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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 385 mal aufgerufen
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 Lagerfeuer
Majka Offline




Beiträge: 8.781

11.12.2006 22:19
Ich bin das Licht antworten
ICH BIN DAS LICHT
Die kleine Seele spricht mit Gott


von Neale Donald Walsch


"Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "Ich weiß, wer ich bin!"
Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer bist du denn?"
Die kleine Seele rief: "Ich bin das Licht!"
Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. "Du hast recht", bestätigte er, "du bist das Licht!"
Da war die kleine Seele überglücklich, denn sie hatte genau das entdeckt, was alle Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. "Hey", sagte die kleine Seele, "das ist ja klasse!"

Doch bald genügte es der kleinen Seele nicht mehr, zu wissen, wer sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun sein, wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte, was man eigentlich ist.
Sie sagte: "Hallo Gott! Nun, da ich weiß, wer ich bin, könnte ich es nicht auch sein?"
Und Gott antwortete der kleinen Seele: "Du meinst, daß du sein willst, was du schon längst bist?"
"Also", sprach die kleine Seele, "es ist schon ein Unterschied, ob ich nur weiß, wer ich bin, oder ob ich es auch wirklich bin. Ich möchte fühlen, wie es ist, das Licht zu sein!"
"Du bist doch das Licht", wiederholte Gott, und er lächelte wieder.
Doch die kleine Seele jammerte: "Ja, ich möchte doch wissen, wie es sich anfühlt, das Licht zu sein!"
Gott schmunzelte: "Nun, das hätte ich mir denken können. Du warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nur eine Sache...", und Gottes Gesicht wurde ernst.
"Was denn?" fragte die kleine Seele. "Nun. Es gibt nichts anderes als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das, was du bist. Und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden, wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du."
"Wie?" fragte die kleine Seele und war ziemlich verwirrt.
"Stell es dir so vor", begann Gott, "du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne. Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen Kerzen, die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht die Sonne, wenn du fehlen würdest." Schon mit einer Kerze weniger wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du herausfinden, daß du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben bist?"
Da sagte die kleine Seele frech: "Du bist doch Gott! Überlege dir halt etwas!"
"Du hast recht!" sagte Gott und lächelte wieder. "Und mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen."
"Was ist den Dunkelheit?" fragte die kleine Seele.
Gott antwortete: "Die Dunkelheit ist das, was du nicht bist."
"Werde ich Angst davor haben?" rief die kleine Seele.
"Nur, wenn du Angst haben willst", antwortete Gott. "Es gibt überhaupt nichts, wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur selbst aus."
"Oh!", die kleine Seele nickte verständig und fühlte sich gleich wieder besser.

Dann erklärte Gott, daß oft erst das Gegenteil von dem erscheinen müsse, was man erfahren wolle. "Das ist ein großes Geschenk", sagte Gott, "denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren, wie etwas wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, oben nicht ohne unten, schnell nicht ohne langsam. Du könntest rechts nicht ohne links erkennen, hier nicht ohne dort und jetzt nicht ohne später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist", schloss Gott ab, "dann balle nicht deine Faust, und erhebe nicht deine Stimme, um die Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit, statt dich über sie zu ärgern. Dann wirst du wirklich wissen, wer du bist, und alle anderen werden es auch wissen. Lass dein Licht scheinen, damit die anderen sehen können, daß du etwas besonderes bist."
"Meinst du wirklich, es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen können, daß ich etwas Besonderes bin?"
"Natürlich!" Gott lächelte. "Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: etwas Besonderes zu sein heißt nicht, 'besser' zu sein. Jeder ist etwas Besonderes, jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das vergessen. Erst wenn sie merken, daß es für dich in Ordnung ist, etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, daß es auch für sie in Ordnung ist."
"Hey!" rief die kleine Seele und tanzte, hüpfte und lachte voller Freude. "Ich kann also so besonders sein, wie ich will!"
"Ja, und du kannst auch sofort damit anfangen", sagte Gott, und tanzte, hüpfte und lachte mit der kleinen Seele.
"Wie möchtest du denn besonders gerne sein?"
"Was meinst du mit wie?" fragte die kleine Seele. "Das verstehe ich nicht...!"
"Nun, das Licht zu sein bedeutet, etwas Besonderes zu sein. Und das kann sehr viel bedeuten. Es ist etwas Besonderes, freundlich zu sein. Es ist etwas Besonderes, sanft zu sein. Es ist etwas Besonderes, schöpferisch zu sein. Es ist etwas Besonderes, geduldig zu sein. Fallen dir noch andere Dinge ein, mit denen man etwas Besonderes sein kann?"

Die kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie: "Ja, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge, mit denen man etwas Besonderes sein kann! Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es ist etwas Besonderes, rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas Besonderes, miteinander zu teilen!"
"Ja", stimmte Gott zu, "und all das kannst du jederzeit auf einmal sein - oder auch nur ein Teil davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein."
"Ich weiß, was ich sein will! Ich weiß, was ich sein will!" rief die kleine Seele ganz aufgeregt Ich möchte der Teil des Besonderen sein, den man "Vergebung" nennt. Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes?"
"Oh ja!" versicherte Gott der kleinen Seele. "Dies ist etwas ganz Besonderes!"
"In Ordnung!" sagte die kleine Seele. Das ist es, was ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als genau das erfahren."
"Gut", sagte Gott, "doch da gibt es noch eine Sache, die du wissen solltest."
Die kleine Seele wurde langsam etwas ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben. "Was denn noch?" stöhnte sie.
"Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest."
"Keinen?" Die kleine Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte.
"Keinen!" wiederholte Gott. "Alles, was ich erschaffen habe, ist vollkommen. Es gibt in meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele, die weniger vollkommen wäre als du. Schau dich doch mal um."

Da sah die kleine Seele, daß viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, daß die kleine Seele eine ganz besondere Unterhaltung mit Gott führte, und jede Seele wollte hören, worüber die beiden sprachen. Als die kleine Seele die unzähligen anderen Seelen betrachtete, musste sie zugeben, daß Gott recht hatte. Keine von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll, ihr Licht strahlte so hell, daß die kleine Seele kaum hinsehen konnte.
"Wem willst du nun vergeben?" fragte Gott.
"Au weia, das wird wenig Spaß machen!" brummte die kleine Seele vor sich hin. "Ich möchte mich selbst als jemand erfahren, der vergibt. Ich hätte so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen fühlt."

Und so lernte die kleine Seele, wie es sich anfühlt, traurig zu sein. Doch da trat eine freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie sagte: "Sei nicht traurig, kleine Seele, ich will dir helfen."
"Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch was kannst du für mich tun?"
"Ich kann dir jemand bringen, dem du vergeben kannst!"
"Oh wirklich?"
"Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst."
"Warum willst du das für mich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist doch ein vollkommenes Wesen! Deine Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, daß ich dich kaum anschauen kann! Was bringt dich bloß dazu, deine Schwingungen so zu verringern, daß dein Licht dunkel und dicht wird? Du bist so licht, daß du auf den Sternen tanzen und in Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas Böses antun zu können?"
"Ganz einfach!" sagte die freundliche Seele. "Weil ich dich lieb habe!" Diese Antwort überraschte die kleine Seele. "Du brauchst nicht erstaunt zu sein", sagte die freundliche Seele. "Du hast dasselbe auch für mich getan. Weißt du es nicht mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich! Wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind schon alles gewesen. Wir waren schon oben und waren unten, wir waren schon rechts und waren links. Wir waren hier und waren dort, wir waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren Frau, wir waren gut und waren schlecht - beide waren wir schon das Opfer, und beide waren wir der Schurke. So kommen wir immer wieder zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken, was wir wirklich sind. Und deshalb", erklärte die freundliche Seele weiter, "werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du dich als jemand erfahren, der vergibt."

"Was wirst du tun?" fragte die kleine Seele, nun doch etwas beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?"
"Oh", sagte die freundliche Seele mit einem Lächeln, "uns wird schon was einfallen!" Dann wurde die freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser Stimme: "Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt."
"Mit was denn", wollte die kleine Seele wissen.
"Ich muss meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese schreckliche Sache tun zu können. Ich muss so tun, als ob ich jemand wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muss ich dich um einen Gefallen bitten."
"Du kannst dir wünschen, was du willst!" rief die kleine Seele, sprang umher und sang: "Hurra, ich werde vergeben können! Ich werde vergeben können!" Da bemerkte die kleine Seele, daß die freundliche Seele sehr still geworden war. "Was ist? Was kann ich für dich tun?" fragte die kleine Seele.
"Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst!"
Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen: "Natürlich ist diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke immer daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt!"
Die kleine Seele wollte doch so gern den Wunsch der freundlichen Seele erfüllen und fragte nochmals: "Sag schon was kann ich für dich tun?"
Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment, in dem wir aufeinandertreffen und ich dir das Schreckliche antue - in jenem Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen kannst -, also in diesem Moment..."

"Ja?" sagte die kleine Seele, ja...?"
Die freundliche Seele wurde noch stiller."...denke daran, wer ich wirklich bin!"
"Oh, das werde ich bestimmt!" rief die kleine Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich erinnern wie ich dich jetzt hier sehe!"
"Gut!" sagte die freundliche Seele. "Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen, daß ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse, wer ich bin, dann kann es passieren, daß auch du vergisst, wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind."
Doch die kleine Seele versprach noch einmal: "Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind! Ich werde mich an dich erinnern! Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, daß du mir dieses große Geschenk machst - das Geschenk, daß ich erfahren darf, wer ich wirklich bin."

Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert, daß sie das Licht war, das so besonders ist, und sie war so aufgeregt, daß sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der "Vergebung" heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu können und der anderen Seele dafür danken zu dürfen, daß sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natürlich besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:
"Denke stets daran", hatte Gott mit einem Lächeln gesagt, "ich habe dir immer nur Engel geschickt!"



(c) Neale Donald Walsch


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Liebe Grüße
Majka

Majka Offline




Beiträge: 8.781

23.10.2011 09:23
#2 RE: Ich bin das Licht antworten

Die Geschichte auf YouTube: ICH BIN DAS LICHT

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Liebe Grüße
Majka

Nijemeti Alexander Offline



Beiträge: 511

23.10.2011 20:28
#3 RE: Ich bin das Licht antworten

Eine sehr tiefgründige Geschichte, wenn es passiert, dann ist es manchmal so schwer sich an die Unterhaltung zu erinnern, leider, leider.
Aber wir sind ja

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

24.10.2011 18:21
#4 RE: Ich bin das Licht antworten

Zitat
"Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst."



Das klingt ja alles immer so wunderbar und schön auf dem papier/display, aber mit der knallharten Realität hat das meiner Meinung nach nichts zu tun...

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Wenn Sie mich suchen: ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. -Genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" (Bernd das Brot)

Nijemeti Alexander Offline



Beiträge: 511

24.10.2011 18:53
#5 RE: Ich bin das Licht antworten

So ist es , liebe Heuler, das sind halt Versuche im Stil eines Märchens die Sachen, die oft grausam genug sind und hier passieren, auf Erden lebenden zu erklären. Die ganze Wahrheit kann der Mensch ehe nicht ertragen, dazu drückt die Materie viel zu schwer auf seiner Seele

Majka Offline




Beiträge: 8.781

25.10.2011 13:28
#6 RE: Ich bin das Licht antworten

Mir persönlich hat gerade diese Geschichte geholfen, vielen Menschen, die mir - nach meiner Meinung - weh getan haben, vom Herzen zu verzeihen. Das ist doch Sinn solcher Geschichten, oder?
Durch Märchen haben wir auch das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Als Wegweiser für den Alltag.

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Liebe Grüße
Majka

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

25.10.2011 15:35
#7 RE: Ich bin das Licht antworten

Muss mich da eher Heuler anschließen. Wenn man die Geschichte den Hinterbliebenen einer Katastrophe, wie z.B. vom Norwegen Massaker erzählen würde, würde sie in deren Ohren eher zynisch klingen "ich habe Dir nur Engel geschickt". Vielleicht hilft diese Geschichte aber dem ein oder anderen bei den kleinen Ärgernissen des Alltags.

Julia Offline




Beiträge: 1.407

25.10.2011 17:58
#8 RE: Ich bin das Licht antworten

Es gab eine Zeit in meiner Vergangenheit da berührte mich diese Geschichte tief.
Eine Zeit lang war der Inhalt für mich ein wichtiges Thema.
Entsprechend war die Geschichte mir dienlich.
Eines Tages war es kein Thema mehr, und die Geschichte ist einfach eine nette Geschichte.

Liebe Lady…

Ein entsprechendes Bewusstsein wird natürlich entsprechend handeln.

Ganz klar wird Es nicht eine solche oder ähnlich angelegte Geschichte zum Lesen geben oder davon sprechen in einer akuten Phase wo ein Mensch in Schmerz und Leid steckt.
Man kennt sich innerhalb der Familie, dem Umfeld…den einen mehr und den anderen weniger… und schenkt den Trost welcher für den Menschen passend zu sein scheint.
Einige brauchen ohnehin nicht viele Worte, mehr eine Umarmung, ein Halten, eine kleine Berührung, je nach Trost auch Verständnis, manche Hoffnung, Mitgefühl, usw.

(Einer lieben Frau aus meinem Umfeld starb der Mann. Eine Woche vorher ihre Mutter. Die Frau ist für gewisses offen (wenn auch noch starke Grenzen da waren)…so gestaltete ich ihr ein wunderschönes Kärtchen mit entsprechenden Worten. Sie sagte mir paar Monate später, dass sie zwar sehr viele Karten und Beileide erhalten habe, doch keine Worte konnten ihr so viel geben wie die welche ich ihr mit diesem Kärtchen zum Heimgang ihres Mannes schenkte. Sie konnte daraus viel Trost und Freude schöpfen. Auch jetzt noch.) Das ist schön

Liebe Heuler...

dein Einwand erinnert mich an all die welche mich "anfuhren" (..."jaja du steckst ja nicht drin"..."du kannst gut reden" ect.) wenn ich wieder mal so leicht und locker (ensprechend meinem Sein als Optimist) dahin sagte..."ach das wird schon wieder"...oder..."alles wird gut"...und weiteres ähnliches.
Es ist in der Tat so...für viele welche irgendwo drin stecken, sehen und fühlen sich die Dinge nicht so einfach und gut an.

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Gruss Julia

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

25.10.2011 20:12
#9 RE: Ich bin das Licht antworten

Zitat
Muss mich da eher Heuler anschließen. Wenn man die Geschichte den Hinterbliebenen einer Katastrophe, wie z.B. vom Norwegen Massaker erzählen würde, würde sie in deren Ohren eher zynisch klingen "ich habe Dir nur Engel geschickt". Vielleicht hilft diese Geschichte aber dem ein oder anderen bei den kleinen Ärgernissen des Alltags



gut formuliert, Lady

Natürlich versucht jede Glaubensrichtung, jeder für sich selbst, Erklärungen für all das Böse zu finden, das in der Welt passiert. Doch ich glaube, es gibt einfach keine Erklärung dafür. Es ist da und damit müssen wir leben.

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Anja Offline




Beiträge: 559

26.10.2011 09:17
#10 RE: Ich bin das Licht antworten

Zitat von Heuler


Natürlich versucht jede Glaubensrichtung, jeder für sich selbst, Erklärungen für all das Böse zu finden, das in der Welt passiert. Doch ich glaube, es gibt einfach keine Erklärung dafür. Es ist da und damit müssen wir leben.



Ja auch ne Glaubensrichtung Diese Geschichte ist auch ganz sicher keine Erstehilfemassnahme im akuten Geschehen. Da brauchen Menschen eindeutig andere Massnahmen. Aber auch mir hat diese Geschichte geholfen, in einer Phase in der ich wieder offener wurde für Verzeihen, ein bßchen Verständnis zu entwickeln für mein Gegenüber. Die Geschichte fühlte sich dann einfach "richtig" an in dem Moment und gab meinem Verstand die Mögichkeit, ein bißchen nachzuvollziehen, was in meinem Herzen grad geschah. Nämlich Frieden schliessen zu wollen mit dem was war. Dafürund eben auch erst in dem Moment, war es eine Hilfe.

Herzlich(t)e Grüße
Anja

Majka Offline




Beiträge: 8.781

26.10.2011 17:47
#11 RE: Ich bin das Licht antworten

Zitat
Diese Geschichte ist auch ganz sicher keine Erstehilfemassnahme im akuten Geschehen. Da brauchen Menschen eindeutig andere Massnahmen.



Diese Geschichte kann jeder für sich selbst entdecken. Die gebe ich doch keinem als erste Hilfe. Wenn jemand verstört ist, braucht er zuerst unter die Arme greifen, da muss man gar nicht reden, nur zuhören. Das muss doch jedem klar sein, der ein bisschen Fingerspitzengefühl hat.
Wenn jedoch der Moment kommt und man/frau selbst bereit ist, sich seine "Leichen im Keller" anzuschauen, kann so eine Geschichte sehr hilfreich sein. Muss aber auch nicht, je nach dem, was gerade wirklich gebraucht wird und wie man/frau veranlagt ist.

_______________

Liebe Grüße
Majka

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

26.10.2011 21:40
#12 RE: Ich bin das Licht antworten

Mich stört ja auch nicht die Geschichte an sich, die ist ja e sehr schoen und bestimmt auch nützlich in gewissen Lebenssituationen. Mich stört nur, das in der Esoterik-Szene oft das "Böse" immer wieder als "Gutes" dargestellt wird das einem erfährt. das mag bei gewissen Dingen natürlich zutreffen, doch bei dem was sich Mrnschen gegenseitig immer wieder antun empfinde ich diese Einstellung als lächerlich. Da ist alles lieb und nett und wenn es auch noch so schrecklich ist, alles ist Gottgewollt und nur ein "richtiger" teil des großen Plans.

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Nijemeti Alexander Offline



Beiträge: 511

27.10.2011 08:58
#13 RE: Ich bin das Licht antworten

Liebe Heuler, ich könnte dich, genau so ist es, in der New Age wird vieles so dargestellt, als wäre das Leben nur so ein Spiel, so ein Sandkastenspiel, es hört sich in der Tat schöner an:" Ich werde dir was "böses" antun, damit du verzeihen kannst", weil zu sagen ," einige" Wesen haben sich von dem gerechten Mittelpunkt der göttlichen Harmonie ihrer Eigenschaften entfernt( d.h. sie waren einfach ungehorsam und aufbegehrend) und gerieten dadurch in die extremsten Schieflagen ihres Daseins, und nicht weil sie es so spielerisch davor untereinander vereinbart haben, sondern weil sie ihren freien Willen dementsprechend gebraucht haben, und taten dann aus diesen polaren Sackgassen viel Leid sich gegenseitig an,ja das hört sich dann nicht mehr so soft an, ist aber dennoch dem wahren Tatbestand näher. Und tatsächlich schickte und schickt Gott bis heute Engel aus den lichten Sphären unter diese Menschen damit sie sich erinnern, woher sie kamen( sich entfernt haben), und endlich wieder dahin zurückkehren mögen(sich ihre gegenseitigen Spielchen verzeihen), aber diese Menschen dann auch die Engel heimschicken vor der Zeit oder(weil es nicht mehr schicklich ist) statt töten einfach auslachen. Ja, das sieht dann auch nicht mehr so rosa-kuschelig aus. Also Heuli, mit deinem reinen Blick hast mir heute eine grosse Freude bereitet.

Maerchenhexe Offline




Beiträge: 955

27.10.2011 12:37
#14 RE: Ich bin das Licht antworten

Ich bin echt froh, nicht immer der advocatus diaboli zu sein!
Ich schließe mich da an, mir ist diese Sichtweise ehrlich gesagt ein Gräuel. Egal in welchem Zusammenhang. Da fällt mir der Spruch ein "Die Wahrheit ist eine Erfindung von Lügnern"- denn nicht umsonst haben wir eine innere Instanz, die uns warnt, wenn wir "Unrecht" tun und Unrecht ist in meinen Augen jegliche Aktion zum Nachteil eines anderen Menschen. Egal ob finanziell, körperlich, verbal oder sonstewie. Es zeichnet den Menschen aus, dass er Mitgefühl empfinden kann, es zeichnet ihn aus, im MITEINANDER seine Rolle einzunehmen. Damit stellt er sich aber gegen andere. Mit den Folgen dessen werde ich jeden Tag konfrontiert.
Es kann allerdings eine Entlastung darstellen für diese Menschen, denen Schreckliches widerfahren ist, einmal eine andere Sichtweise einzunehmen. Zwei Praxisbeispiele: ein Klient verlor seine Mutter, der Vater erschoß sie zwei Wochen vor seinem 7. Geburtstag. Zuerst bei Oma, später bei Tante und einem sehr dominanten Ehemann der Tante aufgewachsen, hat er noch heute viele Probleme. Aber: er hatte ein Zuhause. Spielen wir einmal durch wie es hätte weitergehen können wenn die Tat nicht passiert wäre: was hätte Schlimmeres passieren können? Lebenslanges Leiden mit Gewalt zuhause oder Trennung vom Vater, Mutter mittellos, Ersatzvater, gleiches Szenario? Alleine die Gedanken dorthin zu lenken KANN eine Entlastung darstellen. Oder: Warum hat mich meine Mutter zur Adoption freigegeben und warum "Vater unbekannt" angegeben? März 1945: mit bereits einem unehelichen Kind war eine Mutter den Einflüsterungen ihrer Mutter, der Hebamme oder wem auch immer ausgesetzt. Der Vater war ein jugoslawischer Soldat. Das Kind überhaupt zur Adoption freizugeben war schwer genug (an Ihrer Kommunion fiel ihr eine Frau mit Schnallenschuhen auf, instinktiv dachte sie, das war ihre Mutter. Viele Jahrzehnte später bestätigte sich das, aber die Mutter musste vieles tun um anonym einen Blick auf ihre Tochter werfen zu dürfen). Eine desinteressierte, lieblose Mutter geht keinen Instanzenweg um ihr adoptiertes Kind bei der Kommunion sehen zu können. Der Kontakt ist ihr verboten. 1945 war Indoktrination in Sachen Rasse und Ariertum tief verwurzelt. Könnte die Hebamme aus Erfahrung der Mutter eingeflüstert haben: schreiben Sie "Vater unbekannt", dann hat ihr Kind größere Chancen auf eine gute Adoptionsfamilie! Mit jugoslawischem Vater hat sie keine! Wer weiß denn, was damals wirklich hilfreich war, was nicht?
Und in einer Zeit des Elends und Hungerns ein Kind lieber freizugeben war nicht selten. Diese Überlegungen stellt der erwachsene Mensch gar nicht an, er hat niemals darüber nachgedacht, weil die Frage in einem kindlichen Stadium "hängen blieb".
Aber z.B. Mord oder Vergewaltigung als einen Gefallen zum Erlernen menschlicher Gefühle- nein, wir werden nachweislich mit der richtigen Moral geboren. Dann aber oft verbogen. Solche Aussagen kommen mir eher wie Täterrechtfertigungen vor.

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