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Dieses Thema hat 38 Antworten
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ikuisuus Offline




Beiträge: 580

03.04.2009 13:17
#31 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Wo wurde denn "Leichenteile-Fresser" geschrieben??
Ich möchte jetzt nicht beschwören, dass ich das irgendwo übersehen oder überlesen habe, aber ich wüsste jetzt nicht, wo das stehen sollte.
Steht das wo?

LaLune ( gelöscht )
Beiträge:

03.04.2009 16:32
#32 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Hallo zusammen

Geht es hier überhaupt noch um die Frage oder ist es ein verstecken von der eigenen Verletzlichkeit.

Es gibt Menschen die tief verletzt wurden, das Vertrauen zu anderen Menschen verloren haben, und damit nicht klar kommen. Sie suchen sich ein „Opfer“ um von der eigenen Verletzbarkeit abzulenken, da sie nicht in der Lage sind es zu verarbeiten, weil es zu schmerzhaft ist, sie noch nicht bereit sind es sich anzusehen. Tiere waren schon immer ein Ersatzthema wenn man in Problemen steckt die für einen im Moment nicht lösbar ist. Leider führt das vielfach zu einem existenziellen Notstand, in dem man seine Illusion so sehr verteidigt, dass man in kauf nimmt, sich selbst dabei noch mehr zu Verletzten. Dass man auf Standpunkten herum reitet, obwohl man genau weiss das es so nicht richtig ist. Dass tote Tiere dafür herhalten ist ein normales Phänomen, sie können nicht zurück schlagen, einen nicht Verletzten.

Zurück zu der Frage, darf man Tiere essen?

Ja man darf Tiere essen, es ist jedem selbst überlassen wie viel oder ob überhaupt. Es mit Tierkadaver zu bezeichnen stört mich nicht einmal, aber es ist für mich ein Zeichen dass man die Würde eines Tieres nicht anerkennt. Bis ein Stück Fleisch auf unserem Teller landet, hat es schon einiges geleistet, hat seine an ihn gestellte Aufgabe erfüllt. Wie man mit Tieren dabei umgeht, ist auch eine Sache des Tierhalters, ist er ein guter Mensch ist er auch gut zu den Tieren, und umgekehrt. Somit sind wir wieder am Anfang, kann ein Mensch mit sich selbst im reinen sein, kann er mit sich selbst und seinen Problemen umgehen, dürften es auch seine Tiere gut haben. Ein Biobauer sagt noch lange nicht aus dass er ein guter Mensch war, es sagt mir nur dass er keine chemischen Mittel einsetzt. Da kann also ein Steak von einem Markt viel besseres und annehmbares Fleisch sein, als von einem der nicht gut zu den Tieren ist, sich aber als Bio anschreiben darf. Es liegt an einem selbst was er tun möchte.

Liebe Grüsse Renée

ikuisuus Offline




Beiträge: 580

03.04.2009 17:37
#33 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Ja, es geht nach wie vor um die Frage und ich denke auch nicht, dass es ein Zeichen von eigenen Problemen ist, wenn Tiere bei einem im Leben einen entsprechenden Stellenwert einnehmen. Aber auch das mag individuell sein und ich würde dich jetzt hier bitten, liebe LaLune, etwas von vorwegnehmenden Vorverurteilungen abzukommen. Gegensätzliche Einstellungen, Meinungen, Ansichten soll selbstverständlich jeder vertreten. Allerdings finde ich, dass es nicht sein muss, bei anderen irgendwelche Dinge vorweg zu nehmen, oder rein zu interpretieren, wo nichts davon steht. Direktes Nachfragen, worauf direkt geantwortet werden kann, ist wieder etwas anderes und vermeidet vielleicht den ein oder anderen Konflikt, was sehr schön wäre. Ich befürchte, dass sich das hier langsam zu einem Streit entwickelt und das sollte defintiv nicht sein.

Da ich das Wort Tierkadaver eingebracht habe, erlaube ich mir, auch hier noch einmal darauf einzugehen und ich habe den Eindruck, dass du das, was ich geschrieben habe, scheinbar völlig fehlinterprediert hast. Die Würde eines Tieres nicht anerkennen, weil ich sage, dass ein toter Tierkörper ein Tierkadaver ist? Wie kommst du denn zu so einem Schluß?
Meine Tiere haben es z.B. ganz sicher gut, denn dafür tue ich, was ich nur kann. Mein Leben findet schon immer eng mit der Natur und mit Tieren statt.

Was du bzgl. Biobauern schreibst, sehe ich ebenso. Es kam auch schon des öfteren etwas ähnliches bzgl. Bio-Eiern z.B. auf. Da sind die Regelungen leider sehr lückenhaft, was dies angeht. Sicherlich ist es für diejenigen, die Fleisch essen und wissen möchten, dass es den Tieren wenigstens bis dahin gut ging, am ratsamsten, von einem Bauern zu kaufen, wo sie sich vergewissern können oder auch von Märkten, auf denen Bauern verkaufen, bei denen man sich aber ebenfalls auch direkt informieren kann. Einige laden sogar dazu ein, sich auf ihren Höfen selbst ein Bild zu machen.

Unterm Strich sollte jedenfalls jedem bewusst sein, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst. Hier finde ich gut, wenn das gerade Kindern von Klein auf ganz natürlich beigebracht wird, wie auch ich das von meiner Oma von Klein auf (sie war früher Bäuerin) gelernt habe. So kann man sich auch selbst am Besten ein Bild machen und für sich entscheiden.

Euch allen ein schönes Wochenende - trotzdem

Majka Offline




Beiträge: 8.785

04.04.2009 11:52
#34 RE: Darf man Tiere essen? antworten
Hallo, ihr Lieben,
ich lese euere Diskussionsbeiträge mit etwas Abstand - und sehe dabei eine Menge Lernstoff, was ihr da durch euere Meinungen präsentiert. Damit habt ihr der Diskussion eine andere Dimension gegeben, auch wenn unbeabsichtigt.

Es ist nicht erforderlich gleich auf die Barrikaden zu gehen. Gekämpft wurde genug, das verbraucht viel Energie und das Ergebnis ist die Erschöpfung von beiden Seiten.

Jeder vertritt hier SEINE Wahrheit und die ist für ihn stimmig. Es bedeutet nicht, dass wir alle gleicher oder ähnlicher Ansicht sein müssen.
Es sind so viele Anregungnen in eueren Beiträgen, das ist wirklich wunderbar! In der Einstellung zu den Tieren haben wir mehr Gemeinsamkeiten, als es auf den ersten Blick aussehen mag.
Die Diskussion geht hier um das Achten und Beachten der Tiere - aber auch der Menschen.

In Antwort auf:
Es gibt Menschen die tief verletzt wurden, das Vertrauen zu anderen Menschen verloren haben, und damit nicht klar kommen. Sie suchen sich ein „Opfer“ um von der eigenen Verletzbarkeit abzulenken, da sie nicht in der Lage sind es zu verarbeiten, weil es zu schmerzhaft ist, sie noch nicht bereit sind es sich anzusehen. Tiere waren schon immer ein Ersatzthema wenn man in Problemen steckt die für einen im Moment nicht lösbar ist.


In dieser Hinsicht bin ich ähnlicher Auffassung wie LaLune. Es passiert schon oft, dass sich Menschen Opfer-Ersatzthemen suchen und so wie ich sie kenne, ist mir klar, dass sie noch mehr sieht als sie bereit ist zu schreiben.

Ich würde mir dieses Thema aus diesem Blickwinkel noch einmal bei mir anschauen: Wo schiebe ich die Tiere vor, wo ist denn eigentlich meine eigene Verletztlichkeit, welches Thema "tut mir weh"... in diesem Sinne kann die Diskussion und unsere Befindlichkeiten in Bezug auf die Tiere ein perfektes Spiegelbild dessen sein, was sich in den Tiefen des Unterbewusstseins abspielt: wo fühle ich mich verletzt, warum kann ich dies oder jenes nicht ertragen, warum springe ich bei dem oder dem Thema so hoch... was ist denn die wirkliche Ursache dafür - wo fühle ich mich dabei selbst verletzt...
Ist es vielleicht so, dass für mich die Tiere und ihr Wohlbefinden wichtiger sind als das Wohlbefinden meiner (Mit)Menschen? Warum stelle ich sie gegeneinander? Ist es deswegen, weil ich mit Tieren nur gute Erfahrungen habe, aber mit Menschen ist es anders? Wieso kann ich bedingungslose Liebe zu Tieren empfinden und den Menschen gegenüber nicht? ... etc. etc. Es gibt eine Menge Fragen, die man sich zu diesem Thema stellen kann.
So eine innere Reflexion kann eine Menge AHA-Effekte bringen.
Ich möchte euch empfehlen, es ähnlich zu tun - wenn für euch dieses Thema "ein heißer Punkt" ist.

Der Sinn unseres Daseins hier ist die Selbst-Erkenntnis. Hier - genau bei diesem Thema, wo die Emotionen so gerne hochgehen - hat jeder von uns eine wunderbare Chance, sich selbst besser zu verstehen - und dabei auch "blinde Flecken" bei sich zu entdecken - Dinge, die wir gerne in den Schatten verschieben. Schaut euch bitte die Beiträge aus diesem Blickwinkel an - und ihr würdet sehen, dass die Emotionen plötzlich verschwinden - es öffnet sich eine andere Ebene... dort herrscht Verständnis und Klarheit.

Wünsche euch/uns allen ein sonniges und erholsames Wochenende - zum erstenmal ein wirklicher Frühling!

_______________

Liebe Grüße
Majka

Heuler Offline




Beiträge: 1.692

05.04.2009 13:40
#35 RE: Darf man Tiere essen? antworten

In Antwort auf:
Ist es vielleicht so, dass für mich die Tiere und ihr Wohlbefinden wichtiger sind als das Wohlbefinden meiner (Mit)Menschen? Warum stelle ich sie gegeneinander? Ist es deswegen, weil ich mit Tieren nur gute Erfahrungen habe, aber mit Menschen ist es anders? Wieso kann ich bedingungslose Liebe zu Tieren empfinden und den Menschen gegenüber nicht? ...


Ich kenne viele menschen, denen das wohlergehen von Tieren wichtiger ist als das der Menschen. Besonders engagierte tierschützer leiden oft darunter, kommt mir vor ^^ Ich selbst zähle mich zum Teil auch dazu, nur das mir das bewusst ist. Z.B sehe ich es bei Leserbriefen in Zeitungen-geht es um Misshandlungen von Tieren in einem artikel, kommt meistens eine Welle von Leserbrifen die sich furchtbar aufregen (das ist auch gut so!) Geht es um Kinderrechte, Abtreibung,andere Ungerechtigkeit/Grausamkeit etc. kommt sehr viel weniger an Reaktion, wenn nicht gleich gar nichts. Ist das weil wir gewalt unter Menschen gegenüber so abgestumpft sind? Weil wir Tiere als die ultimativen "unschuldslämmer" sehen (sind sie ja auch ) Setzen sich manche bei Tieren so sehr ein um sich selbst als "besserer Mensch" zu fühlen?

LaLune ( gelöscht )
Beiträge:

06.04.2009 01:09
#36 RE: Darf man Tiere essen? antworten
Hallo Heuler

In Antwort auf:
Setzen sich manche bei Tieren so sehr ein um sich selbst als "besserer Mensch" zu fühlen?


Ja und nein. Man sollte da ein bissen differenzieren. Ich würde mal grob in zwei Gruppen unterteilen. Die eine Gruppe sind die Menschen die ein Tier brauchen um sich spüren zu können, das sind vor allem verletzte Menschen. Viele wurden im Leben enttäuscht, verletzt, missbraucht, ausgenutzt. Sie finden sich nicht mehr zurecht unter den Menschen, trauen sich selbst nicht mehr zu unterscheiden zu können, wer ist jetzt ein guter Mensch oder wer will mich wieder verletzen. Meistens sind es aber Leute die ein gutes weiches Herz haben, die etwas zu geben, etwas zu sagen hätten. Sie haben dann ein Haustier, ein Vogel, eine Katze oder einen Hund. Das was sie unter Menschen nicht mehr können, geben sie dem Tier, reden mit ihm, sorgen für das Tier, erfüllen seine Wünsche. Ein Tier gibt diese Gefühle zurück, ein Wellensittich fängt vielleicht ein paar Worte an zu sprechen, eine Katze kommt schmusen, ein Hund wedelt mit dem Schwanz wenn man nach Hause kommt. Das was man vom Menschen nicht mehr bekommen kann, gibt einem das Tier.

Dann ist da noch die andere Gruppe, meist noch jünger Leute. Sie wurden auch verletzt, haben aber noch genug Energie um zu kämpfen. Anstatt sich diese Energie zu nutze zu machen und sie für sich selbst brauchen, legen sie es nach aussen, sie suchen sich ein „Opfer“ dass sie nicht verletzen kann. Meistens haben sie ein reges Gesellschaftsleben, treffen sich mit Freunden, sind gute Ratgeber, können auch mal helfen. Sie sind aber nicht in der Lage sich selbst zu helfen, haben nicht den Mut oder die Kraft sich ihren Verletzungen zu stellen. Sie werden sich so nie mehr sicher sein, wer ist jetzt ein guter Mensch, wer ist gut zu mir, oder wer will mir schaden. Diese Angst ist der Auslöser um ihren Mittelpunkt nach aussen zu verlagern. Ihr tun richtet sich nach dem was gerade ihrem „Opfer“ als schaden zugefügt wird, wie ES verletzt wird, wie schlecht es behandelt wird, da wird dann die ganze Energie gebraucht, dass es ihm nicht auch so schlecht geht wie mir.

Das Gefühl ein besser Mensch zu sein kommt dann zum Vorschein, wenn das aussen sehr intensiv und radikal gelebt wird, wenn der Mittelpunkt „Verlagert“ wird. Auch darum wird meist sehr Aggressiv und bestimmend eine Abwehrhaltung eingenommen, da sich viele noch Bewusst sind was sie tun, aber nicht mehr umkehren können. Sie sind unzufrieden mit sich, da die äusserliche Befriedigung nicht „sättigend“ genug ist, irgendwo bleibt ein leerer Raum zurück, der mit allem was man tut nicht gefüllt werden kann.

Was nicht heisst dass alle so sind, es gibt genug Tierschützer die einfach ein gutes Herz haben, und davon ein bisschen abgeben möchten, an einen schwächeren, an jemand der ein bisschen Hilfe brauchen kann.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten.

liebe Grüsse Renée
Ferry Offline




Beiträge: 295

12.04.2009 18:09
#37 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Musste ja so kommen da die Wahrheit als Schwert schmerzt.

Wenn jemand sich für Wesen einsetzt welche mißbraucht werden, dann muss er ja in sich geschädigt sein.
Der hat unüberwindliche Wunden, kann sich nicht spüren und deshalb nimmt er die Tiere dazu her, dieses zu überbrücken.
Gute Entschuldigung wenn man betroffen ist und andere in das Licht schupsen möchte um die eigene Maske zu bewahren.
Fehlt nur noch die Liebesbrause und das Geschicke von Licht für mich, dann ist es perfekt.

Ich bin auch gegen Abtreibungen von ungeborenen Kindern und unterstütze Drogenkranke aktiv auf ihren schweren Weg, pflege alte und kranke Menschen - alles weil ich in mir zutiefst verletzt bin und meine Lücke in mir füllen muss.
Muss ja eine Krankheit sein menschlich zu agieren, gegenüber dem kollektiv der Masse auf dieser Erde.

Danke das ihr Lichtengel mich darauf hingewiesen habt - ans Kreuz mit ihm..........

Ferry




Heuler Offline




Beiträge: 1.692

12.04.2009 20:20
#38 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Doch nicht die Mehrheit!!!! Auf manche trifft das sicher zu, doch nicht auf ALLE

Lady_Masque Offline




Beiträge: 2.471

12.04.2009 22:48
#39 RE: Darf man Tiere essen? antworten

Bei Dir fällt mir die Tendenz auf, erst deutlich übers Ziel hinauszuschießen, Ferry, und dann tödlich beleidigt wie das arme Opfer zu reagieren, wenn man sich Deinen Stil nicht gefallen lässt. Es ist auch immer wieder lustig zu lesen, wie Du immer wieder darauf hinweist, dass Du im Besitz der absoluten Wahrheit bist. Jeder andere hier ist objektiv genug, zu sagen, dass er von nur seiner eigenen Wahrheit spricht.

Damit Du aber nicht wieder gekränkt Deinen Account löschen lässt, schicke ich Dir gaaanz viel Licht und Liebe.

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