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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Morgaine999 Offline




Beiträge: 569

30.01.2013 23:07
Ohne Bienen keine Früchte! antworten
Majka Offline




Beiträge: 9.035

31.01.2013 13:43
#2 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

Liebe Morgaine,
vielen Dank, dass du dieses Thema wieder aufgreifst.
Die Diskussion über Bienen läuft schon seit paar Jahren. Zum Beispiel in dem Thread "Bienensterben", den Lady bereits vor 5 Jahren eröffnete, sind mehrere Artikel zu diesem Thema und auch Aufrufe von Avaaz enthalten.
Hier der direkte Link: Bienensterben

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 9.035

31.01.2013 13:52
#3 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

Gestern kam eine weitere Mail von Avaaz:

Zitat
Wahnsinn! 750.000 Unterschriften in nur 36 Stunden. Leiten Sie diese Kampagne an alle weiter -- lassen Sie uns vor der morgigen Sitzung 2.5 Millionen erreichen

Liebe Freundinnen und Freunde,

still und leise sterben weltweit Milliarden von Bienen und bedrohen dadurch unsere Nutzpflanzen und unsere Lebensmittel. Doch in 24 Stunden könnte die Europäische Union sich für ein Verbot der giftigsten Pestizide einsetzen und somit den Weg für ein globales Verbot ebnen, das die Bienenvölker vor dem Aussterben retten könnte.

In vier EU-Ländern hat man angefangen, diese Gifte zu verbieten und einige Bienenvölker sind bereits auf dem Wege der Besserung. Vor einigen Tagen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zum ersten Mal bekannt gegeben, dass bestimmte Pestizide für die Bienen tödlich sind. Rechtsexperten und europäische Politiker rufen jetzt zu einem sofortigen Verbot auf. Doch Bayer und andere gigantische Pestizidhersteller betreiben hartnäckige Lobbyarbeit, um die Pestizide auf dem Markt zu behalten. Wenn wir jetzt öffentlich einen Schwarm der Empörung aufbauen, können wir die Europäische Kommission davon überzeugen, unsere Gesundheit und unsere Umwelt vor die Profitinteressen der Lobbygruppen zu stellen.

Wir wissen, dass unsere Stimmen zählen! Letzes Jahr haben wir mit 1,2 Millionen Unterschriften die Behörden in den USA dazu gebracht, ein formelles Konsultationsverfahren zu Pestiziden einzuleiten -- wenn wir jetzt 2 Millionen Unterschriften sammeln, können wir die EU davon überzeugen, diese wahnsinnigen Giftstoffe abzuschaffen und damit den Weg für ein weltweites Verbot zu ebnen. Unterzeichnen Sie jetzt diese dringende Petition und leiten Sie sie an alle weiter -- Avaaz und führende Europaabgeordnete werden unsere Botschaft diese Woche vor der ausschlaggebenden Sitzung in Brüssel überliefern.



Heute sind dort über 2.238.000 Unterschriften...

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 9.035

25.04.2013 14:12
#4 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

Ein Aufruf von Avaaz für alle, die sich der Bedeutung von Bienen bewusst sind:

Zitat

Liebe Freundinnen und Freunde in Deutschland,

es geht in die letzte Runde für die Bienen: Am Montag entscheidet die EU endgültig über ein Verbot bienengefährdender Pestizide. Doch nach unserem monatelangen, unermüdlichen Kampagneneinsatz für das Verbot, droht Deutschlands Agrarministerin Ilse Aigner es zu blockieren. Jetzt liegt es an uns, ihren Plan aufzudecken und die Bienen und unsere Lebensmittelversorgung zu retten.

Aigner spielt ein gefährliches Doppelspiel: Öffentlich befürwortet sie stärkere Bienenschutzmaßnahmen, doch hinter den Kulissen stellt sie sich auf die Seite der Pestizidindustrie, die EU-Länder gegen das Verbot stimmen will. Deutschlands Imker sind erschüttert - genau wie 90% der Deutschen wollen Sie, dass die Regierung das Verbot befürwortet und die Bienen und unsere Lebensmittelversorgung über die Interessen von Pestizidherstellern stellt. Deshalb haben sie eine Petition gestartet und brauchen nun unsere Hilfe, bevor es zu spät ist!

Geben wir Deutschlands Imkern gewaltigen Rückenwind, um Aigners Doppelspiel vor der Abstimmung zu enthüllen! Unterzeichnen und verbreiten Sie jetzt diese dringende Petition - wenn wir 100.000 Unterschriften erreichen, übergeben wir sie am Freitag bei der Jahresversammlung von Bayer in einer medienwirksamen Aktion, die Frau Aigner als Marionette in den Händen des Pestizid-Giganten darstellt.

http://www.avaaz.org/de/petition/Deutsch...bytHaab&v=24572

Bienen machen nicht nur Honig - sie sind lebenswichtig, bestäuben jedes Jahr 90% unserer Pflanzen und Feldfrüchte und tragen so zu einer geschätzten Wertschöpfung von $40 Milliarden und mehr als einem Drittel der Lebensmittelversorgung in vielen Ländern bei. Ohne sofortige Maßnahmen zur Rettung der Bienen, könnten viele beliebte Obst-, Gemüse- und Nusssorten von unseren Regalen verschwinden.

Im Januar hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die bislang überzeugendsten Nachweise dafür geliefert, dass giftige Chemikalien names Neonikotinoide für das Bienensterben verantwortlich sein könnten. Die Avaaz-Gemeinschaft ist sofort zur Tat geschritten und über 2,5 Millionen von uns haben eine Petition unterzeichnet, um von der EU ein Verbot dieser Bienengifte zu fordern. Und im Februar haben wir gewonnen, als die EU-Kommission ein europaweites Verbot vorgeschlagen hat, das den bereits existieren Verboten in Italien und Frankreich ähnelt. Doch Bayer und Syngenta haben hartnäckige Lobbyarbeit betrieben, um das Verbot zu stoppen und Frau Aigner scheint dem Druck der Industrie nachzugeben.

Die Abstimmung ist an einem Scheitelpunkt angelangt, doch wenn Deutschland sich quer stellt, stecken wir in Schwierigkeiten. Wir müssen jetzt alles in Bewegung setzen, um sicherzustellen, dass Frau Aigner die Entscheidung nicht blockiert. EU-Abgeordnete erhöhen den Druck und viele andere europäische Regierungen haben Pläne angekündigt, die neue Gesetzgebung zum Verbot tödlicher Pestizide im Alleingang voranzutreiben. Wir haben die notwendige Antriebskraft, um zu gewinnen, doch wir brauchen einen letzten Anstoß, um die Pestizidlobby zu überwinden. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die Petition.

http://www.avaaz.org/de/petition/Deutsch...bytHaab&v=24572

Die Wunder dieser Welt und die Dinge, die unsere Erde bewohnbar machen, stehen vielerorts unter Bedrohung. Die Avaaz-Gemeinschaft hat sich zusammengeschlossen, um die Erde und ihre Wunder, ob groß oder klein, zu beschützen. Sei es, dass wir die Internationale Walfangkommission davon abhalten, das Töten der Meeresriesen zu dulden oder dass wir die Bienen retten, die für den Planeten so wichtig sind -- wir werden uns zusammenschließen und uns für die Welt einsetzen, die wir uns alle wünschen.

Voller Hoffnung,

Iain, Alice, Luis, Anne, Christoph Ricken, David, Alaphia, und das ganze Avaaz-Team


WEITERE INFORMATIONEN

Tagesschau.de: Was tun gegen das große Bienensterben?

Spiegel Online: Insektizide: EU-Behörde erklärt drei Gifte zur Gefahr für Bienen




Quelle: http://www.avaaz.org/de

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 9.035

03.05.2013 16:57
#5 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

Es lohnt sich doch... Ein Erfolg für die Bienen!

Zitat
Liebe wunderbare Avaaz-Gemeinschaft,

wir haben’s geschafft -- Europa hat gerade bienengefährdende Pestizide verboten!! Riesenkonzerne wie Bayer haben sich mit aller Kraft dagegen gewehrt, doch das Bürgerengagement, die Wissenschaft und die verantwortungsbewusste Regierungsführung haben letztendlich gesiegt!

Vanessa Amaral-Rogers, von der Expertengruppe für Umweltschutz "Buglife", sagt:

“Die Entscheidung war knapp, doch dank der massiven Mobilisierung von Avaaz-Mitgliedern, Imkern und anderen Beteiligten, haben wir gewonnen! Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Flut von Anrufen und E-Mails an Minister, die Aktionen in London, Brüssel und Köln und die gigantische Petition mit 2,6 Millionen Unterzeichnern dieses Ergebnis möglich gemacht haben. Mein Dank gilt Avaaz und all denen, die so hart gearbeitet haben, um die Bienen zu retten!”

Zwei Drittel unserer Lebensmittel werden von Bienen bestäubt. Und als Wissenschaftler ein erschreckendes Massensterben unserer Bienenvölker feststellten, ist Avaaz in Aktion getreten -- wir haben nicht locker gelassen, bis wir gewonnen haben. Über zwei Jahre hinweg haben wir Nachrichtenfluten an Minister gesendet, medienwirksame Proteste mit Imkern veranstaltet, Meinungsumfragen finanziert und vieles mehr getan -- und diese Woche konnten wir einen langerkämpften Erfolg feiern. Gemeinsam haben wir es geschafft. Und zwar so:

Frankreich stärken: Im Januar 2011 unterzeichnen 1 Million Menschen unseren Aufruf an Frankreich, um das dortige Verbot tödlicher neonikotinoider Pestizide aufrechtzuerhalten. Avaaz-Mitglieder und Imker treffen sich mit dem französischen Landwirtschaftsminister, erscheinen in den Medien und drängen ihn dazu, der hartnäckigen Industrielobby die Stirn zu bieten, das Verbot aufrechtzuerhalten und ein starkes Signal an andere europäische Länder zu senden.

Es direkt mit der Industrie aufnehmen: Bayer ist bei seinen letzten drei Jahresversammlungen mit Protesten von Avaaz und seinen Verbündeten konfrontiert gewesen. Die Manager des Pestizid-Giganten sowie die anwesenden Investoren werden von Imkern, einem lauten Geschwirr und massiven Bannern mit unserem Aufruf begrüßt, in dem über eine Million Menschen ein Verbot der Neonikotinoid-Verwendung fordern, solange deren Auswirkungen auf Bienenvölker nicht von Wissenschaftlern überprüft worden sind. Avaaz hält sogar eine Präsentation bei der Sitzung, doch Bayer sagt “Nein”.

Auf die Wissenschaft setzen: Im Januar stellt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit fest, dass drei Pestizide ein unzumutbares Risiko für Bienen darstellen und wir schreiten ein, um sicherzustellen, dass Europas Politiker auf ihre wissenschaftlichen Experten reagieren. Unsere Petition wird innerhalb kurzer Zeit 2 Millionen Mal unterschrieben. Nach zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern in der EU, überreichen wir unsere Forderung direkt an den Hauptsitz der EU in Brüssel. Im Verlauf des Tages schlägt die Kommission ein zweijähriges Verbot vor!

Unsere Chance ergreifen: Der Kampf um die Rettung der Bienen erhitzt sich im Februar und im März. Überall in der EU stehen Avaaz-Mitglieder in den Startlöchern, während alle 27 EU-Mitgliedstaaten entscheiden, ob sie den Vorschlag blockieren oder begrüßen. Als Großbritannien und Deutschland, zwei Länder mit starken Landwirtschaften, bekannt geben, dass sie nicht zustimmen werden, veröffentlicht Avaaz Meinungsumfragen, aus denen hervorgeht, dass die große Mehrheit der Briten und Deutschen ein Verbot befürwortet. Avaaz-Mitglieder senden außerdem fast eine halbe Million E-Mails an Landwirtschaftsminister in der EU. Der britische Minister Owen Paterson, der scheinbar mehr Angst davor hat, sich mit Bürgern zu befassen als mit der Industrielobby, beschwert sich über eine “Cyber-Attacke”. Journalisten machen daraus eine Geschichte, die zu unseren Gunsten ausfällt! Und dann kommt Bernie, unsere 6 Meter große Biene in Brüssel, und bietet ein optisch eindrucksvolles Mittel, unsere Petition zu überreichen, während die Verhandlungen in die Endrunde gehen. Bernie zieht Scharen von Journalisten an und wir erfahren, dass wir dazu beigetragen haben, dass in Spanien die wissenschaftlichen Befunde genauer betrachtet werden und ein Positionswechsel stattfindet. Doch wir erreichen nicht die notwendige Mehrheit, um das Verbot zu erlassen.

Das rote Licht auf grün schalten: Im April wird der Vorschlag zur Rettung der Bienen an einen Berufungsausschuss weitergeleitet und es kommt wieder Hoffnung auf, sofern es uns gelingt, in ein paar mehr Ländern einen Positionswechsel zu bewirken. Beim Endspurt tut sich Avaaz mit anderen Gruppen zusammen, darunter Environmental Justice Foundation, Friends of the Earth, Pesticide Action Network, Imker und berühmte, bienenfreundliche Modedesigner, um eine Aktion vor dem britischen Parlament zu organisieren. In Deutschland starten Imker ihre eigene, an ihre Regierung gerichtete, Avaaz-Petition, die innerhalb von nur 2 Tagen von 150.000 Deutschen unterzeichnet und wenig später in Köln überreicht wird. Weitere Telefonanrufe prasseln auf die Ministerien in verschiedenen Hauptstädten nieder, während Avaaz auf eine in letzter Minute beantragte, vernichtende Abänderung von Seiten Ungarns reagiert und Bernie die Biene in Brüssel wieder in Stellung bringt. Pestizidfirmen schalten Anzeigen am Flughafen in Brüssel, die eintreffenden Beamten am Flughafen ins Auge springen sollen und schlagen in den Medien andere Maßnahmen, wie das Pflanzen von Wildblumen, vor. Doch ihre aalglatte Kommunikationsmaschine wird ignoriert -- erst wechselt Bulgarien und dann Deutschland (ein Riesenerfolg!) seine Position und diese Woche gewinnen wir, als über die Hälfte der EU-Länder für das Verbot stimmen!

Es hat lange gedauert, diesen Erfolg zu erzielen und ohne Wissenschaftler, Experten, wohlgesinnte Beamte, Imker und unsere Kampagnen-Partner wäre es nicht möglich gewesen. Wir können stolz auf unseren gemeinsamen Beitrag zu diesem Erfolg sein.

Ein starker Verfechter des Bienenschutzes, Paul de Zylva, Leiter der Abteilung für Pestizide und Bestäuber bei Friends of the Earth, sagte:

"Mein Dank gilt den Millionen von Avaaz-Mitgliedern, die sich im Internet oder auf den Straßen mobisiliert haben. Zweifelsohne haben die massive Petition und die kreative Kampagnenarbeit von Avaaz dazu beigetragen, den entscheidenden Anstoß zu geben und unsere Arbeit und die anderer Nichtregierungsorganisationen ergänzt."

Es wird Zeit, diese Atempause für eines der weltweit wertvollsten und wichtigsten Lebewesen zu feiern. Doch das EU-Verbot gilt vorerst nur für 2 Jahre und muss dann auf seine Wirksamkeit überprüft werden. Unterdessen sterben weltweit immer noch Bienen, weil sie durch Pestizide geschwächt und verwirrt werden und außerdem ihren Lebensraum verlieren, weil wir Landflächen umgraben und bebauen. In Europa und weltweit gibt es noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass fundierte wissenschaftliche Befunde unserer Landwirtschafts- und Umweltpolitik den Weg weisen. Und wir sind genau die richtige Gemeinschaft, um diese Aufgabe zu erfüllen

Voller Hoffnung und Freude,
Ricken, Iain, Joseph, Emily, Alex, Michelle, Aldine, Julien, Anne, Christoph und der Rest des Avaaz-Teams



Quelle: http://www.avaaz.org/de

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Liebe Grüße
Majka

Elke Offline




Beiträge: 2.652

03.05.2013 18:03
#6 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten


Super - ich bin froh, dass den Bienen geholfen wird.
Es ist wirklich unglaublich, was zum Teil die Menschen
der Natur antun.

Majka Offline




Beiträge: 9.035

06.07.2014 20:29
#7 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

Heute lief auf ARTE eine Doku über Bienensterben. Eine Zusammenfassung von vielen Studien, meistens mit verharmlosenden Schlussfolgerungen für die Chemieproduzenten.
Für die Firma Bayer stellen die neuen Insektizide ein Millionengeschäft dar. Die "schadlosen" Grenzwerte für diese Gifte, die direkt auf das Saatgut gespritzt werden, zeigen sich im Endeffekt viel schädlicher als angenommen. Darüber hinaus sind dadurch die ganzen Pflanzen vergiftet, viele scheiden das Gift als "Tautropfen" aus, ein tödliches Unterfangen für die Bienen. Sie werden offensichtlich viel kleineren Mengen getötet als vermutet. Trotzdem wird es von der Chemieindustrie verharmlost und behauptet, dies wären "nur Laborwerte".
Es gibt Überlegungen, durch Gentechnik "insektizid-resistente" Bienen zu erschaffen ggf. künstliche Bestäuber zu entwickeln.
Es ist erschreckend, denn das Bienensterben ist ein weltweites Phänomen. Am schlimmsten ist es in den USA.
In Frankreich wurden schon einige nikotinhaltige Insektizide verboten, ob es auch für Deutschland bzw. für die ganze EU gilt, wurde in der Doku nicht gesagt. Eher nicht, lässt sich vermuten.

Die industrielle Honigproduktion erinnert an Großviehzucht, wurde in der Doku gezeigt...
Manchmal hatte ich bei der Doku den Eindruck, ich sehe eine Science-Fiction - leider ist es eine albtraum-ähnliche Realität.

Gibt es überhaupt irgendwelche Aktivitäten zum Wohle der Bienen seitens der Bundesregierung oder EU?

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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 9.035

16.05.2018 16:07
#8 RE: Ohne Bienen keine Früchte! antworten

In den letzten Monaten gab es im Fernsehen mehrmals Nachrichten über die Bienen und ihre Bedrohung durch vergiftete Umwelt.
Heute las ich einen Artikel auf Web.de über eine ungewöhnliche Aktion bei einem Penny-Markt, die ihre Kunden auf das Bienensterben aufmerksam macht:

Zitat

"Stummer Frühling": Penny simuliert Folgen des Bienensterbens

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat eine Penny-Filiale in der Nähe von Hannover die Folgen des Bienensterbens simuliert. Der Discounter nahm für kurze Zeit große Teile seines Produktsortiments aus den Regalen, die es ohne das Zutun von Insekten nicht gäbe.

er zum Einkaufen in einen Supermarkt geht, hat normalerweise die Auswahl aus Hunderten von Produkten. Umso größer dürfte für die Kunden der Penny-Filiale am Marktplatz in Langenhagen am vergangenen Dienstag die Überraschung gewesen sein, als sie plötzlich vor gähnend leeren Regalen standen.

Schuld an diesem Umstand waren nicht etwa Lieferschwierigkeiten, sondern eine ungewöhnliche PR-Aktion des Discounters. Unter dem Titel "Stummer Frühling: Erst sterben Bienen & Co, dann die Auswahl" wurden kurzerhand alle Produkte aus den Regalen genommen, die direkt oder indirekt von der Insektenbestäubung abhängig sind.


Laut Angaben von Penny trifft das auf rund 60 Prozent der 2.500 Produkte in seinem Sortiment zu. So mussten am Dienstag nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Produkte wie Kaffee, Süßigkeiten, Tiefkühlgerichte und sogar Pflegeprodukte wie Deos oder Cremes ihren angestammten Platz zeitweise verlassen.

Penny macht Kunden auf Bienensterben aufmerksam

Gemeinsam mit dem niedersächsischen Umweltministerium und dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu), will der Discounter mit der Aktion auf das Massensterben von Bienen und anderer Insekten aufmerksam machen.

"Bienen sind nach Rindern und Schweinen das drittwichtigste Nutztier des Menschen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. "Umso dramatischer ist es, dass die Anzahl und Vielfalt der Insekten in den vergangenen Jahren drastisch sinkt."


Laut der Professorin für Evolutionäre Ökologie an der Berliner Humboldt Universität Dr. Gerlind Lehmann hat sich die Zahl der Insektenarten in den vergangenen 20 Jahren stark reduziert. Besonders dramatisch sei zudem der Rückgang der Individuenzahlen von bis zu 70 Prozent.

Wie der Penny-Bereichsvorstand Stefan Magel angibt, wolle man den Kunden nicht nur das Problem vor Augen führen, sondern ihnen auch aufzeigen, wie sie sich für den Erhalt von Bienen engagieren können. "Unsere Natur verstummt ansonsten unwiederbringlich."

Laut Olaf Lies, dem Umweltminister von Niedersachsen, zeigen die leergeräumten Regale "auf erschreckend deutliche Weise" die Folgen des massiven Insektensterbens. "Diese düstere Zukunftsvision zeigt, was uns blüht, wenn wir nicht unverzüglich gegensteuern".

Autor: Thomas Pilgruber



Quelle: Web.de-Magazine: Folgen des Bienensterbens

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Liebe Grüße
Majka

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