 Grad öffnen. Gerade genug für ihre Beutetiere, den Tiefseekalmaren. Prachtstücke dieser Spezies haben Saugnäpfe groß wie Essteller und Spannweiten ihrer ausgebreiteten Arme von 20 Metern und mehr.
Ihre Fluke ist, natürlich, die Größte unter den Walen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße.


Pottwale - Ein Mythos

Wurde bereits im Alten Testament ein Pottwal erwähnt? Zunächst ist beim Propheten Jonas von einem großen Fisch die Rede, welcher ihn als Strafe Gottes verschlungen hat. Später, in der Bibelübersetzung Martin Luthers, wird bei Matthäus aus dem großen Fisch der erste schriftlich erwähnte Walfisch:
"Denn gleich wie Jonas war drey Tage und drey Nacht in des Wallfisches Bauch ..."

Sicher ist, dass bereits im Altertum Pottwale bekannt waren. Es existieren etliche Darstellungen von ihnen. Da von ihnen aber über Wasser kaum etwas zu sehen war, liegen sie auf alten Bildern und Zeichnungen mit dem Bauch auf dem Wasser. Vielleicht liegt es auch daran, dass durch gelegentliche Strandungen das Aussehen der Pottwale schon lange vor Beginn des Walfanges gut bekannt war.In Comics werden, wenn Wale benötigt werden, ebenfalls meistens Pottwale, wie hier bei Disneys Donald Duck aus der Geschichte: "Seemannslos",


der in seinen Geschichten schon mehrere Abenteuer mit Pottwalen zu bestehen hatte, gezeichnet.
Um ihn als Wal überhaupt erkennen zu können, muss auch dieser mit dem Bauch auf dem Wasser liegen.

Im Jahre 1839 erregte der Marineoffizier Jeremiah Reynolds mit einem Artikel aufsehen, der von einem riesigen weißen Pottwal Namens "Mocha Dick", so benannt nach einer chilenischen Insel, berichtete, der nicht nur etliche Walfangboote sondern sogar das Mutterschiff Namens Essex versenkt haben soll. Dieser Pottwal sei 30 m lang und über 100 Tonnen schwer gewesen. Sein Körper war über und über mit Harpunen gespickt. Nach seinem Bericht wurde der Wal an weit voneinander entfernten Plätzen gesehen und viele Harpuniere rühmten sich, diesen Wal erlegt zu haben.
Ob es immer der gleiche war, ob er diese Größe erreichte und ob er tatsächlich getötet wurde darf bezweifelt werden. Sicher scheint jedoch zu sein, dass dieser Pottwal Hermann Melville zu seinem 1951 erschienenen Welterfolg Moby Dick inspirierte, der den Kampf eines besessenen Walfängers mit einem gigantischen, weißen Pottwal beschreibt.


Moby Dick wurde das Synonym für den Pottwal, ja sogar das Synonym für Wale oder auch große Fische schlechthin. Selbst Kinder ordnen diesen Ausdruck einem Pottwal zu.
Dazu hat nicht zuletzt der 1956 fertig gestellte und seitdem in unzähligen Wiederholungen gesendete, gleichnamige Film mit Gregory Peck als verbitterten Käpitän Ahab, der das von Moby Dick abgerissene linke Bein durch einen Walknochen ersetzte, beigetragen.

1997 folgte ein Remake dieses Films mit Patrick Stewart in der Rolle des Käpt'n Ahab. In dem 1997 in Australien gedrehten Film taucht auch Gregory Peck, diesmal als Prediger wieder auf.
Ein heutiger Nachfahre Hermann Melvilles ist in der Techno-Szene als "Moby" erfolgreich.

Auf unzähligen Darstellungen sehen wir Moby Dick als Inbegriff des Kampfes Mensch gegen das Ungeheuer.

Doch Pottwale, ob dunkel oder hell, haben mit dem angrifflustigen, Schiffe versenkenden Filmstar nun so gar nichts gemeinsam. Als die friedliche Erforschung der Wale in den fünfziger Jahren begannen, standen die Wissenschaftler den Tieren sehr skeptisch gegenüber. Zu viel hat man von den Walfängern gehört, die ihren heroischen Kampf gegen ein kraftvolles, übermäßiges Ungeheuer geführt haben, das nur die Vernichtung der Schiffe im Sinn hatte. Doch schnell haben sie erkannt, dass diese Tiere friedvolle Wesen sind, die dem Menschen eher ausweichen als ihm zu nahe zu kommen.


Pottwale - Lebensweise

Was machen Pottwale, wenn sie nicht tauchen und fressen?
Sie wandern, sie paaren sich oder sie treffen sich zu einem gemütlichen Beisammensein. So oder ähnlich könnte man den Lebensrhythmus dieser mächtigen Tiere in kurze Worte fassen.
Pottwale wandern, wie andere Wale auch. Aber sie wandern doch anders. Es sind Pottwalgruppen bekannt, die sich ganzjährig in bestimmten Gebieten aufhalten.



Sie bestehen in der Regel aus erwachsenen Weibchen und Jungtieren beiderlei Geschlechts. Andere Familien wandern stetig, um dann zu den passenden Zeiten an bestimmten Orten zu sein, die wir als Paarungsgebiete der Pottwale kennen.
Die erwachsenen Männchen wandern einzeln oder in kleinen Gruppen zwischen diesen Paarungsgebieten und den nahrungsreichen Polargebieten, wobei sie bestimmte Wanderstrecken bevorzugen.
Warum wandern Wale überhaupt?
Die Sommer in den Polarregionen ziehen viele Tausend Wale an. Dann entwickelt sich dort Krill, garnelenartige Kleinlebewesen, in einer schier grenzenlos erscheinenden Menge. Dieser Krill dient den Bartenwalen, speziell den Glatt-, Blau und Finnwalen als primäre Nahrungsquelle. Diese Tiere müssen in der kurzen Zeit der polaren Sommer den Nahrungsbedarf für den gesamten Rest des Jahres zu sich nehmen. Kommt der Polarherbst, verschwindet der Krill wieder und der Tisch ist abgeräumt. Nun beginnt die Zeit der Dunkelheit und der schweren Stürme. Die Wale wandern dann in die gemäßigten und tropischen Gebiete. Während dieser Zeit nehmen sie keine, oder im Falle des Grauwals, nur wenige Nahrung zu sich. So kommt es also regelmäßig vor, dass die großen, gewaltigen Wale 6 Monate oder mehr absolut hungern.

Unserem Pottwal geht es nicht ganz schlecht. Zwar wandern die Männchen im Sommer ebenfalls in die Polarregionen. Dort sind in dieser Zeit auch die Tiefseekalmare gut genährt und sie finden reichlich Nahrung. Aber auch in der übrigen Zeit findet der Pottwal seine Beute in den gemäßigten und tropischen Zonen, aber hier sind die Tintenfische kleiner und weniger gut genährt und er muss öfter Tauchen, um die notwendigen Nahrungsmenge aufnehmen zu können.
Ein erwachsener Pottwalbulle benötigt etwa 1 Tonne Kalmare pro Tag. Die Weibchen brauchen dagegen weniger als die Hälfte und können ihren Bedarf daher auch mit kleineren Tieren decken, die sie zudem schon in verhältnismäßig geringen Tiefen, in etwa 400 - 800 Metern finden. Aus diesem Grund können sie sich bei Ihren Wanderungen auf die, für die Babys und Jungtieren angenehmeren, gemäßigten und tropischen Breiten beschränken.

Pottwale leben in Gruppen von 3 bis 50 Tieren, die von einem erwachsenen Weibchen angeführt werden. Diese Gruppen bestehen aus Großmüttern, Müttern mit ihren Kälbern, aus trächtigen Weibchen, aus Jungtieren und aus noch nicht ausgewachsenen Männchen. Diese sondern sich aber bald von diesen Gruppen ab und ziehen in eigenen kleinen Gruppen auf den Wanderwegen der geschlechtsreifen Bullen.
Die Pottwale haben die niedrigste Reproduktionsrate im Tierreich. Nur alle 3 - 5 Jahre wird ein Weibchen schwanger.
Sie trägt ihr Junges etwa 15 Monate. Bei der Geburt, bei der das Baby wie bei allen Walen und Delphinen mit dem Schwanz voran den Mutterleib verlässt, damit es bei einem längeren Geburtsprozess nicht ertrinkt, ist das Pottwaljunge bereits 4 -5 Meter lang und wiegt fast 5 Tonnen.
Es kann, natürlich, sofort schwimmen, aber noch nicht tief tauchen. Daher wird es nun beinahe 3 Jahre mit der äußert fetthaltigen Milch (sie hat einen Fettgehalt von fast 50%, einen hohen Anteil an Eiweiß, Phosphor und Kalzium, aber weniger Wasser und Milchzucker als die Milch von Landsäugern) der Mutter gesäugt. Durch die Kopf- und Maulform kann das Kleine nicht, wie bei Menschen oder anderen Säugetieren, an den Zitzen der Mutter saugen. Man nimmt an, das das Junge unter die Mutter taucht und die Zitzen mit dem Ende der Mundwinkel umschließt. Nun bekommt es die Milch von der Mutter direkt in den Mund gespritzt und braucht nur noch zu schlucken. So genährt kann das Junge bis zu 100 kg Gewicht pro Tag zulegen



Die Mutter geht nach der Geburt sofort wieder auf Nahrungssuche um genug Milch produzieren zu können. Dabei muss es ihr Baby an der Oberfläche zurücklassen. Da es hier, trotz seiner bereits imposanten Größe, vielen Gefahren ausgesetzt ist, sind immer andere erwachsene Weibchen der Gruppe in der Nähe. Und auch die Mutter befindet sich immer in Rufweite ihres Jungen. Bei Gefahr kann sie so innerhalb weniger Minuten wieder bei Ihrem Jungen sein.

Während die Pottwalweibchen bereits mit etwa 10 Jahren geschlechtsreif werden, sind es beim Männchen 18 -20 Jahre. Bis es soweit ist leben sie zunächst in ihren Familien, dann schließen sich sich mit anderen Jungbullen zu eigenen losen Gruppen zusammen, bis sie dann zu Einzelgängern werden, die nur noch zur Paarungszeit für wenige Stunden bis einige Tage zu den oben beschriebenen Gruppen stoßen.

Da die Pottwale während ihrer Tauchgänge auch Abfallprodukte, wie etwa CO2, produzieren, dieses aber während der kurzen Oberflächenpausen von etwa 10 Minuten nicht vollständig abbauen können, müssen sie von Zeit zu Zeit längere Pausen einlegen um ihren Körper wieder vollständig zu entsorgen. Die Wale einer Gruppe tun dies alle zur gleichen Zeit. Diese nutzen sie, um ihre Sozialbindungen zu stärken. Sie kommen zusammen, reiben ihre Körper aneinander und bleiben dicht beisammen. Es ist auch die Zeit der größten Oberflächenaktivität. Die Jungen Männchen springen in dieser Zeit oftmals fast gänzlich aus dem Wasser, um dann mit einem ohrenbetäubenden Lärm wieder auf die Wasseroberfläche zu klatschen. Die Wale schlagen dann auch gelegentlich mit der Fluke auf die Wasseroberfläche. Dies tun sie mit einer solchen Wucht, dass die Geräusche die sie dabei erzeugen selbst über Wasser noch viele hundert Meter weit zu hören sind.

Gegenüber ihren monotonen Klicks während ihrer Tauchphasen, senden sie nun wesentlich komplexere Töne aus. Diese nennt man Codas und nimmt an, dass es die Verständigungssprache der Pottwale ist. Diese Codas unterscheiden sich je nach Region. Die Wale im indischen Ozean z.B. "sprechen" einen anderen Dialekt als die des Atlantiks. Eine weitere Spielart der Verständigung sind die mächtigen "Clangs", welche die Pottwalbullen erzeugen, wenn sie zu einer Walschule gestoßen sind. Ob diese Töne, die im Abstand von etwa 5 Sekunden erzeugt werden, die Ankunft des Männchens für die Weibchen signalisieren sollen, oder eine Warnung an andere Bullen sich ebenfalls dieser Schule zu nähern, ist unbekannt.
Die Klicks der Pottwale sind eine wundersame Sache. Mehrmals schon hatte ich Gelegenheit mich in der Nähe einer Pottwalschule schwimmend im Wasser aufzuhalten. Ist die Neugier eines Wales erst einmal geweckt, kommt er langsam näher. Schon aus 50 Metern Entfernung beginnt er den Körper des seltsamen Wesens vor ihm abzutasten. Er tut dies, indem er seine Echoortung wie ein Sonar über den Körper gleiten lässt. Diese Klicks sind buchstäblich am ganzen Körper zu spüren.
Er kommt dabei immer näher. Durch die Anordnung der Augen, die ja ziemlich weit hinten, fast am Ende des Kopfes liegen, ist seine Sicht, vor allem in der Nahzone, stark eingeschränkt, behindert durch den großen, weit nach vorn ragenden Kopf.

Man nimmt an, dass der Wal die beste Stereosicht nach vorn/unten hat. Daher dreht sich der Wal beim Näher kommen oftmals auf die Seite, so dass er den Untersuchungsgegenstand dann genau in der richtigen Sichtposition hat. Der Schwimmer sieht den Wal nun mit der im zugewandten Unterseite.

Diese Sichtweise hat den Vorteil, dass man nun das Geschlecht des Wales leicht bestimmen kann. Bei einem Weibchen liegt die Afteröffnung nahe der Geschlechtsfalte. Außerdem befinden sich neben dieser die etwas kleineren Hautfalten in denen die Zitzen verborgen sind.
Beim Männchen dagegen liegt die Afteröffnung viel weiter hinten.


Pottwale - Lebensraum

Die Sonne neigt sich dem Horizont zu. Die beiden Pottwale, die wir schon seit Stunden aus respektvollem Abstand beobachten, werden gleich wieder abtauchen. Im Beobachtungszeitraum hat ihre Oberflächenpause immer zwischen 11 und 13 Minuten gedauert. Dann tauchten sie ab um nach 25 - 35 Minuten in der Nähe der Abtauchstelle mit einem kräftigen, weithin hörbarem Blas wieder die Wasseroberfläche zu durchbrechen. Unsere beiden Wale, aufgrund ihrer Größe sind es Weibchen oder noch junge Männchen, sind jetzt seit etwa 11 Minuten langsam aber stetig in Richtung Norden schwimmen.

Bei der nun tiefstehenden Sonne wird die Beobachtung schwieriger. Dann ist es wieder soweit. Ein weiterer Tauchgang kündigt sich zunächst durch eine stärkere Krümmung des Rückens an. Dann wird er noch einmal gestreckt und der Kopf wird dadurch etwas höher aus dem Wasser gehoben. Ein letzter tiefer Atemzug, dann schließt sich das Blasloch. Der Rücken wird nun zu einem Buckel geformt. Langsam, aber majestätisch erhebt sich die Fluke aus dem Wasser. Zunächst ist sie noch nach hinten abgeknickt.

Bedingt durch die Ausfransungen am hinteren Flukenrand, die auf Angriffe von Orcas oder Haien oder anderen großen Fischen schließen lassen, fließt das Wasser in vielen kleinen, funkelnden Wasserfällen ins Meer zurück. Dann wird die Fluke senkrecht gestellt. Elegant verschwindet der Wal von der Wasseroberfläche ohne auch nur einen Spritzer zu hinterlassen. Die leicht gekräuselte See lässt kaum erahnen, dass sich hier vor wenigen Sekunden noch ein 15 Tonnen schweres Tier aufgehalten hat.


Auf seinen Weg nach unten hat der Wal nach 2 Minuten die Tiefengrenze für menschliche Taucher erreicht. Farben sind hier nicht mehr zu erkennen. Nach 3 Minuten ist die Tiefengrenze der meisten Delfinarten in etwa 300 Meter Tiefe erreicht. Nach einigen weiteren Minuten sollte er die tiefste Stelle seines Tauchganges in 500 - 1000 Meter Tiefe erreicht haben. Das Wasser ist hier pechschwarz und 2 Grad kalt. Mit Hilfe seines Spermacetiorgans, einem mit einer gelblichen öligen Masse gefüllten Bereich in seinem riesigen Kopf, für dessen Inhalt schon so viele Pottwale ihr Leben lassen mussten, stellt er sein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abtrieb her. Was nun geschieht wissen wir nicht. Noch niemals wurde ein Pottwal auf der Jagd beobachtet. Die Theorien gehen weit auseinander. Manche sprechen von passiver Jagd. Durch die weiße Umrandung seines Unterkiefers würden andere Tiere angelockt, die er dann nur noch verschlingen muss. Andere sagen, er selbst sieht andere Tiere die ein fluoreszierendes Licht verbreiten. Wieder andere vermuten, dass er seine Beute durch seine phänomenale Echoortung aufspürt, ja sie gar durch extrem laute Klicks regelrecht betäubt. Doch gegen diese letzte Theorie spricht allein schon seine bevorzugte Beute, die Tiefseekalmare. Diese haben keine Schwimmblase und dürften sich damit der Echoortung ebenso entziehen wie eine Segelboot einem Radarstrahl. Es gibt keine Ecken und Kanten die ein entsprechendes Signal zurückstrahlen könnten.


Pottwale - Im innern des Wals

Als Jonas von einem Pott?-Wal verschluckt wurde, begab er sich auf die lange Reise in das Innere des Wales. Sein erster Eindruck waren die Zähne. Furcht erregend groß und mächtig. Wie wir schon früher gehört haben, sind es die größten im Tierreich (mit Ausnahme von Stoßzähnen).
22 Paar auf jeder Seite des Unterkiefers, verankert in einem Zahnbett des Unterkieferknochens, während die Zähne des Oberkiefers so gut wie gar nicht in Erscheinung treten.

Doch bei aller imposanten Größe, geht von diesen Zähnen kaum Gefahr aus. Jungtiere bekommen ihre Zähne erst, wenn sie beginnen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Die Zähne des Weibchens sind insgesamt viel kleiner als die eines ausgewachsenen Männchens. Ja, manche weiblichen Tiere haben gar keine oder nur sehr rudimentäre Zähne. Daher können sie für den Nahrungserwerb kaum eine große Rolle spielen. Wozu dienen sie dann? Walfänger haben von Kämpfen zwischen erwachsenen Bullen berichtet. Aber beim Walfang waren die Tiere in extremen Stresssituationen. Außerhalb dieser Gemetzel wurden noch keine Kämpfe beobachtet. Lediglich Kratzspuren an der Pottwalhaut, die von diesen Zähnen herrühren könnten, deuten auf Kämpfe hin, bei denen die Zähne eingesetzt werden. So ist die Bedeutung dieser gewaltigen Zähne für den Pottwal bis heute unklar. Vielleicht halten sie damit ihre glitschige Beute fest, um sie dann mit ihrer muskulösen Zunge weiterzutransportieren.
Die Unter- und Oberkieferzähne eines ca. 14 m langen Pottwalbullen



Was wir aber im Allgemeinen zu Gesicht bekommen ist nur die Elfenbeinummantelung der Zähne, bei denen es sich um die mehrkronigen Zähne eines Raubtiergebisses handelt. Jüngere Forschungen (Behrmann, 1997) haben dies bewiesen. Danach handelt es sich in der Regel auch um das Erstgebiss des Pottwals, also um das, was bei den Menschen die Milchzähne sind.

Da aber weitere Zahnanlagen vorhanden sind, können ähnlich wie bei Reptilien oder Haien, ausgebrochene Zähne nachwachsen.
Nach der gängigen Lehrmeinung kann anhand der so genannten Jahresringe an den Zähnen das Alter eines Wales bestimmt werden. Lt. Behrmann sind dies aber keine Jahresringe, sondern die Ausprägungen der verschiedenen Nahrungsperioden. Kommt ein Pottwalbulle also aus der Arktis zu den Paarungsgebieten an den Äquator, findet er dort erheblich weniger Nahrung. Es erfolgt eine leichte Wachstumsschwäche der Zähne. Kehrt er später wieder zu seinen üppigen Nahrungsgründen zurück, werden die Zähne wieder optimal versorgt. Diese Perioden lassen sich an den Zähnen nachvollziehen.
Untermauert wird dies auch durch Beobachtungen an weiblichen Zähnen, die vor allen während der Schwangerschaft und der anschließenden Säugezeit nicht optimal mit Mineralien versorgt werden, da diese hauptsächlich in die fett- und mineralhaltige Milch der Walkuh eingehen.
Somit lässt sich das Alter eines Pottwales auf diese althergebrachte Weise nicht feststellen. Daher sind alle Altersangaben mit Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.

Nachdem Jonas die Zähne passiert hat, stößt er auf die Zunge des Wales. Diese ist sehr flexibel. Da sie über starke Muskeln mit dem Unterkiefer, anders als beim Menschen, verbunden ist, kann sie durch das Hin- und Herbewegen einen starken Sog erzeugen, der möglicherweise die Hauptwaffe beim Beuteerwerb darstellt.
Nun geht es in die mannsdicke Speiseröhre des Pottwales. Vorbei an der nun verschlossenen Luftröhre, vorbei auch an der, im Verhältnis zur Größe, recht kleinen Lunge. Vorbei auch an seinem gewaltigen etwa 1 m3 großem Herzen in den Magentrakt. Die Form des Magens hat man früher mit dem gekammerten Magen eines Pflanzenfressers verglichen und kam so auf pflanzenfressende Huftiere als Vorfahren unseres Pottwales. Doch neue Forschungen haben ergeben, dass der Magen nur durch seine äußere Form an einen gekammerten Magen erinnert. In seiner Funktion ist es der Magen eines Fleischfressers.
Die Speiseröhre eines Potwalbullen vor dem Eingang in den Magentrakt
Bevor es nun in den fast 200 Meter langen Darm geht, kommen noch die Nieren ins Spiel. Im Gegensatz zu unseren menschlichen Nieren in ihrer klassischen Form, besteht die Niere des Pottwales aus vielen, vielen kleinen Nieren. Diese müssen dann auch Höchstleistungen vollbringen. Denn ein Wal hat keinen Zugang zu Süßwasser. Was er an Flüssigkeit braucht, nimmt er mit seiner Nahrung auf. Damit nimmt er auch immer wieder große Mengen Salzwasser auf.


Die Nieren haben nun die Arbeit dieses Salzwasser zu bearbeiten und wieder auszuscheiden.

Da der Wal ein Wirbeltier ist, soll die Wirbelsäule noch erwähnt werden.
Wie bei allen Säugetieren besteht zu zunächst aus den 7 Halswirbeln.
Diese sind bei den meisten Walen kaum als einzelne Wirbel zu erkennen, da sie fest zusammengewachsen sind. Dadurch können die überwiegende Anzahl der Wale und Delfine ihren Kopf nicht drehen.
Er ist also immer nach vorne gerichtet. Danach kommt eine variable Anzahl an Brust-, Lenden- und Schwanzwirbeln. Mit bis zu 95 Wirbeln besitzen die Wale unter den Säugetieren die längsten Wirbelsäulen.
Unser Pottwal hat insgesamt 50 Wirbel. Neben den 7 Halswirbeln sind dies 11 Brustwirbel (an denen die Rippen aufgehängt sind), 8 Lenden- und 24 Schwanzwirbel.


Die Wirbel haben teilweise Durchmesser von bis zu 80 cm.
Bei der großen Anzahl müsste unser Wal allein am Gewicht der Wirbelsäule schon schwer zu tragen haben. Aber auch hier hat die Evolution Wunder bewirkt.
Die Knochen der Wirbelsäule sind überaus porös. Sie bestehen aus vielen winzigen Kammern, die man in einem Querschnitt gut erkennen kann. Dadurch verringert sich ihr Gewicht erheblich, ohne die Festigkeit zu beeinträchtigen. Beim lebenden Wal sind diese Kammern darüber hinaus noch mit einer ölartigen Flüssigkeit gefüllt, die den Wirbeln weiteren Auftrieb verleihen.


Daher ist der Wal trotz der enormen Massen seines Körpers an der Wasseroberfläche gewichtsneutral.

Er kann also ohne weitere Anstrengungen ruhig an der Wasseroberfläche liegen und rasten.

Da Jonas nicht verdaut wurde, sondern der Fisch ihn wieder ausspie, konnten wir seinen Weg nicht weiter verfolgen. Aber auch dieser kurze Einblick in das Innere des Wales förderte schon interessantes zu Tage.



Gestern kam eine Sendung nach der anderen über "unser blauer Planet" und sie alle waren eigentlich hauptsächlich im Meer. Das ist einfach irre faszinierend! Eine eigene Welt, dort unter Wasser.

Elke Offline




Beiträge: 2.637

09.07.2007 17:27
#30 RE: Pottwale antworten

Hallo ikuisuus
ganz lieben Dank für diese interessanten Infos.

Da hast Du Dir soooo viel Mühe gegeben

Licht und Liebe
Elke

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