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 Lagerfeuer
Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

25.09.2007 16:19
Noch ein Gedicht zum Thema Duale antworten

Das habe ich vor längerer Zeit mal beim googeln gefunden. Ist von einem Karl Busse, wer auch immer das ist. Das Versmaß hinkt zwar manchmal ein wenig und weckt in mir die Versuchung, es zu korrigieren. Aber im großen und ganzen finde ich das Gedicht ganz nett.

Du, die ich liebe, die ich nie gesehen

Und der ich einst die Stirne küssen werde,

Ich seh dich, tiefgesenkt den Scheitel, gehn,

ein frommes Kind im Wirrsal dieser Erde.



Sieh, meine Seele strebt, ein armer Baum,

den Himmel an mit wetterkahlen Zweigen

Und wartet auf den großen Blütentraum

Und spürt voll Schauer seine Säfte steigen.



Treu halte ich den Schwur, der einst so eng vereint,

Der uns im Sonnenlicht so leicht, so heiter klang,

Fühl alle deine Tränen, die du hast geweint,

Als ich vor dir in Nacht und Nichts versank. -



Stark klingt in mir das holde, süße Lied

Von gleicher Art, von gleicher Wesenheit,

Vom gleichen Ursprung, gleichem Sinnentrieb,

Von wonnevoller ew´ger Einigkeit. –



Hier wollen wir vor Gottes Altar stehn,

Um Geist und Seele erdlich neu zu binden,

Mit Herz und Hand durch dieses Leben gehen,

Hör nun meinen Ruf, - laß dich endlich finden!



Kamst du mir nach, bist du mir wirklich nah?

Fandst du den Mut, ins Dunkle einzugehn?

Ich hoff, ja, fühl es, dass auch du bist da!

Wär es nicht so – ich glaub, ich müßt vergehn! –



Du, die ich liebe, die ich nie gesehn,

Komm bald! Mir bangt, ich könnte sterben.

Wir wolln in tausend weißen Blüten stehn,

Und goldener Herbst soll unsere Früchte färben.

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