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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 156 mal aufgerufen
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 Wohnstube
Majka Offline




Beiträge: 8.900

10.03.2008 14:07
Gewaltfreiheit antworten

Die Anregung für folgenden Thread sind die Worte von Mahathma Gandhi:

Wir werden vielleicht nie stark genug sein,

in Gedanken, Worten und Taten

vollkommen gewaltfrei zu sein.

Doch wir sollten Gewaltfreiheit

als unser Ziel vor Augen haben

und ihm überzeugt entgegen gehen.

Das Erlangen von Freiheit,

ob für einen Menschen,

ein Land oder für die Welt,

muss in genauem Verhältnis

zu ihrem jeweiligen Fortschritt

beim Erlangen der Gewaltfreiheit stehen.

(Mahatma Gandhi)



Was ist euere Meinung dazu? Wie ist euere Vorstellung von einer gewalt-freien Welt?

_______________

Liebe Grüße
Majka

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

11.03.2008 09:10
#2 RE: Gewaltfreiheit antworten

Ich hab Dir ja schon beim Lebensthema ein paar Reflexionen zum Thema "Gewalt" geschrieben.
Grundsätzlich finde ich es wichtig "Gewalt" an sich als neutrale Energie zu betrachten, man kann auch "gewaltig" helfen oder "gewaltigen Einfluß nehmen". "Gewalt" an sich sehe ich als ungeheuer großes Energiepotential, das man wie auch ein Messer konstruktiv - zum Brot schneiden - oder destruktiv - für tätliche Angriffe - einsetzen kann.
Gewalt im negativen Sinn entsteht meiner Meinung nach vor allem aus der Engstirnigkeit heraus, andere Wahrheiten als die eigene zuzulasen. Das beginnt beim Regime, das seine Bürger unterdrückt, damit sie ja nicht ausbrechen können, bei Terroristen, die ihre eigene Version von Regime erzwingen wollen oder auch bei dem Jungen, der eifersüchtig auf einen Nebenbuhler ist und ihn deshalb umbringt.
Ich weiß nicht, ob eine "gewaltfreie" Welt möglich ist, aber zumindest eine Welt, in der die Menschen daran arbeiten, ihr "gewaltiges Potential" für positive Zwecke einzusetzen, zum Wohle aller. Grundvorraussetzung dafür scheint mir die Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Weltanschauungen zu sein.

Majka Offline




Beiträge: 8.900

13.03.2008 21:39
#3 RE: Gewaltfreiheit antworten

Liebe Lady,
in der Bedeutung, wie du es schreibst, benutze ich lieber das Wort KRAFT-VOLL.

Gewalt - so sehe ich es - ist nicht nur das Körperliche, was sich wahrscheinlich die meisten Menschen bei diesem Wort vorstellen, sondern auch das Überstulpen von eigenen Meinungen/Ansichten/Überzeugungen einem anderen Menschen - so sind wir oft auf der seelischen Ebene, ganz unauffällig - gewalt-tätig.
So ist auch das System aufgebaut - wenn du nicht mitmachst/dich nicht beugst, wirst du "gebrochen".

Die Toleranz, auch wenn sie in unserer heutigen Gesellschaft sehr gute Bedingungen dafür gibt, ist doch manchmal ein Fremdwort in unserem Alltag.
Sind wir tolerant den anderen gegenüber? Wirklich und wahrhaftig? Sind wir tolerant zur eigenen Person? Können wir nicht nur den anderen, sondern auch uns selbst vergeben, wenn wir "Fehler" machen?

"Meine Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt" - wie oft habe ich diesen Satz gehört!
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir der Tiefsinnigkeit dieses Zitats bewusst bin.

Hand aufs Herz, die Freiheit (sprich: die freie Entscheidung) macht vielen Menschen Angst - es ist doch viel einfacher, an der Hand genommen zu werden, jemanden neben sich zu haben, der/die es "besser weiß, was für mich gut ist" - diese Rolle maßt sich sehr oft auch der Staat zu, und viele wollen es so haben.

Unser ganzes gesellschaftliches System ist eigentlich im Verborgenen auf (Existenz)Ängsten aufgebaut und macht damit gute Geschäfte - auch ich bin nicht frei von diesen Ängsten, sie werden dem Menschen von Kind an eingetrichtert.
Und doch schlummert irgendwo in meinem Inneren ein Bild von aufrichtigen, ehrlichen, offenen und toleranten Menschen, die sich gegenseitig helfen und unterstützen, die sich selbst - und dadurch auch andere - akzeptieren.
Es ist ein wunderschönes Bild - und mir begegnen immer mehr solche Menschen.
Werden meine Träume wahr?

_______________

Liebe Grüße
Majka

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